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Lanzarote 2007

Sonne im Dezember und natürlich Christstollen und Dominosteine bei 25°C

Im November erhielten wir vom Tauchshop Schnorchel eine Mitteilung, dass noch Plätze für eine Tauchreise im Dezember nach Lanzarote frei seien. DIE Gelegenheit für uns, der trüben und regnerischen Vorweihnachtszeit in Münster zu entfliehen.

Die Tauchbasis ‚Speedy Diving' in Puerto del Carmen ist vor drei Jahren von Stephan Reiners übernommen worden. Stephan hat im TCM als Jugendlicher das Tauchen erlernt und heute zeigt er uns voll Stolz seine Tauchreviere - schöne Entwicklung. Stephan
Bisher hatte sich für uns noch nicht die Gelegenheit geboten ihn zu besuchen, aber das Angebot von Martin Stenzel passte zeitlich voll in unseren Plan.
Also waren wir dabei: Eine Woche Lanzarote vom 2.-9. Dez. 2007

Am Tag des Abflugs trafen wir uns mit der Gruppe von Martin am Flughafen in Düsseldorf. Die Gruppe bestand aus zwei Tauchschülern (Martin und Alf) und "Schnorchel Martin". Wir checkten dann ein und erreichten nach einem ruhigen Flug am Nachmittag den Flughafen Arrecife auf Lanzarote.

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Stephan

Stephan holte uns am Flughafen ab und freute sich sehr, dass mal wieder Bekannte aus seinem alten Verein den Weg zu ihm gefunden hatten.
Nach der Begrüßung, eine kurze Fahrt durch eine wüstenähnliche Landschaft, dann schon die ersten Häuser von Puerto del Carmen.
Am auffälligsten war für mich, dass es um 17.30h Ortszeit noch hell war und dass die Leute an der Strandpromenade in kurzen Hosen herumliefen.
Ankunft an unserer Unterkunft Arena Dorada:
Das Tauchgepäck wurde direkt in der Basis abgeladen, die der Anlage angegliedert ist.
Unsere Apartments waren nur ein paar Schritte von der Basis entfernt in einem schönen mit Palmen und Kakteen angelegten Garten gelegen.

Die Einraum-Apartments mit einer kleinen Kochzeile und einem separatem Bad sind sauber und zweckmäßig eingerichtet. Eine kleine Terrasse mit Gartenmöbeln lädt ein zum draußen sitzen. Die milden Abendtemperaturen ließen gar keine andere Wahl zu!
Ein ganz kurzer Weg zum Restaurant der Arena Dorada und wir konnten am Pool unser Abendessen einnehmen. Fisch und auch die Steaks sind sehr zu empfehlen und das Bier ist auch billiger als bei uns zu Hause.

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Der erste Eindruck war perfekt und wir konnten zufrieden in unsere Betten fallen und uns auf die ersten Tauchgänge freuen. Nach einem Frühstück draußen am Pool und einer Einweisung auf der Tauchbasis packten wir unsere sieben Sachen in Stephans Neunsitzer. Nach einer Fahrt von ca. 5 min hatten wir den ersten Tauchplatz an der Playa Chica erreicht: Eine kleine Bucht, eingerahmt von zwei Lavafingern, die auch gut für Anfänger geeignet ist. Vor der Bucht fängt auf etwa 20m eine Riffkante an, die auch schnell auf 30 m und tiefer abfällt.
Ein kurzes Briefing von Stephan (der übrigens immer mittaucht) und dann geht es los.
Als die Riffkante sichtbar wird, begrüßt uns ein kapitaler Zackenbarsch, der nicht weit weg von 1m Länge ist.
Überraschend für uns die guten Sichtverhältnisse von 20 m (angeblich noch schlecht) und auch die Wassertemperatur von 22° (durchgehend, ohne Sprungschicht).
Der Zacki am Playa Chica

Auf dem Weg zur Kathedrale , einer Grotte in 30 m, sehen wir viel Schwarmfisch und neugierige Riffbarsche (schwarz mit blauem Neonstreifen).

Der Bewuchs auf den Lavafelsen ist eher dürftig, aber unter den Überhängen des Riffs finden wir schönen Bewuchs mit vielen Krustenanemonen. In der Grotte halten sich oft Stachelrochen und auch Zackenbarsche auf.
Auf dem Rückweg auf ansteigendem Sandgrund wieder viel Schwarmfisch und jetzt sind auch die ersten Barrakudas zu sehen.
Beim Nachmittagstauchgang zeigt uns Stephan auch die ersten Engelhaie, die unter einer Sandschicht schlafend am Grund liegen. Sehr schön auch die vielen Sepien, die wir bei diesem Tauchgang sehen.

