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1 Cocos Island - pura vida ! -

Shoppen bis die Erde wackelt

Dieses Jahr hatten wir uns das Naturschutzgebiet Isla del Coco (zugehörig zu Costa Rica) vorgenommen. Also ging es am 12. Mai 2011 mit der Bahn los nach Düsseldorf Airport. Von dort aus nach Madrid und dann nach kurzem Aufenthalt der Direktflug nach San Jose, der Hauptstadt von Costa Rica.
Die Einreise war problemlos, allerdings hätte man für die Zollformulare ein Mikroskop gebrauchen können, so klein war die Schrift.
Am Flughafen wartete auch das Transfer-Taxi zum Hotel. Nach 20 Stunden waren wir im Alta-Hotel angekommen. Am nächsten Morgen ließen wir uns mit einem Taxi zum Irazu-Vulkan fahren. Die Landschaft in 3000 m Höhe war beeindruckend. Der See im Krater ist reine Schwefelsäure (pH unter 1) und könnte Knochen zerfressen.

Gegen Mittag brachen wir nach San Jose City auf, um in der Fußgängerzone etwas zu shoppen. 

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Wir hatten uns gerade an 3 großen Kaffees mit 3 großen Stück Kuchen (für 1 € pro Person) gestärkt, als uns der Boden unter den Füßen schwankte. Der Irazu-Vulkan: Die Landschaft in 3000 m Höhe ist beeindruckend

2011 cocos03Mit anderen Passanten liefen wir in die Straßenmitte, um nicht von eventuellen Häuserteilen getroffen zu werden. Dann warteten wir, ob es noch zu Nachbeben kam. Zum Glück geschah nichts weiter und so setzten wir unseren Einkaufsbummel fort. Später erfuhren wir, dass das Beben eine Stärke von 6,3 auf der Richterskala hatte, aber zum Glück keine größeren Schäden angerichtet hatte.

Am späten Nachmittag brachte uns das Taxi zurück zum Hotel, wobei wir viele Verkehrsunfälle beobachten konnten; es war eben Freitag der 13. Der Taxifahrer erläuterte uns, was der ständig verwendetet Ausspruch ‚pura vida' bedeutete: nämlich Hallo, Tschüss, toll, cool, gute Reise, … eben universell einsetzbar.

Nach einem leckeren Abendessen im Hotel schickten wir eine E-Mail nach Hause, dass wir das Erdbeben überlebt hatten.

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Während wir in Costa Rica waren, zeichnete unser Clubkamerad Michael mit einem Seismographen das Erdbeben in Münster auf. Zum Vergleich sind 40 Minuten vor und 40 Minuten nach dem Beben aufgezeichnet (jeweils ein Ausschnitt). Die Erdbebenwellen brauchten mehrere Minuten, um durch die Erde in Münster anzukommen.

 

Am nächsten Morgen war die Lobby des Hotels voll mit Tauchern. Es war unschwer zu erkennen, dass die alle auf das Schiff "Wind Dancer" wollten. Das Alta-Hotel ist offenbar so eine Art Absprungbasis für den Transfer zum Dancerfleet-Tauchschiff.
Gegen Mittag erreichte der Sammelbus und der Gepäcktransporter den Hafen von Punta Arena, dem Liegeplatz der Wind Dancer. Bei einem Begrüßungscocktail wurden die Quartiere zugeteilt und die Besatzung schaffte unser Gepäck in die Kabinen.


Stürmische Überfahrt

Bei Sonnenschein lief das Schiff aus, aber am Horizont zeichneten sich schon dunkle Wolken ab. Das Abendessen war noch gut zu genießen, danach kamen wir in einen Tropensturm. Die Wellen schlugen auf das Tauchdeck, das immerhin 2 m über dem Wasserspiegel lag. Mit Gewitterblitzen und starkem Regen ging es ca. 24 Stunden so weiter und 80% der Tauchgäste verbrachten die 40-stündige Anreise entweder in der Kabine oder an der Reling.
Am 16.05. morgens um 6 h waren wir endlich da: Die grüne Insel schälte sich aus der Dämmerung und der Regen hatte endlich aufgehört. Die beiden Beiboote (Pangas) wurden zu Wasser gelassen und um 8:30h begann der 1. Tauchgang am Punta Ulloa. Dieser als Checkdive deklarierte Tauchgang war eher unspektakulär, aber mit viel Kleinfisch und einigen Whitetips.

