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Heidesee bei Holdorf (Niedersachsen)

2012 Heidesee Holdorf 2

Keineswegs überlastet fühlte sich unser TvD (Taucher vom Dienst) Ralf, als 6 Personen ihm am Clubabend erklärten, dass sie gern Tauchen möchten. Schnell war man sich einig, der Heidesee soll es sein, denn dort war noch keiner der 7 Taucher gewesen.

Also wurde sich am Samstag morgen an der Eishalle getroffen, die Autos umgeladen und los ging es in Richtung Osnabrück. Bei Abfahrt Holdorf führte uns das Navi zum See. Das Wetter war regnerisch trübe und es waren keine Badegäste dort, nur ein paar Taucher, unter anderem auch Bastian und Kort. Das war ja schon fast eine kleine Clubfahrt mit 9 Teilnehmern.

Der TvD im Bundeswehr-Kommando-Ton: "Fertig machen zum Tauchen !!!"

 

Die Anmeldung ging unkompliziert, das Geld wanderte in einen dort ausliegenden Briefumschlag und wurde einfach in den Briefkasten eingeworfen.

Das Wetter klärte sich auf und so ging es gleich ins Wasser. Die Sicht war nicht berauschend gut, aber so einige Sachen wie Plattform, Schiffs- und Autowrack (Pickup) wurden gefunden. Ein zweiter Tauchgang diente zur Erkundung des Sees, zum Orientierungstauchen und zum Üben von 'Boje setzen'.

Alex und Udo machten noch einen dritten Tauchgang zum fotografieren im hinteren Teil des Sees.

Alles in allem ist der Heidesee eine gute Alternative zum Speichersee Lingen, besonders wegen der guten Erreichbarkeit von Münster aus.

2012 Heidesee Holdorf 3

 Jetzt aber Flossen an, aber zügig !!

2012 Heidesee Holdorf 5 2012 Heidesee Holdorf 6
Und ab zur Plattform!

Besonders wo Bäume unter Wasser liegen, sieht

es interessant aus

2012 Heidesee Holdorf 4

2012 Heidesee Holdorf 7

Zwischendurch muss Flaschenwechsel sein

Schon geht's ab zum nächsten Tauchgang

2012 Heidesee Holdorf 1

 

Die Jungbarsche sind teuflisch flink und kaum

zu fotografieren

2012 Heidesee Holdorf 8

Dafür bekommen unsere neuen "Silberlinge"

das Boje-setzen gut hin!

 

Elvi    Juli 2012

 

Speichersee Geeste bei Lingen Mai/Juni 2010

20100424 Lingen 1

Als Taucher vom Dienst (TvD) Ende April in Anspruch genommen, fuhren wir zum Speichersee Geeste bei Lingen. Dort angekommen, war der Strand schön leer (Foto 1) und nach dem Tauchgang wussten wir auch warum. Die Sicht betrug bestenfalls 0,5 m. Auf einen zweiten Tauchgang verzichteten wir verständlicherweise.

Jetzt Anfang Juni wieder das gleiche Bild (über Wasser), der Parkplatz war leer (Foto 2).

Aber unter Wasser war die Sicht bis zur Plattform etwa bei drei bis vier Meter, hinter der Plattform (ab 9 m Tiefe) bei vier bis sechs Meter.

20100605 Lingen 2
20100605 Lingen 3

Schön war, dass bei der Plattform treu der große Zander auf uns wartete, bis wir ein Foto (3) gemacht hatten.

 

Der zweite Tauchgang zum Badezimmer war eher enttäuschend. Alles ziemlich zerstört und verstreut.  Man kann  diesen Vandalismus überhaupt nicht verstehen.

Trotzdem, alles in allem, ein schöner, sonniger Tag.

 

Udo

Ein "kleiner" Ausflug nach Hemmoor 2001

Hemmoor2001 1
 
Angedacht war eigentlich nur ein kleiner Trip nach Hemmoor, aber auf einen Schlag war fast der ganze TCM vor Ort.
Naja, zwar nicht der ganze Club, aber ca. 25 Leute kommen bei der deutschen Bahn schon nicht mehr als Kleingruppe durch. 
Zwei Wohnungen wurden angemietet und der Rest der Belegschaft hat es sich auf dem Campingplatz des Kreidesees gemütlich gemacht. Sandra und ich (Frank), die erst am frühen Samstag morgen losgefahren sind, konnten den Wetterbericht im Radio nicht mehr hören. Während wir nur graue Wolken sahen und ständig von zum Teil heftigen Regenschauern bedacht wurden, säuselte uns die Stimme des Wetterberichtskommentators von Radio FFN immer wieder "31 Grad und Super-Sonnenschein" ins Ohr. Die sollen doch mal aus dem Fenster gucken. Und über die Stauwarnungen wollen wir erst gar nicht sprechen. Hemmoor2001 2
Hemmoor2001 3 Hemmoor2001 4 Aber gut, etwa ab Mittag wurde es dann wirklich Super-Wetter und 1 bis 2 Stunden später stöhnten wir schon wieder, dass uns der Lorenz so auf den Pelz brennt.

Ab da wurde es dann wirklich ein sehr schönes Wochenende.

 

Hemmoor2001 5                Frank Berlemann


Und wieder mal Hemmor 2003

hemmoor2003 1

Diesmal nur ein langes Wochenende sagten sich Kristina, Thomas, Markus, Rolf, Roland, Ute und ich. Und damit es keine lästige Fahrerei gibt, mieten wir eines von den Häusern direkt am Kreidesee.

Gute Idee, wie alle nach der Besichtigung des Hauses feststellten. Denn: es war alles da - Sauna, Terrasse, Schuppen für die Tauchsachen, ordentliche Küche, großes Wohnzimmer. Und: das Wetter spielte auch einigermaßen mit, trotzdem es November war (und die Vorhersagen ziemlich mies waren)

Frühstück
Zur Sicht kann man nur sagen - gigantisch !!!!!!!!!!!!!
Der Rüttler war zur Gänze zu übersehen, es war als wäre kein Wasser da. In 40 m Tiefe konnte man auch ohne Lampenlicht sehen.
Die üblichen großen Saiblinge waren am Bauch stark rot gefärbt und wenig scheu.
hemmoor2003 2
Abtauchen
hemmoor2003 3 hemmoor2003 4 iel Spaß hatten wir (siehe Fotos).
Während z.B. Kristina mit ihren drei Nummern zu großem Trocki kämpfte holten Thomas und ich uns kalte Zehen beim Apnoetauchen.

