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Cadaquès - nordspanische Ostküste

Von 1985 bis 2003 fand jedes Jahr die Clubfahrten nach Cadaquès statt.

Peter Simons hatte in den 80er Jahren die Idee, eine Clubfahrt für "alle Mitglieder" zu organisieren. Mit einem Reisebus und einer Reisezeit von ca. 25 Stunden wurde in den ersten Jahren der malerische Ort an der Costa Brava angesteuert.

Mit dem Bau neuer Autobahnen reduzierte sich die Reisezeit auf ca. 20 Stunden. Die Teilnehmerzahl reduzierte sich im Gegensatz dazu nicht. In Spitzenjahren sind wir dort mit über 50 Personen eingefallen.

Im Carpe Diem Club fanden wir eine gute Unterkunft, von der aus wir zu Fuß einen kurzen Weg bis zum Ortskern hatten.
Getaucht wurde bei Monika und Volker Eichhorn, die ihre Basis direkt im Carpe Diem Club hatten.

Etwa ab dem Jahr 2000 hatte Peter das Problem, genügend Teilnehmer für die Busreise zu bekommen. Da sich z.B. nur 25 Interessenten gemeldet hatten, musste der Bus wieder abgesagt werden. Die Busreise wurde einfach zu teuer. In 2003 waren wir das letzte Mal mit dem Bus in Cadaques. 2006 verstarb dann unerwartet Basisleiter Volker Eichhorn.

Danach wurde in kleineren Gruppen per Pkw oder Flugzeug die Tradition einer Clubfahrt fortgesetzt.

 2011 Cadaques 03  Cadaques2001 5  Cadaques2003 4  
Cadaquès 2000 Cadaquès 2001
Cadaquès 2003
 

 

 

2010 Cadaques 1

 2011 Cadaques 01  2012 Cadaques 13  
Cadaquès 2010
Cadaquès 2011
Cadaquès 2012  
2013 Cadaques    20140912 Cadaques20   Cadaques 2015
 Cadaquès 2013  Cadaquès 2014  Cadaquès 2015

Im Kreidesee Hemmoor etwa 35 km östlich von Bremerhaven sind wir öfter mal zum Tauchen.

Link: Kreidesee Hemmoor

Nicht immer schreibt auch jemand etwas darüber, daher hier drei exemplarische Berichte:

Hemmoor2001 3  hemmoor2003 2  2008 Hemmoor 4
Hemmoor 2001 Hemmoor 2003 Hemmoor 2008

 


Tauchtrips und Clubfahrten

Natürlich unternehmen wir auch Tauchreisen. Entweder als Clubfahrt (für Vereinsangehörige organisiert) oder ein paar Mitglieder unternehmen per Eigeninitiative Reisen zu interessanten Tauchspots. Hier eine kleine Auswahl, was wir so betaucht haben:

Europa Mittelmeer

 

Mittelmeer
Cadaques
Menorca
Estartit, Islas Medas
Korsika
Hyere

 

 

 

 

 Rotes Meer

 

Rotes Meer
Marsa Alam
Shams Alam / Wadi Lahami
Sharm El Sheik
Bundesjugendtreffen Hurghada
Safaga
Elphinstone, Brothers, Daedalus
nächstes Ziel?

 

 

 

 

 

 

 

Nordatlantik

 

Nord-Atlantik

Camaret
Lanzarote
Madeira

 

 

 

 

 

Weltkarte 

Weltweit

Südafrika
Australien
Oman
Malediven
Palau, Mikronesien
Cocos Island, Costa Rica
Bahamas
Kap Verden
Fidschi, Pazifik [in Vorbereitung]

 

 

 Deutschland10

 

Heimische Seen
Blausteinsee
Hemmor
Lingen
Heidesee
Sundhäuser See
't Hilgelomeer
nächstes Ziel?

 

 

Der TCM betreut einen Erfrischungsstand beim 12. Münster Marathon am 8. September 2013

 

Warten auf die Läufer...  Kommen Sie ??? Sie kommen !!!

Nettoie la maison ...      

 Es war mal wieder soweit !

20131026 TCM-Clubheim 3

Bei sonnigem, windstillem Wetter am 26.10.2013 hatten sich 9 Vereinskameradinnen und –kameraden eingefunden, um unser Clubheim winterfest zu machen. Es wurde gesägt, geschnitten, geharkt, gefegt, usw.

Die Dachrinne wurde wieder freigemacht und 25 Schubkarren voller Laub beseitigt. Jetzt kann der Winter kommen.

Elliot, Reinhard, Karin, Elvi, Siggi, Martin, Christian, Katrin, Simon, ich danke Euch für die tatkräftige Hilfe.


Der Clubheimwart

 

 

20131026 TCM-Clubheim 2  20131026 TCM-Clubheim 1

20131026 TCM-Clubheim 4  20131026 TCM-Clubheim 5

20131026 TCM-Clubheim 6

 

Lanzarote, Oktober 2011

2011 lanzarote1Zum Tauchen auf Lanzarote waren wir nun schon zu verschiedenen Jahreszeiten. Immer in der Apartmentanlage Arena Dorada, weil´s einfach und gut ist. Und immer bei Speedy´s Diving Center, weil man sich da einfach gut aufgehoben fühlt. Ob als Gruppe mit den TCM Vereinskollegen oder alleine mit meinem Freund, der hier seine ersten Flossenschläge im Wasser gemacht hat, Stephan und seinem Team sorgen immer dafür, dass alle auf ihre Kosten kommen, Anfänger wie Fortgeschrittene.