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Panga One wird zu Wasser gelassen White Tips überall


Die nächsten Tauchgänge bei dem Felsen ‚Manuelita' zeigten schon mehr des überquellenden Unterwasserlebens in dem Nationalpark. Zum Abschluss des Tages zeigte ein Park Ranger Fotos von der Insel, gab Verhaltensregeln bekannt und bot eine Besichtigung im Laufe der Woche an. Im Anschluss gab es eine Info-Veranstaltung über ein U-Boot und die Möglichkeit zu einem 300m-Tauchgang für nur 1800 $. Aber es schien niemand Interesse an einem U-Boot-Tauchgang zu haben.


Von Haien umkreist und gebissen

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Majestätisch schweben die "Grauen" über unseren Köpfen

        

Am nächsten Morgen wurde die ‚Wind Dancer' umgesetzt nach Baya Wafer.
Von dort aus gab es schöne Tauchgänge bei Punta Maria und Dirty Rock:
Hier tauchten Elvi & ich am Ankerseil ab und landeten mitten in einer Gruppe von 5 Hammerhaien. Wir 7 waren völlig überrascht, denn eigentlich sollten die großen Grauen erst bei einer Putzerstation sein. Als die 5 sich von ihrer Überraschung erholten, trollten sie sich und suchten die Putzerstation hinter einem Felsen auf.

Zum Abschluss des Tages gab es einen Nachttauchgang bei Viking Rock. Hier jagten Hunderte von Riffhaien kleinere Fische, die sich zwischen den Felsen versteckten. Es war sicher clever, Finger und Flossen einzuziehen, da in dem Gewühl es schnell zu Verwechslungen kommen konnte. Bei Wolfgang versuchte ein Hai in die Lampe zu beißen, bei einer anderen Taucherin wurde die Flosse auf Konsistenz geprüft.

In den nächsten Tagen ging es zu verschiedenen schönen Tauchgebieten:
Alcyone - Am Ankerseil abgetaucht, schöne Muränen, Octopusse, Hammerhaie
und schlafende Riffhaie.
Manuelitas Garden - sehr schöne Korallen und viele bunte Riffbewohner
Dos Amigos Pequeña - schöner Tauchgang mit Hammerhaien, Galapagoshaien und Adlerrochen
Punta Maria - viele Haie, ganz nah. Da wird schon mal die Luft knapp!
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Giftstachel bewehrte Adlerrochen bei ‚Dos Amigos Pequeña’


Tauchen im Jurassic Park

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Der Wasserfall ‚Cascade Yglesia' kommt im Film Jurassic Park vor

Am 6. Tag fuhr das Schiff nach Süden, zur Baya Yglesias. Die Küstenlandschaft kommt in dem Film "Jurassic Park" vor. Wenn man die Felsen und den Regenwald so betrachtet, würde man sofort glauben, dass dort Dinosaurier wohnen.
Der erste Tauchgang führte zu Shark Fin. Dort gab es mehr Gezeitenströmung und Wellengang unter Wasser als erwartet, aber dafür sehr schöne Felsen mit Korallen und viel maritimes Leben. Wieder im Boot mussten der Guide und wir feststellen, dass wir eine Taucherin verloren hatten. Ihre Tauchpartnerin hatte den Tauchgang mit Ohrenschmerzen abgebrochen und war zurück auf das Boot gegangen. Die Amerikanerin hatte dann den Tauchgang alleine fortgesetzt.
Nun folgte eine dreistündige Suchaktion mit beiden Pangas und der Wind Dancer.
Endlich kann ein Funkspruch, dass die Taucherin durch ein anderes Boot ca. 5 bis 7 km entfernt wiedergefunden worden war. Sie lebte sogar noch.

 

Am Nachmittag erfolgte noch ein Tauchgang bei Manuelita Deep. Ein sehr schöner Tauchgang mit vielen Haien. Nach dem Auftauchen und warten auf das Schlauchboot, umkreiste uns ein Galapagoshai ganz nahe und hoffte wohl auf seine Chance zu einem Abendessen. Pech für den Hai, dass unser Panga nach 10 min kam und uns an Bord nahm.

 


Neurotoxine vom Nesseltier plus Walhai
Am nächsten morgen um 6:00h fuhren die Pangas auf Druck der Tauchgäste schon vor dem Frühstück zum 1. Tauchgang.
Beim zweiten Tauchgang bei Dity Rock Elvi tauchte Elvi mit Carlos, dem Guide etwas eher auf, beide verletzten sich stark an einem Nesseltier. Elvis Hand schwoll an, die Schmerzen gingen bis zur Schulter; Carlos bekam am Oberarm und auch etwas im Gesicht ab.
Nachmittags wurde die Cocos-Insel besichtigt. Die Rangerstation ist eher unspektakulär, das interessanteste war die Hängebrücke aus gefundenen Bojen und der Regenwald.