Udo
Udo Kristina

Tauchen im Blausteinsee

Ein kurzer Erlebnisbericht von Peter über den Tauchtrip des TCM

Die Teilnehmer
Und mit dabei waren: Karin, Reiner, Brigitte, Markus, Andrea, Claudia, Sebastian, Frank, Sven, Wolfgang, Marion, Ulrike, Nina, Lutz, Mareille und Peter

2006 Blaustein1 Früh ging es los am Sonntag, 20.08.06, Treffen und Abfahrt 07:30 Uhr, Weseler Straße, Pendlerparkplatz. Das Wetter war durchwachsen, doch zunächst trocken. Aber hinter Köln fing es dann an wie aus Kübeln zu regnen. So kamen wir im strömenden Regen an und hatten unseren "ersten nassen Eindruck" vom Blausteinsee.

Der Blausteinsee
Der Blausteinsee ist ein ehemaliges Braunkohlelabbaugebiet zwischen Köln und Aachen in der Nähe der A 1, an der Abfahrt Weisweiler gelegen. Hier wurde ein Wassersportfreizeitrevier für Jedermann geschaffen, für Segler, Surfer, Schwimmer und Taucher. Aber auch ein abgesperrtes Naturschutzgebiet wurde angelegt.
Die verschiedenen Bereiche sind aus Sicherheitsgründen von einander abgetrennt. Der Taucherbereich befindet sich an der Nordseite des Sees. Die betauchbare Wassertiefe beträgt bis zu 40 Meter. Die Sichtweiten liegen zwischen 2 und 10 Metern. Drei unterschiedlich tiefe Ausbildungsplattformen auf sechs, neun und zwanzig Meter Tiefe stehen zur Verfügung,

Daneben wurden einige interessante Gegenstände versenkt. Als Highlight sicherlich das voll aufgetakeltem Segelboot in 28 Meter Tiefe aufrecht stehend am Grund des Sees. Aber auch eine kleine Bank, ein geschmückter Tannenbaum und zwei Lkw-Führerhäuser gilt es zu entdecken. Zur Erleichterung sind einige Orientierungsseile am Grund gespannt.
2006 Blaustein2


Überschreitet man die Tiefelinie von 20 Metern so ist das Mitführen einer Boje Pflicht. Da es beim Auftauchen aus diesen Tiefen zu Begegnungen mit Surfern und Booten an der Oberfläche kommen kann, weil man sich dann außerhalb des abgesperrten Tauchbereiches befindet.

Vor Ort befindet sich die Tauchschule Tauchaixperte. Dort gibt es die Möglichkeit sich unter einem großen Blechdach umzuziehen. Vor jedem Tauchgang erfolgt eine Einweisung durch den Tauchwart. Daneben hält die DLRG an Wochenenden eine Station besetzt. Der Eintritt beträgt 7,50 Euro pro Taucher.

Ankunft
Im Regen angekommen war die Stimmung erst einmal ein wenig gedrückt. Aber wenn wir schon so weit angereist waren wollten wir auch ins Wasser. Außerdem waren einige richtig heiß auf ihre Prüfungstauchgänge und wollten sich nicht von so ein bisschen Regen aufhalten lassen. Nachdem Reiner die Planung und Einteilung der Tauchgruppen übernommen hatte, bekamen wir von dem Tauchwart der Basis noch ein ausführliches Briefing.

Danach ging es für die ersten Gruppen ins Wasser. Die Sicht war leider mit 2-3 Meter eher bescheiden. Die Temperatur unterhalb der 17 Meter Sprungschicht lagen bei 6-7 unangenehmen Grad. Oberhalb der Sprungschicht lag sie allerdings auch nicht wesentlich höher. Trocken- oder Halbtrockentaucher waren daher klar im Vorteil.


Das Tauchen
Zu sehen gab es, neben den erwähnten Gegenständen, nur eine eher spärliche Flora und Fauna. Als Highlight sind allerdings die zahlreichen und zum Teil sehr großen Flusskrebse zu nennen. Im Flachwasserbereich links vom Einstieg tummelten sie sich zu Hauff und begrüßten den Taucher mit aufgerichteten imposanten Scheren.

Trotzdem kann man sagen, dass sich das Tauchen im Blausteinsee mit Sicherheit lohnt, wenn auch die doch weite Anreise von über 200 km in Kauf genommen werden muss. Bei schönen Wetter hätte es sicherlich noch mehr Spaß gemacht, aber so war zum Glück weniger los. An sonnigen Wochenende sind auch schon mal hunderte von Tauchern im Wasser.

2006 Blaustein3 Ach ja und bevor ich es vergesse.

Sebastian Friedag und Frank Schellerhoff haben ihre letzten Prüfungstauchgänge gemacht und damit erfolgreich ihren Bronzekurs abgeschlossen.

Glückwunsch nochmals an dieser Stelle.

Neptun wird euch sicherlich noch persönlich begrüßen.


Peter Pleumann

Korsika 2002


Abenteuerreisen mit Dirk Biebert


Ende Oktober machten sich eine kleine Gruppe tauchbegeisterter Abenteurer auf den Weg ins Reich der Korsen. Alex, Udo und ich genossen die Annehmlichkeiten Dirks Landrovers und trafen irgendwo in Savona auf den Rest der Truppe: Ute, Markus, Wolfgang und Rolf hatten sich, verfahren! Wenigstens hatten sie die Tickets für die Fähre dabei, da sich aufmerksame Frauen noch daran erinnern konnten, welches Hemd Markus am Tage der Vorbesprechung getragen hatte. Das Eintreffen am Hafen wurde mit etwas Sekt gefeiert. An Bord wurden letzte Essensvorräte zum Frühstück verzehrt, dann kamen zügig die Doko Karten auf den Tisch!

Angekommen im Club Korsikaner bezogen wir unsere Bungalows und machten uns auf zur Tauchbasis, wo uns Peter, unser Dive Guide, ein paar Worte zu Wetter, Wochenplanung und Organisation sagte und vorschlug, noch einen kleinen Ausflug zum nahe gelegenem Diva Wrack zu machen. Den Abend verbrachten wir mit der feucht- fröhlichen Einweihung unserer gemeinsamen Terrasse im Garten, misstrauisch beäugt von skeptischen Blicken unserer Nachbarn, denen wir wohl einfach zu gut gelaunt waren.