 

 2011 lanzarote4Mir persönlich hat das Tauchen jetzt im Oktober am besten gefallen, weil die Wassertemperatur doch höher lag als im Winter. Und bestimmt hat das warme, teilweise algenreiche Wasser zu dieser besonderen Überraschung geführt: Als wir nach dem Besuch der Kathedrale schon auf dem Rückweg waren, wurden wir plötzlich von einem Manta „beschattet“. Als ich mich nach meinem Tauchpartner umdrehte sah ich nur noch große, schwarze Flügel über mir. Wir beobachteten andächtig wie das große Tier eine Weile über uns schwebte, seine Kreise drehte und dann gemächlich weiter zog. Wir vier Glücklichen tauchten aus und stapften mit einem Grinsen an Land das den Rest des Tages anhielt! Auch wenn Stephan eine mögliche Mantasichtung erwähnt hatte (Zitat: „Karin hat die Kamera dabei, dann kommt der Manta sowieso nicht“), hatte doch keiner von uns wirklich damit gerechnet !

2011 lanzarote3 2011 lanzarote2

Viele Grüße an Stephan, Karin, Alex und Melly,
bis zum nächsten Mal

Karin & Andreas

Palau 2010

 

1 Eine Reise bis fast ans Ende der Welt

Anreise: 30 Stunden.

Dem Angebot von Michael Wernerus zu einer Tauch-(Club)fahrt bis nach Mikronesien (Aushang Clubheim) konnten wir einfach nicht widerstehen. Also ging es am 18. Juni 2010 mit der Bahn los nach Frankfurt Airport. . Der ICE hatte natürlich Verspätung, dadurch wurde die Wartezeit bis zum Abflug um eine satte Stunde verkürzt. Es folgte ein 13stündiger Flug nach Taiwan; vom Flughafen Taipeh aus danach ein 3,5-stündiger Flug nach Palau.

Die Einreise-Kontrolleurin malte Buchstabe für Buchstabe unsere Angaben auf dem Einreiseantrag nach und tippte alles mit 1-Fingersystem in den Computer. Nach "nur" 40 min war auch diese Hürde genommen.

Inzwischen war es schon dunkel geworden und draußen wartete auch das Transfer-Taxi zum Hotel. Nach 30 Stunden waren wir im Westplaza-Hotel angekommen.

2010 Palau 01

Palau ist ein Atoll aus ca. 300 Inseln im Pazifischen Ozean

Das Hotel war gleich neben dem Liegeplatz des "Tropic Dancer", unserem Tauchschiff für die kommende Woche.

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 Zwischenstopp in Taipeh  Unser Tauchkatamaran "Topic Dancer"

Am nächsten morgen besichtigten wir schon mal das Tauchschiff von außen, die Besatzung winkte uns fröhlich zu. Da einchecken für nachmittags vorgesehen war, nahmen wir uns Zeit für einen "Stadtbummel" und Einkäufe in Koror, der Hauptstadt von Palau. Wieder zurück zu Hotel, versorgte Wolfgang gerade das Hotelpersonal mit einer am Straßenrand gefundenen Kokosnuss, da kam auch schon das Taxi zum Schiff.

Erforschung des Pazifiks mit James Cook

Unsere Taschen wurden direkt in die Kabine getragen, das Tauchgepäck zum Tauchdeck. Der Kapitän und die Crew hießen uns mit einem Drink willkommen und stellten sich vor. Da der Captain sich mit James vorstellte, fragte ich, ob sein Familienname vielleicht Cook sei. Darauf antwortet er lachend: "Ja, ich heiße Captain James Cooke, ich schwöre es!!!"
Nach dem Auslaufen, dem Verstauen aller Sachen und einem leckeren Abendessen gab es das Captains-Briefing, ein allgemeines Tauchbriefing und ein Chefkoch-Briefing.
Der Captain erklärte mit einer Powerpoint-Präsentation das Schiff, die allgemeinen Verhaltensregeln und die Technik. Erster Offizier Marnie erläuterte die Tauchabläufe und die Tauchgebiete. Der Smutje Marc teilte die Essenszeiten mit (5mal täglich, also zu jedem Tauchgang), den Speiseplan und fragte Lebensmittelallergien o.ä. ab. Da es inzwischen spät geworden war, zogen wir uns danach in die Kabinen zurück.
Das Wrack IRODer Topic Dancer verfügt über 8 Kabinen (mit 3 Betten). Boden und Wände der Schlafräume sind mit Teppich ausgelegt. Jede Kabine hat ein eigenes Bad und Klimaanlage. Da wir nur 7 Gäste an Bord waren, konnte Wolfgang eine Kabine ganz allein belegen. Zum Service gehören auch Kabinenhandtücher, Bademäntel und Kaffee zum Wecken ans Bett.

 

Japanische Kriegs-Wracks

Am nächsten Morgen ging es nach dem ersten ‚leichten' Frühstück zum Tauchen. Ziel war das Helmet-Wrack, ein japanischer Transporter, ca. 60 m lang in 33 m Tiefe. Ein sehr schön bewachsenes Wrack aus dem 2. Weltkrieg mit noch vorhandenen Ausrüstungsgegenständen wie Helme und andere Ladung.