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Die Hängebrücke aus gestrandeten Bojen Rhincodon typus ist der größte Hai und der größte Fisch


Beim letzten Tauchgang bei Manuelita kam es zu einer überraschenden Begegnung mit einem Walhai. Ganz am Ende des Tauchgangs mit fast leeren Flaschen gelangen Borja, dem spanischen Piloten und Ruddy, dem franz. Tauchlehrer trotzdem noch einige Fotos.

Um 17:30 h brach die Wind Dancer auf zur Rückreise. 36 Stunden später legten wir in Punta Arenas an, wo unser Taxi zum Örtchen Jaco schon wartete.

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Die Crew gab uns noch einen Abschiedsgruß mit.

 


2 Costa Rica - pura vida ! -

Krokodile, ertrunkene Touristen, barfuß im Dschungel, Schlangen am Flughafen

Der 5000-Seelen-Ort Jaco an der Pazifikküste Costa Ricas ist ein bekanntes Surfer-Paradies. Auf der Hinfahrt überquert man Flüsse, in denen sich Krokodile räkeln (Foto). Der Strand von Jaco ist wunderschön, aber das Baden ist nicht ungefährlich und hat schon so manchen das Leben gekostet. Aus unserem Hotel, das direkt am Meer liegt, sind allein vor ein paar Jahren schon 3 Gäste ertrunken. Jedenfalls wurden wir eindringlich gewarnt, nicht so weit heraus zu schwimmen, wegen der tückischen Strömung und starken Wellen. Natürlich haben wir das getestet und (mit Flossen) ganz schön gekämpft.

Nach einem langen Strandspaziergang und einem Super-Abendessen beschlossen wir für den nächsten Morgen einen Ausflug in den Nationalpark Manuel Antonio. Reisevermittler am Strand hatten die Tour zu dem Park für 80 $ pro Person angeboten. Aber der Hotelbar-Mixer hatte uns erklärt, wie man auch mit dem öffentlichen Bus hinkommt.

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Krokodile wohin das Auge sieht
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Am nächsten Morgen hatte das Hotel für uns ein Lunchpaket bereitet, denn wir mussten schon um 6 h an der Bushaltestelle sein. Die 80 km zu unserem Ziel kosteten mit dem öffentlichen Bus ca. 2 € (p.P.) und dauerten etwa 2,5 Stunden.
Es war interessant, Land und Leute zu sehen.
Der Nationalpark war wirklich sehenswert, wir haben auch ohne gemieteten Guide viel gesehen. Der Dschungel grenzt an den Strand, so konnten wir auch ein Bad bei 28° Wassertemperatur nehmen, es erfrischt trotzdem.
Der Nationalpark Manuel Antonio zieht sich am Meer entlang
Für die Rückreise kauften wir rechtzeitig reservierte Busplätze (auch für 2 €), damit wir die Rückfahrt nicht im Stehen verbringen mussten. Bis zur Abfahrt gingen wir in Quepos noch etwas shoppen und nahmen ein paar Drinks in einer Bar. Problemlos, aber erschöpft erreichten wir abends wieder unser Hotel.
Den letzten vollen Tag vor unserer Abreise gönnten Elvi und ich uns einen chill-Tag am Hotelpool. Wolfgang dagegen hatte noch nicht genug vom Dschungel und brach auf zum Carara-Nationalpark. Weil es dort in Strömen regnete, rannte er barfuß durch den Regenwald. So hatte er wenigstens noch trockene Schuhe für den Rückweg. Mit einem leckeren Wunsch-Essen im Hotel (der Wirt hatte uns gefragt, was wir essen wollten und hat es dann auf dem Markt besorgt) brach der letzte Abend an und wurde an der Hotelbar beendet.
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Der Strand von Jaco ist ein Surfer-Paradies


Am letzten Tag hieß es Koffer packen und Aufbruch mit dem Taxi zum Flughafen. Am Check-in-Schalter stellte die junge Dame fest, dass einer unserer 4 Koffer Übergewicht hatte. Also packten wir unsere 4 Koffer aus und verteilten das Gewicht so, dass alle Gepäckstücke das gleiche Gewicht hatten. Gut, dass es am Flughafen eine Waage gibt! Nach nur einer ¾ Stunde gab die Schalterdame ihren Widerstand auf und wir waren eingecheckt. Die Schlange an Menschen hinter uns war ebenfalls genervt.
Beim Einsteigen in die Maschine trafen wir die Franzosen wieder, die mit uns auf der Wind Dancer gewesen waren. Da gab es doch dann erstmal einiges zu erzählen.
Der Rückflug verlief ruhig, wenn auch mit gut 2 Stunden Verspätung.

Elvi & Udo

   
© by Tauchsportclub Münster e.V.