2002 Corse1 Prunete Steuerhs Der erste TG war am Pruneté Wrack geplant. Dirk tauchte mit mir in den Maschinenraum und zeigte mir seinen „Altar“: Eine Messingtafel mit der Aufschrift „Dirk Bieberts 1500. TG“, daneben seine alte Badehose, die nur von einer einzelnen, tapferen Garnele verteidigt wurde! Zurück an der Basis vertieften wir die Bekanntschaft mit einer Gruppe Norddeutscher. Renate und ihre vier Männer luden uns zu einer Runde Faxe ein, was ihnen jede Menge Sympathiepunkte brachte und sie für weitere gemeinsame Unternehmungen qualifizierte.

 Dirk am Steuerhaus
Den Tag drauf war Schlauchboot fahren angesagt, meine eigentliche Bestimmung. Die Tauchgebiete Pyramide und Le Sucre waren auch ganz nett. Für den Abend hatten wir ein gemeinsames Grillen mit unseren südschwedischen Freunden angesetzt. Jede Menge Spaß und verbrauchte Fleisch- und Alkohol Vorräte waren das Ergebnis, nur wäre ich dankbar, den Begriff „Nudelsalat“ in meiner Anwesenheit nicht mehr zu erwähnen! Ohne hilfreiche Tipps von Restaurant- Köchin Gitti wäre das wohl nie was geworden..... 2002 Corse2 Prunete Udo
 Udo am Prunetewrack
2002 Corse3 Prunete Dirk Schon bald fuhren wir wieder zum Pruneté Wrack, schließlich hatte Dirk da noch was zu erledigen. Es war ein Tauchgang zum „Abhaken“: Muräne- großer Zacki in Tonne- Gabeldorsch bei den Tanks- großer Conger- und dann hinein in den Maschinenraum. Und da konnten wir uns das Grinsen nicht verkneifen: Hing doch da Dirk mit seinem Beleuchter vor seiner Messingtafel, um sie fachmännisch mit Zange und Kabelschellen neu zu fixieren!!! Der Anblick toppte jeden Zackenbarsch! Danach lief das Wrack nur noch unter „Dirks Werkbank“.
 Dirk montiert seine Gedenktafel
Die Südschweden hatten leider nur eine Woche gebucht. Wir unternahmen noch ein gemeinsames Wildschweinessen mit der Bande, was mal wieder in unserer Bude endete, die sich inzwischen als Geheimtipp zum „Absacker trinken“ überall bekannt gemacht hatte. Eine der letzten gemeinsamen Ausfahrten war die George-Cloony-Gedächtnisfahrt. Nie wieder hat das Wanga fahren so viel Spaß gemacht! Es war stürmisch, ziemlich stürmisch, wir hingen am Bug und jauchzten und quiekten vor Vergnügen und feuerten Peter noch an, in die höchsten Wellen zu steuern. Der Tauchgang war Nebensache! 2002 Corse4 Dirks Schild
1500. Tauchgang Dirk Biebert
2002 Corse5 Freeclimbing
 
Schichtwechsel. Die Südschweden waren weg, dafür kam Nachschub aus Münster. Dirk bezog einen neuen Bungalow mit seiner Familie. Tochter Kim übernahm die Gruppenanimation. Heinz, Claudia und Lotti wurden neue Nachbarn. Rolf musste bald feststellen, dass er sich nicht wirklich verbessert hatte: Er bekam keinen Kaffee mehr ans Bett und es gab Gerüchte über Unmengen von Sägespänen im neuen Reich von Lotti und Rolf! Wir dagegen hatten endlich Ordnung und Platz in unserer Bude! Dafür mussten wir einsehen, dass AC/DC Konzerte nachts gegen zwei nicht unbedingt Barbaras Vorstellung von Erholungsurlaub entsprachen! 
 Freeclimbing im Hochgebirge
Irgendwann war dann Alternativprogramm angesagt: Der Berg ruft! Und obwohl ich nach wie vor der Meinung bin, dass er gerufen hat: „Bleibt unten!", machten wir uns auf zu einer Klettertour zu höher gelegenen Bergseen. Mit Freeclimbing-Einlagen und Kneipkuren im eiskalten Bergseewasser machten wir uns fit für die nächsten Tauchgänge.
2002 Corse6 Bergsee
 Kneipkuren im Bergsee
2002 Corse7 B17Calvi Schöne Erlebnisse waren auch die Tour nach Calvi zum B17 Bomber oder die Fahrt nach Bonifatio zu den großen Zackis. 1,25 m, Udo hat einen ausgemessen, denn er hatte ein Maßband mit!! Am Tage unserer Abfahrt gab die Sonne noch mal alles. Dirk war wohl der Meinung, dass er uns das „Wrack der Besoffenen“ nicht vorenthalten konnte. Das war dann auch die perfekte Kulisse für ein letztes Foto Shooting mit Rolf. Was wäre auch eine Gruppenreise ohne Gruppenfoto?
 Bomber von Calvi
2002 Corse8 Zacki Meroville 2002 Corse9 Foto Wrack Besoffene
Zacki bei Meroville Gruppenfoto am Wrack der Besoffenen

Tja, und das war´s. Markus gelang es wieder im letzten Moment, die Tickets mitzunehmen, und trotz Panne und Stau schafften wir es zurück in die Heimat. Über die letzte Woche der Korsika- Überlebenden (Udo, Ute, Rolf und Familie Biebert) weiß ich anhand zahlreicher, sicher nett gemeinter SMS nur, dass das Wetter noch besser wurde. Ich sollte mich wohl beim Reiseleiter beschweren! In diesem Sinne!



Karin Sander

Am Limit

Wracktauchen in Hyère 2003

Hyere1 September/Oktober 2003 ging es nach Hyère. Wracktauchen bei Hansi Hähner in der Tauchbasis DivinGiens (www.divingiens.com) war angesagt.
Als Wrackfan hatten mich Namen wie "Le Grec", "Donator", "Togo" und "Rubis" mit geradezu magischer Anziehungskraft nach Hyère gelockt. Bei den ersten beiden Wracks handelt es sich um Frachter. Sie liegen in Nähe des Hafens von La Tour Fondue, wo Hansis Schiff die "Ar´Guevel" liegt.
Ar´Guevel

Hier ist auch der Heimathafen der "Odyssée" und "Britannic". Sie gehören zur französischen Tauchbasis "Espace Mer", mit der Hansi kooperiert. Für die Wracks der "Togo" und "Rubis" muss man zum KonTiki Beach bei St. Tropez ca. 60 km fahren. Die "Togo" ist ein Frachtschiff, die "Rubis ein französisches U-Boot aus dem 2. Weltkrieg.