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Der 2.Tauchgang fand nach dem "Hot Breakfast" statt. Hier ging es zum Wrack IRO, ein jap. 14.000t Flottentanker, 140 m lang in 36m Tiefe. Auch dieses Wrack ist ein schön bewachsenes künstliches Riff mit Kanonen auf den Decks.
Nach dem Tauchen war Zeit für ein gutes Mittagessen und eine kurze Pause zum dösen in den Hängematten auf dem Sonnendeck. Der Nachmittag dann gehörte dem Ngedebus-Riff mit vielen Korallen, Rifffischen, Haien, Schildkröten und schönen Schnecken.

Nach den Tauchgängen servierte uns Zimmermädchen Lolita Kuchen, Kekse oder Obst direkt am Tauchboot. Im Anschluss an den Nachttauchgang wurden beim Aussteigen heiße Schokolade und Tauchhandtücher gereicht.

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Haie und Schildkröten auf Tuchfühlung Anemonen so groß wie Kürbisse

Nach jedem Tauchgang konnte auf dem Tauchdeck heiß geduscht und die Anzüge gewässert und aufgehängt werden, sowie auf den Kamera-Tischen die UW-Gehäuse geöffnet werden. Vorher wurden auf dem weichen Tisch-Kunststoffbelag mit Druckluftpistolen die Gehäuse getrocknet. Wer wollte, konnte dann am Apple-PC im Aufenthaltsraum die gemachten Bilder sichten, bearbeiten oder Sicherungskopien erstellen.

Da am nächsten Tag Strömungstauchgänge an verschiedenen Riffen vorgesehen waren, gab es vorher noch ein Briefing zum richtigen Umgang mit Riffhaken und Strömung.

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Futter für die Haie am Riffhaken

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Speedboot fahren zum nächsten Tauchgang

 Fünf Stunden unter Wasser ohne Deko

Der Tagesablauf war in den folgenden Tagen immer ähnlich:
Wecken um 5:30h mit einer Tasse Kaffee ans Bett, 6h leichtes Frühstück, 6:45h Umziehen, Briefing und Einsteigen in das Tauchboot. Tauchflaschen, Jackes, Blei, Flossen, Kameras waren bereits an Bord gebracht worden, oder verblieben direkt dort. Nur für Anzug, Maske und Computer war man selbst verantwortlich.

Nach dem Einsteigen wurde das Tauchboot mit einem Lift zu Wasser gelassen. Die 400 PS starken Motoren brachten uns in wenigen Minuten zum Tauchplatz. Flaschen samt Jackets waren in Stahlhalterungen sicher befestigt, so dass man während der Fahrt Jacket und Flossen anziehen konnte. Am Ziel stand man nur auf und ließ sich über Bord fallen. Kameras wurden von den Guides oder Bootsführern nachgereicht.

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Am Blue Hole

Wenn die Haie am Tauchboot warten, will nicht unbedingt jeder als erster ins Wasser

Majestätisch schweben die "Grauen" über unseren Köpfen


Die Tauchgänge führten entlang an 40m- bis 80m-Steilwänden, Blue-Holes und durch kleine und riesige UW-Höhlen. Anschließend folgten Aufenthalte in Strömungen bei Putzerstationen, wo Haie, Mantas, Baracudas, Schildkröten und andere Rifffische z.T. in Armlängenentfernung beobachtet werden konnten.
Bei 5 Tauchgängen am Tag war man etwa 6 Stunden im Wasser, da fast jeder Tauchgang über 1 Std. dauerte. Da waren die Essens- und Ausruhphasen zwischen den Tauchgängen dringend erforderlich.
Darum gab es mittags nur ein leichtes Lunch, nachmittags Kaffe und Kuchen und nach dem letzten Tagestauchgang ein großes Dinner. Das Desert konnte man auch nach dem Nachttauchgang einnehmen.
Weil für die Brevet-Inhaber "Nitrox for free" angeboten wurde, kam es trotz der vielen Tauchgänge fast nie zu Deko-Stops. Nur die Presslufttaucher mussten etliche Minuten an der Ankerleine verbringen.

2010 Palau 13 2010 Palau 14 Quallen und Höhlen

Die schönsten Tauchgebiete waren sicher Blue Hole, Siaes Tunnel und Ulong Channel mit anschließender rasanter Strömungsdrift bis zum Ende des Riffs.
Höhepunkte am Ende der Woche waren dann das Schnorcheln im Jellyfish-Lake, ein Salzwassersee mit Millionen von Quallen ohne Nesseln und der Höhlentauchgang in den Chandelier Caves.
 Schnorcheln mit Jelly Fishes
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Die Höhlen Chandelier Caves haben phantastische Stalaktiten und Stalagmiten Es gibt dort auch Blasen zum auftauchen Captain James Cooke gratulierte Udo Pinkert mit Urkunde und einem Kuchen zum 500. Tauchgang

Wenn man abends auf dem Sonnendeck hinter dem Saumriff zwischen den 300 Inseln des Atolls die Sonne untergehen sah, wurde einem sofort klar, dass die Erde wohl eine Scheibe ist und hinter dem Saumriff die Welt fast zu Ende sein muss.

Udo

 


2 Am Ende der Welt

Standortwechsel
Es war klar, dass die Woche auf dem Tauch-Katamaran viel zu schnell zu Ende gehen würde. Darum hatten wir vorsichtshalber noch eine Woche Erholung auf Peleliu dazu genommen. Vom Liegeplatz der Tropic Dancer aus dauerte die Überfahrt mit dem 450-PS-Speedboot trotzdem noch 1 Stunde.