Die nächsten Tauchgänge verlaufen ähnlich. Kurze Anfahrten und kurze Wege zum Wasser über einen Strand oder die Strandpromenade. Dann abtauchen über Sandgrund bis zur Riffkante, die gleich auf 30-40m abfällt
.
Vor dem ganzen Ort Puerto del Carmen zieht sich dieses Riff entlang, so dass es nicht notwendig ist, mit dem Boot raus zu fahren.
Einen Bootstauchgang haben wir dann doch gemacht, nämlich einen Wracktauchgang vor der Einfahrt des alten Hafens. Dort liegen auf 30-35m mehrere Wracks dicht beieinander, an denen der Zahn der Zeit schon recht stark genagt hat. Eigentlich ein großes Trümmerfeld. Sehr schön aber ist ein kleiner Frachter (30m lang) der auf der Riffkante in 17m Tiefe liegt und dessen Rumpf die Riffkante um einen Teil überragt - besonders schön im Gegenlicht beim Aufstieg vom Trümmerfeld zu sehen.

Am 6.12. war es dann soweit:
Der überraschte Stephan stellt beim Tauchen plötzlich fest, dass er von mehreren Nikoläusen umgeben war. Die erste Vermutung ‚Tiefenrausch im Flachwasser' erwies sich dann bei der nachfolgenden Adventsfeier auf der Basis als nicht haltbar. Christstollen, Spekulatius und Dominosteine verschwanden dann auch rasend schnell in die Bäuche der Anwesenden, was auf Entzugserscheinungen hindeutete.

An zwei Abenden in dieser Woche gab es die Gelegenheit zu einem Nachttauchgang, die wir natürlich nutzten. Viele Krabbeltiere, Sepien und ein wunderschöner Zylinderrosenbewuchs auf dem Sandgrund brachten bei diesen Tauchgängen viel Abwechselung.
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Einige schöne Tauchplätze im Norden der Insel konnten wir leider nicht besuchen, da die Windverhältnisse zu ungünstig waren. Dort geht man nämlich über felsigen Grund ins Wasser, was aber bei auflandigem Wind nicht möglich ist.

Das Fazit dieser Woche:
Zum Jahresende noch einmal richtig schönes Wetter. ( 20°-25°)
Gute Sicht (20m) und angenehme Wassertemperatur (22°)
Die Unterkunft in der Arena Dorada ist gut und das Frühstücksbuffet für 4€ kann man empfehlen.
Die Tauchbasis von Stephan ist klein aber gut organisiert, es läuft alles sehr ruhig und gelassen ab und Stephan zeigt einem auf Wunsch auch das lange ersehnte Seepferdchen.
Das Tauchen ist natürlich anders als im Mittelmeer oder im Roten Meer.
Der Bewuchs hält sich zurück, aber viele Schwarmfische und auch größere Einzelexemplare (Rochen, Barrakudas, Engelhaie oder Zackis) weisen darauf hin, dass wir uns im Atlantik befinden, wo es eigentlich Alles gibt.

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Engelshai Sepien

Der Ort Puerto del Carmen hat alles das zu bieten, was einen Touristenort ausmacht:
Schöne weite Strände, kleinere Buchten, Nachtleben und Einkaufsmeilen, alles ist auf
8 km Länge zu finden.
Und was hat Lanzarote sonst noch zu bieten?
Das müsst Ihr dann im Reiseführer nachlesen, denn die Zeit für Sightseeing reichte bei 12 Tauchgängen in dieser Woche dann doch nicht.

Da uns die Woche sehr gut gefallen hat, planen wir für dieses Jahr im November oder Anfang Dezember eine Clubfahrt nach Lanzarote. Die Größe der Gruppe sollte 20 Taucher nicht überschreiten.
Auf der Mitgliederversammlung können wir vielleicht schon näheres mitteilen, es wird aber auch noch einen eigenen Lanzarote-Info-Abend geben. Buchungen für diese Reise werden wir ab Ende März vornehmen. Bitte E-mail, Aushänge und Flossenblatt beachten. Voranmeldungen könnt Ihr aber schon bei uns abgeben (denn wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!).

Übrigens hat Speedy-Diving ein sehr treffendes Motto: Wer uns findet, findet uns gut.
Finden wir auch!

 



Reinhard und Karin

2007 Lanzarote banner
   
© by Tauchsportclub Münster e.V.