  Donator        
Le Grec        
Rubis           
Togo            
Baujahr 1931 1912 1931 1882
Länge 78 m 54 m 66 m 76 m
Breite 11,9 m 8,6 m   10,4 m
Verdrängung  
1698 t 808 t 762 t 1640 t
gesunken 10.11.1945
03.12.1945 31.01.1958 12.05.1918
Tiefe min. 35 m 35 m 34 m 45 m
Tiefe max. 51 m 48 m 41 m 60 m
Bug 48 m 48 m 41 m 55 m
Deck 40 m 40 m 36 m 47 m
Schraube 51 m 46 m 41 m 60 m
Hyere2 "Donator": Sie wurde 1931 in Bergen, Norwegen erbaut. Zuletzt im Besitz der Fa. Schiaffino trug sie eigentlich den Namen "Prosper Schiaffino". Am 10.11.1945 auf dem Rückweg von Algerien nach Nizza mit einer Ladung Wein fuhr das Schiff auf eine Mine. Zu dieser Zeit waren noch nicht alle Minen entdeckt und geräumt worden. Ein englisches Marineflugzeug auf Erkundungsflug beobachtete zufällig das Unglück und alarmierte die Hilfskräfte, die noch 27 von 29 Leuten retten konnten.
Steuerrad der "Donator

Der Ab- und Aufstieg erfolgt normalerweise an einer Leine, die am Wrack befestigt ist. Die Schraube befindet sich auf ca. 51m Tiefe, der abgerissene Bug liegt auf ca. 48m. Im Bereich des fehlenden Bugteils am Rumpf kann man in das Innere des Schiffes sehen. Hier entdeckt man auch öfter Muränen und Zackenbarsche. Man beginnt den Tauchgang am besten am fehlenden Bugteil des Rumpfes oder Heck und zwar an der vor der Strömung geschützten Seite. Der Rumpf des Schiffes selbst ist mit Gorgonien übersäht. Das Deck befindet sich auf 40m. Man kann in dieser Tiefe gut die Aufbauten und das Steuerrad betauchen. Leider ist der Mast, das alte Wahrzeichen des Wracks, in der Zwischenzeit umgestürzt.

"Le Grec": Der zweite Frachter mit einer Länge von 54m wurde 1912 in England erbaut und trug eigentlich den Namen "Sagona". Das Boot lief am 03.12.1945, nur 3 Wochen nach der "Donator" auf eine Seemine und versank innerhalb von Minuten. Die beiden Schiffe stehen nur wenige hundert Meter entfernt aufrecht auf dem Sandgrund. Trotzdem kann man sie aufgrund der Tiefe und oft starker Strömung nicht beide in einem Tauchgang betauchen. Hyere3
Le Greg

Das versunkene Schiff geriet in der Nachkriegszeit schnell in Vergessenheit. Da man bei den ersten Tauchgängen im Wrack Papiere in griechischer Sprache fand, erhielt das Schiff in Taucherkreisen den Namen "Le Grec" (Der Grieche).

Hyere4 Schraube+Ruder der "Le Greg"Der Ab- und Aufstieg erfolgt wie an der "Donator" an einer Leine. Man beginnt den Tauchgang am besten vorne am Rumpf oder am Heck an der vor der Strömung geschützten Seite. Beginnt man vorne am fehlenden Bug, erscheint nach einer Strecke von 40m das Heck mit der großen Schraube (lohnenswert!) des Frachters. Beide Seiten des Rumpfes sind dicht mit Gorgonien bewachsen. Auf dem Rückweg taucht man entlang der Aufbauten auf einer Tiefe von ca. 40m zurück zur Leine. Auf dem Weg sieht man oft große Fischschwärme und hat einen Einblick in die Frachträume und Aufbauten des Schiffes.
Le Greg

Das Wrack besteht aus 2 Teilen. Der abgesprengte Bugbereich liegt ca. 60m vom Rumpf entfernt in 45° Schräglage. Im Bereich des abgesprengten Bugs halten sich oft Zackenbarsche auf, die max. Tiefe des Sandgrundes beträgt hier ca. 47m-48m. Will man ihn betauchen, muss man aufgrund Tiefe und Strömung einen gesonderten Tauchgang einplanen.
Aufgrund der häufig starken Strömungen und der Tiefe gelten Tauchgänge an der "Donator" und "Le Grec" als schwierig.

"Rubis": Das U-Boot wurde 1931 als Minenleger gebaut. Es gehört zur Saphir-Klasse. Bei der Kapitulation Frankreichs vor Hitler-Deutschland befand es sich in Großbritannien. Von diesem Moment an kämpfte es als eines der ersten U-Boote für das Freie Frankreich. Es war zudem das erfolgreichste Minenleger-U-Boot des gesamten 2. Weltkriegs. Nach dem Krieg diente es zunächst als Ausbildungs-U-Boot. Nach der Ausmusterung sollte es aufgrund seiner Verdienste nicht verschrottet werden. So versenkte es die französische Marine als Sonar-Übungsziel. Es steht aufrecht auf Sandgrund. Hyere5
Die Rubis

Beim Abstieg entlang der Führungsleine hebt es sich immer deutlicher vom hellen Untergrund ab. Zunächst nur schemenhaft als "Zigarre" erkennbar, wird es größer und größer. Aus der Ferne betrachtet, wirkt es vollkommen intakt, als könne es jederzeit wieder starten. Kommt man aber dann näher, erkennt man den nagenden Zahn der Zeit. Das Wrack ist übersichtlich, hat kaum Strömung und ist absolut sehenswert. Insbesondere der Blick von vorn auf den Bug sowie der Turmbereich lohnen sich. Die Luken am Rumpf sind geöffnet. Angeblich soll man mit abgelegten Tauchflaschen in Vorhalte von einer Luke zur anderen durchs U-Boot tauchen können. Ich kann jedoch nur davon abraten. Es ist drinnen schweine-eng und der Boden ist mit Schlamm bedeckt. Die Sicht dürfte sehr schnell gegen 0 gehen und die Gefahr des Hängenbleibens ist viel zu groß. Ich selbst hatte mich mit Kamera nur kopfüber durch die Luke gezwängt, um ein Foto vom Innenleben zu machen. Mein Tauchpartner hatte dies allerdings wohl missverstanden und versuchte mich an meinen Flossen wieder herauszuzerren. Nachdem ich das Foto im Kasten hatte, ließ ich ihn dann auch gewähren. War bequemer als sich selbst wieder herauszuprokeln.