Abgeschnitten von der Welt
Peleliu ist eine von 600 Menschen bewohnte kleine Insel am äußersten Süden des Palau-Atolls. Das Hotel Dolphin Bay Resort liegt etwa 3km vom Anleger entfernt am Strand und hat 7 Bungalows. Die ganze Anlage ist sehr gepflegt, aber da zur Zeit keine Saison war, waren wir bei der Ankunft die einzigen Gäste. Es war daher sehr, sehr ruhig. Kein Boots- oder Autogeräusch, kein Fernsehen, kein Handyempfang, kein Internet, keine Musik- oder Partygeräusche. Es wurde uns bewusst, dass genau hier die Welt zu Ende sein musste.

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Die beiden Überlebensexperten Udo und

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Wolfgang sorgen für frisches Wasser

Die Insel war im 2. Weltkrieg schwer umkämpft zwischen Japanern und Amerikanern. Um was die eigentlich gekämpft haben wurde uns nie richtig klar. Aber so einige Relikte aus der Zeit waren noch vorhanden: Bunker, verrostete Panzer, Mahnmale, Friedhöfe, und gesperrte (verminte) Gebiete. 

Auf einer 4-stündigen Fahrradtour durch 36°C schwüle Luft unter einer senkrechten, schattenlosen Äquatorsonne konnten wir diese Hinterlassenschaften ansehen. Da wir allerdings etwas wenig Wasser mitgenommen hatten, und es keine Geschäfte gab, öffneten Wolfgang und Udo Kokosnüsse, die überall herumlagen. Auf diese Weise (und Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50+) konnten wir den Survival-Trip überleben. Das war auch besser so, weil ich nicht glaube, dass uns jemand in dem Dschungel wieder gefunden hätte.

 

Durch das Riff gesprengt
Man kann also auf der Insel richtig entspannen und sich ausruhen. Man kann aber auch tauchen gehen. Der Hotel-Inhaber ist Tauchlehrer und organisiert Tauchausfahrten. Peleliu hat wunderbare Tauchgebiete wie Peleliu West Wall und den German Channel. Letzter ist von den Deutschen vor ca. 100 Jahren als 1 km langer Kanal durch das Saumriff gebrochen oder gesprengt worden. Die deutschen Schiffe mussten dadurch keinen Umweg mehr fahren, aber heute würde man sagen, eine ökologische Katastrophe.
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Die Tischkorallen im German Channel haben z.T. Durchmesser von über 3 Meter

Die Farbenpracht unter Wasser ist einmalig

Gott sei Dank hat sich das Riff wieder erholt und ist nun eins der schönsten dieser Erde. Der Coral Garden am German Chanel hat sicher die größten Korallen, die man betauchen kann. Durch den intensiven Wasseraustausch mit mehr oder weniger starker Strömung findet man natürlich auch Haie, Napoleons und Mantas dort.

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In der stärksten Strömung gleiten

Mantas und Haie über einen hinweg Ein paar Napoleons sind fast handzahm

2010 Palau 26Leider ist das Tauchen auf Peleliu nicht ganz billig, 1 Tauchgang kostet 45 $. Bei mehreren Tauchgängen wird's etwas günstiger.
Aber die Bevölkerung auf Peleliu ist sehr nett und winkt einem immer freundlich zu. Nach einer Woche Stressfreiheit hieß es dann Koffer packen und zurück ins kalte Deutschland. Groß war daher unsere Verwunderung, als bei der Ankunft in Frankfurt über 30°C herrschten. Das war sehr gut, da musste sich der Körper nicht besonders umstellen.

Man könnte ein ganzes Buch über Palau schreiben, aber besser ist, man war dort!


Elvi

1 Cocos Island - pura vida ! -

Shoppen bis die Erde wackelt

Dieses Jahr hatten wir uns das Naturschutzgebiet Isla del Coco (zugehörig zu Costa Rica) vorgenommen. Also ging es am 12. Mai 2011 mit der Bahn los nach Düsseldorf Airport. Von dort aus nach Madrid und dann nach kurzem Aufenthalt der Direktflug nach San Jose, der Hauptstadt von Costa Rica.
Die Einreise war problemlos, allerdings hätte man für die Zollformulare ein Mikroskop gebrauchen können, so klein war die Schrift.
Am Flughafen wartete auch das Transfer-Taxi zum Hotel. Nach 20 Stunden waren wir im Alta-Hotel angekommen. Am nächsten Morgen ließen wir uns mit einem Taxi zum Irazu-Vulkan fahren. Die Landschaft in 3000 m Höhe war beeindruckend. Der See im Krater ist reine Schwefelsäure (pH unter 1) und könnte Knochen zerfressen.

Gegen Mittag brachen wir nach San Jose City auf, um in der Fußgängerzone etwas zu shoppen. 

 2011 cocos01
Wir hatten uns gerade an 3 großen Kaffees mit 3 großen Stück Kuchen (für 1 € pro Person) gestärkt, als uns der Boden unter den Füßen schwankte. Der Irazu-Vulkan: Die Landschaft in 3000 m Höhe ist beeindruckend

2011 cocos03Mit anderen Passanten liefen wir in die Straßenmitte, um nicht von eventuellen Häuserteilen getroffen zu werden. Dann warteten wir, ob es noch zu Nachbeben kam. Zum Glück geschah nichts weiter und so setzten wir unseren Einkaufsbummel fort. Später erfuhren wir, dass das Beben eine Stärke von 6,3 auf der Richterskala hatte, aber zum Glück keine größeren Schäden angerichtet hatte.

Am späten Nachmittag brachte uns das Taxi zurück zum Hotel, wobei wir viele Verkehrsunfälle beobachten konnten; es war eben Freitag der 13. Der Taxifahrer erläuterte uns, was der ständig verwendetet Ausspruch ‚pura vida' bedeutete: nämlich Hallo, Tschüss, toll, cool, gute Reise, … eben universell einsetzbar.

