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Menorca 2006

Tauchbasis Bahia-Poseidon

Die spanische Insel Menorca ist die östliche und nördlichste der Balearen. Hier leben ca. 80.000 Einwohner auf 700 km2 bei einer Länge von etwa 50 km und ca. 16 km Breite. Mahon heißt die Hauptstadt und wird Mao genannt. Die 117 km lange Küstenlinie bietet zahlreiche Abwechslungen: Steilküsten, abgeschiedene Buchten und lange Strände sowie einige Naturhäfen. Von geruhsamer Beschaulichkeit geprägt ist die Landschaft: Viele von Steinmauern gesäumte Felder, weißgetünchte Bauernhöfe mit alter Käsetradition, idyllische Dörfer und malerische Fischerorte.
Wegen der späten Erschließung durch den Tourismus konnte Menorca sich vor der Zerstörung durch Siedlungen weitgehend bewahren. 1993 wurde die Insel zu einem Biosphärenreservat (Gebiet, bestehend aus Küsten- sowie Meeresökosystemen bzw. Kombination) erklärt. Heute steht fast die Hälfte der Insel unter Landschafts- und Naturschutz. Viele unbebaute Strände und ursprüngliche Landschaften sind somit erhalten geblieben.

Unter Wasser bietet sich ein ebenso reichhaltiges Angebot von Fischen und Pflanzen: Angefangen bei Nacktschnecken über Drachenköpfe und Congers bietet Menorca alles was ein Taucherherz höher schlagen lässt. Punta QuintanaDie Unterwasserwelt ist sehr zerklüftet mit kleinen Canyons und Spalten. Besonders die Höhlen sind auf Menorca sehenswert. Sie haben sich mit der Zeit in üppiger Zahl entlang der Küste in das poröse Gestein hineingebohrt. Am Rande der schroffen, aber reich bewachsenen Felsen liegen Seegrasfelder. In einigen Höhlen befinden sich Luftblasen und Stalagmiten. Diese Höhlen sollte man nur nach Absprache mit den Tauchlehrern betauchen, da sie alle Gefahren eines Höhlentauchgangs bergen und nicht unterschätzt werden sollten. Auch hier empfiehlt es sich eine Lampe dabei zu haben um auch versteckte Dinge zu entdecken. Vorwiegend liegen die Tauchplätze in 12 bis 25 Metern Tiefe und sind so ebenso für ungeübte Taucher wie auch für erfahrene Taucher eine Herausforderung.

Reisebericht eines Mitreisenden vom 07.09.2006 - 14.09.2006

2006 Menorca 1 Ende Februar dieses Jahres bot sich mir die Möglichkeit einen Urlaub mit dem TCM in einer Tauchregion zu verbringen, in der ich nie zuvor war: Die Balearen, die Insel Menorca für die ein Tauchurlaub von Mai bis September die beste Zeit ist.
Somit verbrachte ich die Woche vom 07.09.2006 - 14.09.2006 mit 17 großen und 2 kleinen Clubfahrern. Das Treffen am FMO war für 16:30 Uhr geplant um gegen 19:00 Uhr abzuheben.
Die Stimmung am Flughafen war sehr gut und die Erlebnisse der letzten Menorca Clubfahrt erzählten Karin S., Karin F, Ulli, Siggi und Bäscher sehr lebendig. Nachdem der Flieger pünktlich abhob landeten wir gegen 21 h in Mahon.