"Togo": Das in England 1882 als "Ville de Valance" gebaute Schiff stellt den Wechsel zwischen 2 Epochen der Schifffahrt dar. Ganz aus Stahl gebaut sowie von einer Dampfmaschine angetrieben, besaß die "Togo" aber auch noch 3 Masten zum Segeln. Zuletzt als Kohlefrachter im Dienst lief sie nach dem Ende des 1. Weltkriegs am 12.05.1918 auf eine nicht geräumte Seemine. Nach dem Krieg total vergessen, wurde der Frachter erst 1977 zufällig wieder entdeckt. Da Fischer oft mit ihren Netzen hängen blieben, entschloss man sich die Ursache zu ermitteln und stieß auf das herrlich bewachsene Wrack der "Togo", die aufrecht auf dem Grund steht.
Der Bug mit dem vorderen Rumpf ist ca. 60m lang und liegt in 55m Tiefe, die höchsten Teile des Decks in immer noch 45m. Die "Togo" hinterlässt einen gewaltigen Eindruck.
Das ca. 10m lange Heckteil liegt weit vom Hauptschiff entfernt in über 60m Tiefe. Es ist mit Pressluft praktisch nicht erreichbar.
Tauchgänge an der "Togo" gelten aufgrund der Tiefe als äußerst schwierig.
Mehr kann ich dazu nicht sagen. An dem einzigen Tag, als die Tour zu dem Schiff ging, hatte ich verpennt. Aber genug Salz in diese Wunde.

Voraussetzungen vor Ort:
Hyère liegt in unmittelbarer Nähe zu Toulon. Dort befindet sich der französische Marinehafen fürs Mittelmeer. Für Notfälle steht dort eine 24-Stunden-Druckkammer zur Verfügung. Bei Hubschraubertransport ist man innerhalb von 30 Minuten in der Druckkammer.
Die Tauchschiffe werfen zu Beginn ein Grundgewicht ins Wrack. Das Tau wird am Wrack befestigt. Am Ende des Tauchgangs wird das Tau gelöst, das Gewicht per Hebeballon zur Wasseroberfläche gebracht und vom Schiff aufgenommen.
Um das Tauchschiff werden Taue mit Gewichten bis in 9m Tiefe herabgelassen. Dort befinden sich auch Automaten mit Luft, falls die eigene Luft für die Deko-Stops nicht reichen sollte. Die Automaten in 9 m Tiefe werden mit einem langen Schlauch aus dem Tauchboot heraus versorgt. Ein Austausch von Tauchflaschen erübrigt sich somit. Die "Odyssée" besitzt zudem im Heck eine hydraulisch unter Wasser absenkbare Plattform. Sie wurde speziell fürs Tauchen gebaut, hat auch bei schlechtem Wetter keinerlei Probleme und ist tierisch schnell. Alle Schiffe sind mit O²-Systemen für Notfälle ausgestattet.

Im September lag die Sprungschicht ideal in 40m Tiefe (darüber 22°C, darunter immer noch 17°C). Die Stärke der Strömung schwankte jedoch stark. Je nach Wind von 0 = Ententeich bis stark mit entsprechender Dünung sowie sogen. "Tigerkrallen" an den Wellenkämmen. Innerhalb eines Tages kann der Mistral die Verhältnisse total verändern. So musste beim 1. Tauchgang an der "Donator" eine Leine vom Einstieg zum Ankertau gelegt werden, damit das Tau überhaupt gegen die Strömung erreichbar war. Der Abstieg am Ankertau erwies sich dann als ein einziger Kampf. Die Ausatemluft wurde praktisch waagerecht weggetragen. Am Wrack konnte nur im Strömungsschatten des Rumpfes getaucht werden. Der Tauchgang wurde dann auch vorzeitig beendet, da der Tauchplan nicht mehr mit der Realität übereinstimmte (weniger Restdruck im Tank als laut Plan berechnet). Zwei Tage später hatte sich der Wind gedreht. Eine völlig veränderte Situation: absoluter Ententeich, freier Abstieg (!) möglich und das gesamte Gebiet ums Wrack als "Spielwiese", keinerlei Strömung. Gerade dieses macht die Wracktauchgänge in Hyère so spannend. Man weiß eigentlich nie genau, was kommt. Hier ist aber auch der Mut zur Aufgabe gefragt. Diese Ziele sind für erfahrene Taucher, die Risiken erkennen und einschätzen können.

Hyere6 Wer es ruhiger mag, dem sei Port Cros empfohlen.
Die Insel Port Cros liegt ca. 3 km vor der Küste. Die Gewässer darum sind ein Unterwasser-Nationalpark. Die Fahrzeit von Hyeres beträgt ca. 1,5 h. Es gibt einen kleinen Hafen, in dem man zwischen den Tauchgängen sehr gut Essen kann. Der wohl schönste Tauchplatz in diesem Gebiet ist "La Gabiniere", ein Felsen südlich der Insel. Da man hier nicht ankern darf, beginnt der Tauchgang meist auf einer Seite der Felswand und endet an der anderen, wo einen das Boot dann wieder aufnimmt.
Barracudas

Die reich mit Gorgonien bewachsene Felswand fällt bis auf eine Tiefe von ca. 42m ab. Die beste Tiefe für diesen Tauchgang ist 25-35 Meter. Man sieht hier zahlreiche Zackenbarsche, Muränen und Schwarmfische wie Barracudas, die Barracudas allerdings in max. 10m Tiefe. Obwohl auch hier öfter Strömungen auftreten, gilt dieser Tauchgang als nicht besonders schwierig, da man die Strömung meist bei diesem Tauchgang nutzen kann. Wichtig sind auch hier eine Deko-Boje und Kenntnisse im Strömungstauchen.
Der Zweite Tauchgang ist meistens ein Tauchgang bis zu 25m an einem Felsen in der Umgebung. Dieser wird nach den jeweiligen Wetter und Strömungsbedingungen ausgewählt, da man einen Sicherheits- bzw. Deko-Stop im freien Wasser machen muss.