Nach einem leckeren Abendessen im Hotel schickten wir eine E-Mail nach Hause, dass wir das Erdbeben überlebt hatten.

2011 cocos02

Während wir in Costa Rica waren, zeichnete unser Clubkamerad Michael mit einem Seismographen das Erdbeben in Münster auf. Zum Vergleich sind 40 Minuten vor und 40 Minuten nach dem Beben aufgezeichnet (jeweils ein Ausschnitt). Die Erdbebenwellen brauchten mehrere Minuten, um durch die Erde in Münster anzukommen.

 

Am nächsten Morgen war die Lobby des Hotels voll mit Tauchern. Es war unschwer zu erkennen, dass die alle auf das Schiff "Wind Dancer" wollten. Das Alta-Hotel ist offenbar so eine Art Absprungbasis für den Transfer zum Dancerfleet-Tauchschiff.
Gegen Mittag erreichte der Sammelbus und der Gepäcktransporter den Hafen von Punta Arena, dem Liegeplatz der Wind Dancer. Bei einem Begrüßungscocktail wurden die Quartiere zugeteilt und die Besatzung schaffte unser Gepäck in die Kabinen.


Stürmische Überfahrt

Bei Sonnenschein lief das Schiff aus, aber am Horizont zeichneten sich schon dunkle Wolken ab. Das Abendessen war noch gut zu genießen, danach kamen wir in einen Tropensturm. Die Wellen schlugen auf das Tauchdeck, das immerhin 2 m über dem Wasserspiegel lag. Mit Gewitterblitzen und starkem Regen ging es ca. 24 Stunden so weiter und 80% der Tauchgäste verbrachten die 40-stündige Anreise entweder in der Kabine oder an der Reling.
Am 16.05. morgens um 6 h waren wir endlich da: Die grüne Insel schälte sich aus der Dämmerung und der Regen hatte endlich aufgehört. Die beiden Beiboote (Pangas) wurden zu Wasser gelassen und um 8:30h begann der 1. Tauchgang am Punta Ulloa. Dieser als Checkdive deklarierte Tauchgang war eher unspektakulär, aber mit viel Kleinfisch und einigen Whitetips.

2011 cocos04 2011 cocos05
Panga One wird zu Wasser gelassen White Tips überall


Die nächsten Tauchgänge bei dem Felsen ‚Manuelita' zeigten schon mehr des überquellenden Unterwasserlebens in dem Nationalpark. Zum Abschluss des Tages zeigte ein Park Ranger Fotos von der Insel, gab Verhaltensregeln bekannt und bot eine Besichtigung im Laufe der Woche an. Im Anschluss gab es eine Info-Veranstaltung über ein U-Boot und die Möglichkeit zu einem 300m-Tauchgang für nur 1800 $. Aber es schien niemand Interesse an einem U-Boot-Tauchgang zu haben.


Von Haien umkreist und gebissen

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Majestätisch schweben die "Grauen" über unseren Köpfen

        

Am nächsten Morgen wurde die ‚Wind Dancer' umgesetzt nach Baya Wafer.
Von dort aus gab es schöne Tauchgänge bei Punta Maria und Dirty Rock:
Hier tauchten Elvi & ich am Ankerseil ab und landeten mitten in einer Gruppe von 5 Hammerhaien. Wir 7 waren völlig überrascht, denn eigentlich sollten die großen Grauen erst bei einer Putzerstation sein. Als die 5 sich von ihrer Überraschung erholten, trollten sie sich und suchten die Putzerstation hinter einem Felsen auf.

Zum Abschluss des Tages gab es einen Nachttauchgang bei Viking Rock. Hier jagten Hunderte von Riffhaien kleinere Fische, die sich zwischen den Felsen versteckten. Es war sicher clever, Finger und Flossen einzuziehen, da in dem Gewühl es schnell zu Verwechslungen kommen konnte. Bei Wolfgang versuchte ein Hai in die Lampe zu beißen, bei einer anderen Taucherin wurde die Flosse auf Konsistenz geprüft.

In den nächsten Tagen ging es zu verschiedenen schönen Tauchgebieten:
Alcyone - Am Ankerseil abgetaucht, schöne Muränen, Octopusse, Hammerhaie
und schlafende Riffhaie.
Manuelitas Garden - sehr schöne Korallen und viele bunte Riffbewohner
Dos Amigos Pequeña - schöner Tauchgang mit Hammerhaien, Galapagoshaien und Adlerrochen
Punta Maria - viele Haie, ganz nah. Da wird schon mal die Luft knapp!
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Giftstachel bewehrte Adlerrochen bei ‚Dos Amigos Pequeña’


Tauchen im Jurassic Park

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Der Wasserfall ‚Cascade Yglesia' kommt im Film Jurassic Park vor

Am 6. Tag fuhr das Schiff nach Süden, zur Baya Yglesias. Die Küstenlandschaft kommt in dem Film "Jurassic Park" vor. Wenn man die Felsen und den Regenwald so betrachtet, würde man sofort glauben, dass dort Dinosaurier wohnen.
Der erste Tauchgang führte zu Shark Fin. Dort gab es mehr Gezeitenströmung und Wellengang unter Wasser als erwartet, aber dafür sehr schöne Felsen mit Korallen und viel maritimes Leben. Wieder im Boot mussten der Guide und wir feststellen, dass wir eine Taucherin verloren hatten. Ihre Tauchpartnerin hatte den Tauchgang mit Ohrenschmerzen abgebrochen und war zurück auf das Boot gegangen. Die Amerikanerin hatte dann den Tauchgang alleine fortgesetzt.
Nun folgte eine dreistündige Suchaktion mit beiden Pangas und der Wind Dancer.
Endlich kann ein Funkspruch, dass die Taucherin durch ein anderes Boot ca. 5 bis 7 km entfernt wiedergefunden worden war. Sie lebte sogar noch.