 

Von dort aus ging die 45 minütige Reise quer über die Insel direkt zum Hotel BAHIA, das am Strand lag. Nachdem wir das Gepäck in der 1 km nahen Appartmentanlage SA CALETA verstaut hatten, ging es zurück zum Hotel, in dem die Tauchbasis POSEIDON integriert ist. Im BAHIA bekamen alle ein Abendessen serviert das mit ein wenig San Miguel noch besser schmeckte. Etwas später löste sich die Runde auf um am folgenden Tag dem Gott des Meeres zu begegnen.
2006 Menorca 3
2006 Menorca 3a Freitagmorgen nahmen viele ihr Frühstück gegen 8:00 Uhr zu sich um für den ersten Tauchgang zu stärken. Nach dem Anlegen um 8:45 h der Tauchausrüstung ging es hinunter zum Strand wo um 9 h die erste Bootsfahrt zum Tauchplatz mit dem Dreierteam der Tauchbasis startete. Nach der Bootstour von 45 Minuten ereichte der Skipper Dieter den anvisierten Tauchplatz. Nach der Gruppeneinteilung und anschließendem ausführlichen Briefing war es endlich soweit: Tauchen; die kurzzeitige Anpassung an die Unterwasserwelt begann. Uns erwartete eine größtenteils mit Felsen, kleinen Höhlen und Seegrasfelder mit Steckmuscheln versehene Unterwasserlandschaft.
An Fischen gab es Zackenbarsche, Drachenköpfe, Grundeln und Brassen. Zufrieden mit dem Tauchgang und allen zurück an Board fuhr die Gruppe entspannt zur Basis zurück. Nach einer Mittagspause und dem Ausfüllen der Logbücher bereiteten sich die Gruppen zum nächsten Tauchgang um 14:00 Uhr vor. Dieser Unterwasserausflug war genauso erlebnisreich wie der vorherige; nur diesmal viel allen ein Taucher auf, der in den nachfolgenden Tauchgängen anhand seiner braunen Unterwasserhandschuhe eindeutig zu identifizieren war.
Nach einem anstrengenden Tauchtag stärkten sich alle um 19 h an dem sehr reichhaltigen Buffet mit anschließender Hauptspeise, wahlweise Fisch oder Fleisch und einer Nachspeise. Diesen Abend nutzten einige zur Absprache für die nächsten Tauchgruppeneinteilung und des Pressluftflaschentransports des Bandscheibengeschädigten. Die nächsten Tage sowie Tauchgänge steigerten sich immer mehr und der Fischreichtum am Tauchplatz "Sa cava de ses dobles" war von Zackenbarschen, Gabeldorschen und Barrakudas kaum zu übertreffen. Nacktschnecken in unterschiedlichen Formen und Farben sowie Octopusse in unterschiedlichen Größen und Spiegeleiquallen gaben sich hier die Ehre. Die Unterwasserlandschaft aus Canyons, Schluchten und unterschiedlich großen Höhlen erreichte durch die Höhle "Pont d´en Gil" mit Stalaktiten das Highlight.
2006 Menorca 4
2006 Menorca 5 Nach solchen Erlebnissen schmeckte das Abendessen immer besser und das gemütliche Zusammensitzen mit Spiel und Spaß und viel Witz konnte die Bauchmuskulatur arg strapazieren. Einen Tag zwang ein Unwetter die Anfahrt zu einem Tauchplatz zum Abbruch. Innerhalb kürzester Zeit verdunkelte sich der Himmel mit Blitz und Donner einhergehend. Durch wolkenbruchartige Regenfälle entstanden kleine Flüsse, die sich in der Bucht "Cala de Santandria" sammelten und das Meerwasser braun färbten. Aufgrund der Trübung des Wassers unterließ der sonst am Strand nach Fisch jagende Kormoran sein Treiben. Gerade als sich alle an die Abläufe gewöhnten brach für viele der letzte Urlaubstag an. Das einchecken am Flughafen in Mahon verlief schleppend und trotz des eingestürzten Daches eines Teilstückes des Terminalneubaues startete die Maschine pünktlich. Nach der Zwischenlandung in Dresden und sicheren Landung am sonnigen FMO verabschiedeten sich alle herzlichst´ und traten die Heimfahrt an.


Fazit: gelungener, gut organisierter Tauchurlaub mit viel Humor.


Gruß Peter Sicker

2006 Menorca 6

 

   
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