Hyere7 Hyere8
Zackenbarsch Schriftbarsch



Rolf Iseler

Bahia-Poseidon 2005

Tauchen auf Menorca

Menorca2005 1 Als feststand, dass es wegen mangelnder Nachfrage auch in diesem Jahr keine gemeinsame Cadaques-Fahrt geben würde, fand Karin Feldmann ein paar Interessenten, die spontan zusagten, sich die Tauchbasis "Poseidon" auf Menorca mal näher anzusehen.
So fielen wir, Reinhard und Karin, Siggi und Ulrike, Brigitte, Annette, Rosi, Andrea und ich an einem Donnerstagabend Mitte September im Hotel "Bahia" ein und wurden trotz später Stunde noch mit einem erstklassigen Abendessen überrascht. Danach ging´s rüber zu der etwa 500 m entfernten Apartmentanlage "Sa Caleta", die die kommende Woche unser Zuhause sein sollte.
Taucherhotel "Bahia-Poseidon"
Der erste Morgen verlief etwas hektisch: 8 Uhr Frühstück im Hotel, 8:30 Uhr einchecken in der Basis, die direkt unter dem Hotel liegt, 9 Uhr rein in den Neopren, aufrödeln und dann wartete auch schon das Boot! Das Team bestand aus Hamburger Seebär Dieter, Basisleiter, der gerne frauenfeindliche Witze erzählte, TL Ulf aus Sachsen und TL Dani aus der Schweiz. Eine echt prima Truppe, wenn man sich erst mal an die Dialekte gewöhnt hatte! Menorca2005 2
Das Team
Menorca2005 3 Es gab zwei Ausfahrten am Tag. Die Tauchgebiete am ersten Tag waren recht unspektakulär. Der Grund dafür musste das Wetter sein, irgendwie wurden die Wellen immer höher. Auf der 2. Heimfahrt war Poseidon offenbar übelst´ gelaunt. Wir mussten die Geräte unter den Sitzen sichern und uns festhalten, die halbe Besatzung war etwas grün im Gesicht und einige räumten bei der Gelegenheit auch gleich ihren Magen auf. Dabei wurde doch alles getan, um Poseidon zu besänftigen! Die Tauchschule verfügte über ein ausgeklügeltes Erziehungssystem. Bleigurt an Bord vergessen? Flasche Sekt! Tauchpartner verloren? Oder Teil der Ausrüstung? Sekt! Schnapszahltauchgang? Après-Dive
Das Tauchboot
Die Zahl der sektkostenpflichtigen Vergehen war endlos, was sicherstellte, dass nach jedem Tauchgang mindestens eine geöffnet werden musste. Dabei wurde streng darauf geachtet, dass Poseidon den ersten Schluck bekam und der Skipper den zweiten. Erst wenn auch jeder Tauchlehrer am Sekt geschlürft hatte, durfte sich das gemeine Volk an der Flasche vergreifen. Am zweiten Tag war es so stürmisch, dass wir nicht rausfahren konnten. Betrübt saßen wir nach dem Frühstück vor der Bar und beobachteten respektvoll das Unwetter, das draußen tobte. Menorca2005 4
"In 99 Tagen ist Weihnachten"
Menorca2005 5 Nach langem hin und her entschlossen wir uns, endlich 11:00 Uhr einzuläuten. Hotelbesitzer Erich grinste und zapfte uns schnell die erste Runde. Am Ende des Tages hatten wir zahlreiche spanische, vor allem alkoholische Spezialitäten getestet, jede Menge gelacht und sogar schon den ersten Advent gefeiert! Am nächsten Tag wurde unsere Gruppe verstärkt durch Ulli und Kerstin. Während Kerstin nur "Brutzeln" gebucht hatte, schwang sich Ulli zumindest gelegentlich aufs Mountainbike und durchstreifte mit Rosi die Insel.
Und auch Poseidon war endlich ruhig, jedenfalls konnten wir nun die schöneren Tauchplätze anfahren. Wir sahen viele Zackis, Oktopusse, Muränen, Barrakudas, Nacktschnecken, Drachenköpfe, Brassen- und Mönchsfischschwärme, Grotten und Canyons. Highlight war für mich wohl "Pont d´en Gil", eine Tropfsteinhöhle mit Eingang in ca. 10 m Tiefe. Beim Auftauchen im Inneren fühlt man sich ein wenig wie in der Geisterbahn. Menorca2005 7 Menorca2005 6
Weiss-Blaue Fadennacktschnecke Punta Quintana
Menorca2005 8 Die Woche ging schnell zu Ende. Jeder Tag wurde abgerundet mit köstlichen Speisen aus Stefans Küche,Ziel erreicht! die wir meist draußen auf der Terrasse mit Meerblick einnahmen. Eines Abends erkundeten wir "The Blarney Stone", ein Irish Pub, der ca. 30 Gehminuten vom Hotel entfernt liegt. Er lockte mit Live Musik und einer Sonderaktion: Für 3 "Pints" (1/2 l Bier) bekam man ein T-Shirt oder eine Kappe. Ich muss wohl nicht erwähnen, dass wir auf dem Nachhause-Weg alle neu eingekleidet waren....
Tja, und da es grade so schön war, entschied sich die Redakteurin spontan dazu, noch eine Woche länger zu bleiben. Vielleicht mache ich mich jetzt ein bisschen unbeliebt, wenn ich erzähle, dass wir in der zweiten Woche zur Malakoff gefahren sind?!? Das Wrack liegt auf fast 40 m Tiefe und wird deshalb nur selten angefahren. Aber es lohnt sich! Wir tauchten ab und schwebten direkt in einen riesigen Schwarm Barrakudas, die offenbar keine Angst vor uns hatten. Atemberaubend! Menorca2005 9
Barrakudas am Malakoff-Wrack
Menorca2005 10 Bleibt zu erwähnen, dass Menorca auch Nichttauchern einiges zu bieten hat. Die Hauptstadt Mahòn ist sicher einen Ausflug wert, ebenso die ganz in der Nähe liegende Stadt Ciutadella. Mountainbike Fahren ist möglich, zumindest sind Rosi und Ulli mal ein paar Teststrecken gefahren. Räder konnte man direkt vom Hotel ausleihen. Sonnenanbeter kommen am Strand oder am Pool auf ihre Kosten.
Unsere Truppe

Resumé: Bahia- Poseidon, wir kommen wieder!!

Karin Sander

 


info: www.bahia-poseidon.de

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Blick auf die Bucht

 

Menorca 2006

Tauchbasis Bahia-Poseidon

Die spanische Insel Menorca ist die östliche und nördlichste der Balearen. Hier leben ca. 80.000 Einwohner auf 700 km2 bei einer Länge von etwa 50 km und ca. 16 km Breite. Mahon heißt die Hauptstadt und wird Mao genannt. Die 117 km lange Küstenlinie bietet zahlreiche Abwechslungen: Steilküsten, abgeschiedene Buchten und lange Strände sowie einige Naturhäfen. Von geruhsamer Beschaulichkeit geprägt ist die Landschaft: Viele von Steinmauern gesäumte Felder, weißgetünchte Bauernhöfe mit alter Käsetradition, idyllische Dörfer und malerische Fischerorte.
Wegen der späten Erschließung durch den Tourismus konnte Menorca sich vor der Zerstörung durch Siedlungen weitgehend bewahren. 1993 wurde die Insel zu einem Biosphärenreservat (Gebiet, bestehend aus Küsten- sowie Meeresökosystemen bzw. Kombination) erklärt. Heute steht fast die Hälfte der Insel unter Landschafts- und Naturschutz. Viele unbebaute Strände und ursprüngliche Landschaften sind somit erhalten geblieben.