 

Am Nachmittag erfolgte noch ein Tauchgang bei Manuelita Deep. Ein sehr schöner Tauchgang mit vielen Haien. Nach dem Auftauchen und warten auf das Schlauchboot, umkreiste uns ein Galapagoshai ganz nahe und hoffte wohl auf seine Chance zu einem Abendessen. Pech für den Hai, dass unser Panga nach 10 min kam und uns an Bord nahm.

 


Neurotoxine vom Nesseltier plus Walhai
Am nächsten morgen um 6:00h fuhren die Pangas auf Druck der Tauchgäste schon vor dem Frühstück zum 1. Tauchgang.
Beim zweiten Tauchgang bei Dity Rock Elvi tauchte Elvi mit Carlos, dem Guide etwas eher auf, beide verletzten sich stark an einem Nesseltier. Elvis Hand schwoll an, die Schmerzen gingen bis zur Schulter; Carlos bekam am Oberarm und auch etwas im Gesicht ab.
Nachmittags wurde die Cocos-Insel besichtigt. Die Rangerstation ist eher unspektakulär, das interessanteste war die Hängebrücke aus gefundenen Bojen und der Regenwald.

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Die Hängebrücke aus gestrandeten Bojen Rhincodon typus ist der größte Hai und der größte Fisch


Beim letzten Tauchgang bei Manuelita kam es zu einer überraschenden Begegnung mit einem Walhai. Ganz am Ende des Tauchgangs mit fast leeren Flaschen gelangen Borja, dem spanischen Piloten und Ruddy, dem franz. Tauchlehrer trotzdem noch einige Fotos.

Um 17:30 h brach die Wind Dancer auf zur Rückreise. 36 Stunden später legten wir in Punta Arenas an, wo unser Taxi zum Örtchen Jaco schon wartete.

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Die Crew gab uns noch einen Abschiedsgruß mit.

 


2 Costa Rica - pura vida ! -

Krokodile, ertrunkene Touristen, barfuß im Dschungel, Schlangen am Flughafen

Der 5000-Seelen-Ort Jaco an der Pazifikküste Costa Ricas ist ein bekanntes Surfer-Paradies. Auf der Hinfahrt überquert man Flüsse, in denen sich Krokodile räkeln (Foto). Der Strand von Jaco ist wunderschön, aber das Baden ist nicht ungefährlich und hat schon so manchen das Leben gekostet. Aus unserem Hotel, das direkt am Meer liegt, sind allein vor ein paar Jahren schon 3 Gäste ertrunken. Jedenfalls wurden wir eindringlich gewarnt, nicht so weit heraus zu schwimmen, wegen der tückischen Strömung und starken Wellen. Natürlich haben wir das getestet und (mit Flossen) ganz schön gekämpft.

Nach einem langen Strandspaziergang und einem Super-Abendessen beschlossen wir für den nächsten Morgen einen Ausflug in den Nationalpark Manuel Antonio. Reisevermittler am Strand hatten die Tour zu dem Park für 80 $ pro Person angeboten. Aber der Hotelbar-Mixer hatte uns erklärt, wie man auch mit dem öffentlichen Bus hinkommt.

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Krokodile wohin das Auge sieht
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Am nächsten Morgen hatte das Hotel für uns ein Lunchpaket bereitet, denn wir mussten schon um 6 h an der Bushaltestelle sein. Die 80 km zu unserem Ziel kosteten mit dem öffentlichen Bus ca. 2 € (p.P.) und dauerten etwa 2,5 Stunden.
Es war interessant, Land und Leute zu sehen.
Der Nationalpark war wirklich sehenswert, wir haben auch ohne gemieteten Guide viel gesehen. Der Dschungel grenzt an den Strand, so konnten wir auch ein Bad bei 28° Wassertemperatur nehmen, es erfrischt trotzdem.
Der Nationalpark Manuel Antonio zieht sich am Meer entlang
Für die Rückreise kauften wir rechtzeitig reservierte Busplätze (auch für 2 €), damit wir die Rückfahrt nicht im Stehen verbringen mussten. Bis zur Abfahrt gingen wir in Quepos noch etwas shoppen und nahmen ein paar Drinks in einer Bar. Problemlos, aber erschöpft erreichten wir abends wieder unser Hotel.
Den letzten vollen Tag vor unserer Abreise gönnten Elvi und ich uns einen chill-Tag am Hotelpool. Wolfgang dagegen hatte noch nicht genug vom Dschungel und brach auf zum Carara-Nationalpark. Weil es dort in Strömen regnete, rannte er barfuß durch den Regenwald. So hatte er wenigstens noch trockene Schuhe für den Rückweg. Mit einem leckeren Wunsch-Essen im Hotel (der Wirt hatte uns gefragt, was wir essen wollten und hat es dann auf dem Markt besorgt) brach der letzte Abend an und wurde an der Hotelbar beendet.
2011 cocos14
Der Strand von Jaco ist ein Surfer-Paradies


Am letzten Tag hieß es Koffer packen und Aufbruch mit dem Taxi zum Flughafen. Am Check-in-Schalter stellte die junge Dame fest, dass einer unserer 4 Koffer Übergewicht hatte. Also packten wir unsere 4 Koffer aus und verteilten das Gewicht so, dass alle Gepäckstücke das gleiche Gewicht hatten. Gut, dass es am Flughafen eine Waage gibt! Nach nur einer ¾ Stunde gab die Schalterdame ihren Widerstand auf und wir waren eingecheckt. Die Schlange an Menschen hinter uns war ebenfalls genervt.
Beim Einsteigen in die Maschine trafen wir die Franzosen wieder, die mit uns auf der Wind Dancer gewesen waren. Da gab es doch dann erstmal einiges zu erzählen.
Der Rückflug verlief ruhig, wenn auch mit gut 2 Stunden Verspätung.

Elvi & Udo

Tauchen im 't Hilgelomeer

201208 Hilgelomeer 1
 

An einem Sonntag Mitte August 2012 entschlossen wir (Axel, Elvi & ich) uns eine Tauchtour zum 't Hilgelomeer zu unternehmen. Axel hatte sich über die Lage des versteckt in den Niederlanden liegenden Sees schlau gemacht, so dass wir in knapp 1 Stunde vor Ort waren.

Erst mal ein paar Daten zu dem Gewässer, die man auch auf www.duiknetwerk.nl nachlesen kann:

 
Land: Niederlande
Provinz: Overijssel
Ort: Winterswijk
Straße: Meddoseweg
GPS NB: 51,9956
GPS OL:  6,72183
Tiefe: 13 Meter
Länge: 1,1 km
Breite: 0,3 km
Parken: Auf dem Campingplatz, ca. 10m vom Ufer entfernt (1,25 € pro Person)
Tauchen: erlaubt
201208 Hilgelomeer 2

Es empfiehlt sich auf dem Campingplatz zu parken, weil dort Toiletten und Waschgelegenheiten sind und der Empfang sehr freundlich ablief. Der Einstieg ist ein bisschen schwierig. Wer voll angezogen einsteigen will, sollte ein Seil befestigen. Die Alternative ist, Blei, Flossen und Jacket im Wasser anzulegen.

Die Wassertemperatur lag bei 18 bis 20°C, daher war die Sicht auch nicht besonders gut. Am besten war sie noch bei ca. 6m Tiefe, dort war auch die Sprungschicht. Wenn man in Richtung Norden taucht, kommen kleine Abbruchkanten an den es dann leicht geneigt auf 10 bis 13m Tiefe abfällt.

In Richtung Südost getaucht liegen ein paar Mulden bis 9m Tiefe. Der südliche Uferbereich ist mit Schilf und Bäumen bewachsen. Zwischen den Wurzeln und Gräsern tummeln sich Schwärme von Kleinfisch, vermutlich Barsche. Jäger wie Hechte oder Zander haben wir leider nicht angetroffen, aber es war auch sehr sonnig an dem Tag. Bei einem Nachttauchgang könnte es vielleicht anders aussehen. Zu erwarten ist auch, dass bei kälteren Wassertemperaturen die Sicht deutlich besser ist. Zu empfehlen ist auch, früh morgen dort zu tauchen, weil dann die Sonne günstiger auf den Uferbewuchs scheint.

 

Udo

201208 Hilgelomeer 3
201208 Hilgelomeer 4 201208 Hilgelomeer 5

 

 

 

 

 

Hemmoor 2008

 

I.  Automatenvereisung und Saiblinge

Wenn man mit TCM-Clubmitgliedern über Hemmoor spricht, gibt es immer zwei Parteien: die einen erzählen von Automatenvereisung, Notaufstiegen, Toten am Rüttler, Panikattacken bei 40 Meter, usw.

2008 Hemmoor 1

Die Anderen berichten vom schönsten Tauchgewässer Deutschlands, von Traumsichten, wunderschönen Tauchgänge im Wald, Riesensaiblingen, usw. Wie soll man das einordnen, wenn man noch nicht dort gewesen ist? Also das Beste ist, man lässt sich überreden, ein paar Tauchgänge im Kreidesee zu machen.

Um in Ruhe Tauchen zu können, fuhren wir Ende Juni  mittwochmorgens los und kamen erstaunlich gut nach 275 km dreieinhalb Stunden später am See an. Bei der Anmeldung waren wir Nr. 5 und 6 an diesem Tag.

Nach einer Tasse Tee und einem Stück Marmorkuchen ging es beim Einstieg 1 die Straße hinunter. Sofort waren um uns herum große Saiblinge, fast handzahm in Armlängen-Entfernung.

II.  Segelboot

Bei 12 m Tiefe hatten wir eigentlich einen weißen VW Polo erwartet; das Auto war wohl für einen Fernsehfilm dort damals versenkt worden, stattdessen fanden wir ein Segelboot vor. Ich fand es sehr hübsch, besser als ein kaputtes Auto. Nach einer Pause tauchten wir in Richtung Einstieg 1a. Die Steilwand entlang mit einem schönen Ausblick nach unten, wo es 30m tief ist. Dann wieder über die Kante zu den Förderbändern. Toller Anblick, diese alten Gerätschaften.

Als dritten Tauchgang nahmen wir uns Einstieg 5 vor. Auf dem Parkplatz waren wir die einzigen, daher transportierten wir Blei und Flaschen zu dem am Ufer aufgebauten Tisch und zogen uns dann in aller Ruhe am Auto um. Da es zum Einstieg doch ein kleiner Fußmarsch ist, waren wir auf diese Weise (wegen der starken Sonne) nicht so durchgeschwitzt. Der Einstieg verfügt jetzt über eine komfortable Edelstahltreppe.