Unter Wasser bietet sich ein ebenso reichhaltiges Angebot von Fischen und Pflanzen: Angefangen bei Nacktschnecken über Drachenköpfe und Congers bietet Menorca alles was ein Taucherherz höher schlagen lässt. Punta QuintanaDie Unterwasserwelt ist sehr zerklüftet mit kleinen Canyons und Spalten. Besonders die Höhlen sind auf Menorca sehenswert. Sie haben sich mit der Zeit in üppiger Zahl entlang der Küste in das poröse Gestein hineingebohrt. Am Rande der schroffen, aber reich bewachsenen Felsen liegen Seegrasfelder. In einigen Höhlen befinden sich Luftblasen und Stalagmiten. Diese Höhlen sollte man nur nach Absprache mit den Tauchlehrern betauchen, da sie alle Gefahren eines Höhlentauchgangs bergen und nicht unterschätzt werden sollten. Auch hier empfiehlt es sich eine Lampe dabei zu haben um auch versteckte Dinge zu entdecken. Vorwiegend liegen die Tauchplätze in 12 bis 25 Metern Tiefe und sind so ebenso für ungeübte Taucher wie auch für erfahrene Taucher eine Herausforderung.

Reisebericht eines Mitreisenden vom 07.09.2006 - 14.09.2006

2006 Menorca 1 Ende Februar dieses Jahres bot sich mir die Möglichkeit einen Urlaub mit dem TCM in einer Tauchregion zu verbringen, in der ich nie zuvor war: Die Balearen, die Insel Menorca für die ein Tauchurlaub von Mai bis September die beste Zeit ist.
Somit verbrachte ich die Woche vom 07.09.2006 - 14.09.2006 mit 17 großen und 2 kleinen Clubfahrern. Das Treffen am FMO war für 16:30 Uhr geplant um gegen 19:00 Uhr abzuheben.
Die Stimmung am Flughafen war sehr gut und die Erlebnisse der letzten Menorca Clubfahrt erzählten Karin S., Karin F, Ulli, Siggi und Bäscher sehr lebendig. Nachdem der Flieger pünktlich abhob landeten wir gegen 21 h in Mahon.

 

Von dort aus ging die 45 minütige Reise quer über die Insel direkt zum Hotel BAHIA, das am Strand lag. Nachdem wir das Gepäck in der 1 km nahen Appartmentanlage SA CALETA verstaut hatten, ging es zurück zum Hotel, in dem die Tauchbasis POSEIDON integriert ist. Im BAHIA bekamen alle ein Abendessen serviert das mit ein wenig San Miguel noch besser schmeckte. Etwas später löste sich die Runde auf um am folgenden Tag dem Gott des Meeres zu begegnen.
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2006 Menorca 3a Freitagmorgen nahmen viele ihr Frühstück gegen 8:00 Uhr zu sich um für den ersten Tauchgang zu stärken. Nach dem Anlegen um 8:45 h der Tauchausrüstung ging es hinunter zum Strand wo um 9 h die erste Bootsfahrt zum Tauchplatz mit dem Dreierteam der Tauchbasis startete. Nach der Bootstour von 45 Minuten ereichte der Skipper Dieter den anvisierten Tauchplatz. Nach der Gruppeneinteilung und anschließendem ausführlichen Briefing war es endlich soweit: Tauchen; die kurzzeitige Anpassung an die Unterwasserwelt begann. Uns erwartete eine größtenteils mit Felsen, kleinen Höhlen und Seegrasfelder mit Steckmuscheln versehene Unterwasserlandschaft.
An Fischen gab es Zackenbarsche, Drachenköpfe, Grundeln und Brassen. Zufrieden mit dem Tauchgang und allen zurück an Board fuhr die Gruppe entspannt zur Basis zurück. Nach einer Mittagspause und dem Ausfüllen der Logbücher bereiteten sich die Gruppen zum nächsten Tauchgang um 14:00 Uhr vor. Dieser Unterwasserausflug war genauso erlebnisreich wie der vorherige; nur diesmal viel allen ein Taucher auf, der in den nachfolgenden Tauchgängen anhand seiner braunen Unterwasserhandschuhe eindeutig zu identifizieren war.
Nach einem anstrengenden Tauchtag stärkten sich alle um 19 h an dem sehr reichhaltigen Buffet mit anschließender Hauptspeise, wahlweise Fisch oder Fleisch und einer Nachspeise. Diesen Abend nutzten einige zur Absprache für die nächsten Tauchgruppeneinteilung und des Pressluftflaschentransports des Bandscheibengeschädigten. Die nächsten Tage sowie Tauchgänge steigerten sich immer mehr und der Fischreichtum am Tauchplatz "Sa cava de ses dobles" war von Zackenbarschen, Gabeldorschen und Barrakudas kaum zu übertreffen. Nacktschnecken in unterschiedlichen Formen und Farben sowie Octopusse in unterschiedlichen Größen und Spiegeleiquallen gaben sich hier die Ehre. Die Unterwasserlandschaft aus Canyons, Schluchten und unterschiedlich großen Höhlen erreichte durch die Höhle "Pont d´en Gil" mit Stalaktiten das Highlight.
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2006 Menorca 5 Nach solchen Erlebnissen schmeckte das Abendessen immer besser und das gemütliche Zusammensitzen mit Spiel und Spaß und viel Witz konnte die Bauchmuskulatur arg strapazieren. Einen Tag zwang ein Unwetter die Anfahrt zu einem Tauchplatz zum Abbruch. Innerhalb kürzester Zeit verdunkelte sich der Himmel mit Blitz und Donner einhergehend. Durch wolkenbruchartige Regenfälle entstanden kleine Flüsse, die sich in der Bucht "Cala de Santandria" sammelten und das Meerwasser braun färbten. Aufgrund der Trübung des Wassers unterließ der sonst am Strand nach Fisch jagende Kormoran sein Treiben. Gerade als sich alle an die Abläufe gewöhnten brach für viele der letzte Urlaubstag an. Das einchecken am Flughafen in Mahon verlief schleppend und trotz des eingestürzten Daches eines Teilstückes des Terminalneubaues startete die Maschine pünktlich. Nach der Zwischenlandung in Dresden und sicheren Landung am sonnigen FMO verabschiedeten sich alle herzlichst´ und traten die Heimfahrt an.