2008 Hemmoor 2
2008 Hemmoor 3

In der Nähe der Fischzuchtstation tummelten sich ein paar Fische, und die versunkenen Bäume vor der Steilwand waren auch recht interessant. Die Steilwand selbst erschien leider etwas unspektakulär, da sich just beim Tauchen eine dicke Wolke vor die Sonne schob. Dadurch blieb das erhoffte Licht- und Schattenspiel an der Steilwand aus und der Abgrund sah eigentlich nur düster aus.

 

III.  EM-Spiel Deutschland – Türkei

Aber für den ersten Tag waren es schon wunderbare Tauchgänge. Wir fuhren also zum Hotel, hingen unsere Tauchsachen zum Trocknen auf und wollten im Restaurant Schützenpark ein Fischerfrühstück einnehmen. Aber leider war es geschlossen, es sah ein bisschen aus, wie für immer. Also wurde umgeplant und bei Ohl’s eingekehrt. Die alte Hemmoorer Kneipe hat hinten einen großen Saal, der mit Großbildleinwand zum ‚Public View’ umgebaut war. Es wurde das EM-Spiel Deutschland – Türkei gezeigt.

Der Raum war brechend voll. Auf die Frage, ob man wohl noch eine Hemmoorer Fuhrmanns-Pfanne bekommen könnte, kam nach einem erstaunten Blick ein freundliches „Will sehen, was sich machen lässt!“ (Es war 25 min vor dem Anpfiff). Zehn Minuten vor dem Spielbeginn war das Essen auf dem Tisch und ein Fernseher in der Nähe unseres Tisches wurde eingeschaltet, so dass wir bequem beim Essen alles verfolgen konnten.

Die Fuhrmanns-Pfanne war exzellent, auch die erste Halbzeit konnte einem nicht den Appetit verderben. Wie die letzten 8 Minuten des Spiels ausgingen, weiß jeder selbst.

IV.  Frühstück bei Fritsche

Zweiter Tag: Nach einem legendären Frühstück bei Fritsche, das bei richtiger Anwendung 6 Stunden satt macht, fuhren wir wieder zum Tauchen. Wir beschlossen, durch den Wald zwischen Einstieg 1 und 2 zu tauchen. Bei herrlichem Sonnenschein waren um uns herum Saiblinge, große Barsche und Schwärme von Kleinfisch. Über uns, an der Oberfläche Enten.

 

V Zwei-Meter-Fisch

 

Danach folgte ein kleiner Ausflug zum Einstieg 1a wo uns ein 2 Meter-Fisch in die Quere kam. Dieser kurvte zwischen uns und dem Förderband umher und musste dann wieder zu Luftholen an die Oberfläche. Irgendwie hatte man ein ‚Deja Vue’, als hätte man die Augen hinter der Maske schon mal gesehen, aber man kam nicht darauf. Es klärte sich aber später auf.

Zum Abschluss des zweiten Tauchtages nahmen wir uns einen einstündigen Tauchgang von Einstieg 4 bis zum Einstieg 1 vor.

Im Wald

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 Bei wunderschönem Sonnenschein kamen wir doch etwas ins Schwitzen, weil es ein kleiner Fußmarsch vom Auto bis zum Wasser bei E4 ist. Aber auch hier war wieder ein Tisch installiert, der das ‚aufrödeln’ erleichterte.

VI  Der LKW

Beim Einstieg 3 tauchten wir zum ‚Rüttler’ ab. Es ist ein großes Bauwerk mit Brücke und Betontrichter (Schütte). Auf der Brücke ist nun ein LKW ‚geparkt’.

 

Nach einer Stunde beim Einstieg 1 angekommen, begegneten uns Polizeitaucher aus Bremen. Bei dem Equipment konnte man nur neidisch sein: Trockentauchanzüge vom Feinsten, Ganzgesichtsmasken, Begleitboot, und ein Tauch-Bus, der möglichst dicht an den Einstieg fährt, damit man nicht so weit laufen muss. Dazu ein Helfer, der dem Taucher beim An- und Ausziehen hilft. Udo fragte spöttisch, ob so ein Tauchevent während der Arbeitszeit als ‚Geldwerter Vorteil’ bei der Steuererklärung gilt.

Wir packten unsere Sachen selber in den PKW und gedachten nach einer obligatorischen Tasse Tee mit Marmorkuchen nach Münster aufzubrechen, da liefen uns zwei TCM’ler über den Weg:

2008 Hemmoor 7 2008 Hemmoor 8

Damit wurde klar, wer der 2-Meter-Fisch gewesen ist.

 

VII Apnoe-Happening 2008

Thomas & Kristina waren da zur Vorbereitung des Apnoe-Happenings 2008.

Das findet alle 2 Jahre in Hemmoor statt und wird organisiert durch den VDST und den Apnoe-Wettkampfverband AIDA Deutschland. Meistens nehmen 150 bis 200 Sportler teil. Thomas koordinierte den Aufbau des "Unterwasserparcours". Kristina half mit DTG beim Testen des Parcours und machte Fotos. Die Bilder vom Event sind unter www.apnoehappening.de zu sehen.

Na super, wir ließen die Apnoe-er happenen und machten uns auf den Heimweg.

Also ich muss unbedingt wieder nach Hemmoor zum Tauchen.

 

Elvi

 

   
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