Fazit: gelungener, gut organisierter Tauchurlaub mit viel Humor.


Gruß Peter Sicker

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Wracktauchen in Camaret sur Mer


Club Leo Lagrange

Camaret 2000 01 Ende dieses Sommers fand wieder die Tour in die Bretagne statt. In wechselnden Besetzungen ist sie seit 1995 fester Bestandteil des Clublebens im TCM. Das einzige Ziel dieser Reise besteht darin, im Atlantik vor Camaret-sur-Mer und Brest möglichst viele Wracks zu betauchen. Allerdings wurde dieses Jahr die Anreise anders gestaltet. In den Jahren zuvor hatten wir stets die riesige Klosterburg des Mont-Saint-Michel als Zwischenstop und Kulturtrip der ganzen Reise genutzt.

Diesmal legten wir die Anreise nördlicher an und hatten ein etwas lebhafteres Thema als die Steine des Mont. Der Weg führte uns über Antwerpen, Le Havre und Caen an die Küste der Normandie. Die Orte des D-Day und die Schlacht um die Normandie waren das Ziel unseres Zwischenstops. Nach einer Übernachtung direkt am Strand von Sword Beach (ein sehr flacher Abschnitt) ging es die Küste entlang nach Longues-sur-Mer.

Hier steht die einzige Küstenbatterie, in der die Kanonen noch erhalten sind. Von dort ging der Weg oben die Steilküste entlang nach Arromanches-les-Bains. Von den Klippen aus kann man noch die Reste des künstlichen Hafens sehen, den die Alliierten am Gold Beach anlegten, um die Versorgung der gelandeten Truppen zu gewährleisten. Heute ragen noch einzelne Pontons des künstlichen Hafenbeckens aus dem Wasser. Schließlich erreichten wir Omaha-Beach. Camaret 2000 02

Dieser Abschnitt ist einer der berüchtigsten der gesamte Landung gewesen. Als ich den riesigen Strand und die dahinter leicht ansteigende Böschung im Licht der Morgensonne sah, konnte ich mir gar nicht vorstellen, dass sich hier Szenen wie im Spielfilm "Der Soldat James Ryan" abgespielt haben sollten. Auch das hier tausende Soldaten innerhalb weniger Stunden im Geschosshagel starben, bevor sie überhaupt die Oberkante dieser Böschung erreichten, war für mich vor Ort kaum vorstellbar, so friedlich und gepflegt erschien dieser Strandabschnitt.

Camaret 2000 03 Auch das hier tausende Soldaten innerhalb weniger Stunden im Geschosshagel starben, bevor sie überhaupt die Oberkante dieser Böschung erreichten, war für mich vor Ort kaum vorstellbar, so friedlich und gepflegt erschien dieser Strandabschnitt. Ursache für den jetzigen Zustand ist aber auch der äußerst gepflegte amerikanische Friedhof von Colleville-sur-Mer.
Mit 9.000 weissen Kreuzen bzw. Davidsternen auf grünem Rasen, die sich stumm über ein riesiges Areal verteilen, liegt er direkt oberhalb der Landungszone von Omaha Beach. Hier wurde auch die Anfangssequenz des Films "Der Soldat James Ryan" gedreht. Überhaupt empfehle ich vor einem Besuch diese Ortes sich diesen Film anzuschauen. Erst dann kann man die Dramatik dieses Platzes begreifen. Zum Abschnitt Omaha Beach gehört noch der Point du Hoc. Camaret 2000 04
Camaret 2000 05 Es handelt sich um einen Felsvorsprung, auf dem sich eine Befestigungsanlage der deutschen Verteidiger befand. Das Bunkersystem ist heute zu besichtigen. Der Point du Hoc ist einer der blutigsten Orte der gesamten Landung gewesen und noch heute mit Bombenkratern übersäht. Leider hatten wir für diesen Trip keine Zeit mehr, da wir noch nach Bayeux ins Musée Mémorial de la Bataille de Normandie wollten. Sollte ich aber noch mal die Gelegenheit erhalten, werde ich ihn mir aber unbedingt anschauen. Vor dem Museum in Bayeux befinden sich ein paar Panzer und im Gebäude sind die verschiedenen an der Landung beteiligten Einheiten durch Uniformen und Waffen vertreten.

Es wird sehr detailverliebt über Zeitungsausschnitte bis hin zur Sammlung von Gewehrpatronen die Geschichte der Landung dokumentiert. Leider war die Ausstellung nur in französich und teilweise in englisch beschrieben, so dass der Besuch ziemlich anstrengend war. Außerdem hat mich die Masse der Exponate ziemlich erschlagen. Einen roten Faden, der durch die Ausstellung führte, habe ich jedenfalls nicht erkannt. So schlenderte ich am Ende nur noch durch die Räume, weil ich die Schnauze von dem ganzen Kram ziemlich voll hatte.

Von dort fuhren wir dann zum Club Leo Lagrange mit seiner Tauchbasis im Hafengebiet von Camaret-sur-Mer weiter. Die Tauchbasis ist sehr groß. Sie verfügt über 5 eigene Tauchschiffe in Kuttergröße. "Unser" Tauchschiff war die Eclat. Tauchen heißt 2 Bootstauchgänge täglich von Montag bis Freitag und 1 Tauchgang am Samstag, dem Tag der Abreise. Sämtliche Bootsfahrten sind im Wochenpreis enthalten. Man muß noch nicht einmal eine eigene Ausrüstung mitbringen, denn die Basis verfügt über 200 Komplettausrüstungen, deren Nutzung ebenfalls im Preis enthalten ist. Camaret 2000 06

Das Frühstück hat sich im Vergleich der letzten Jahre schon erheblich gebessert. Die Mittag- und Abendessen waren stets ausgezeichnet. Man merkt, das Mittag- und Abendessen in Frankreich einen besonderen Stellenwert haben. Für Leute, die nicht nur tauchen wollen, besteht auch die Möglichkeit, statt eines Tauchgangs zu segeln oder zu surfen. Auch hier wird das komplette Material gestellt und ist im Preis enthalten. Die Bretagne ist bekannt für die Schwierigkeit ihres Tauchgebiets. Das beginnt bei den sich rasch ändernden Witterungsbedingungen.

Camaret 2000 08 Weiterhin herrschen zum Teil heftige Strömungen, die ihre Ursache im recht großen Tidenhub haben. So beträgt der Unterschied zwischen Ebbe und Flut ca. 7 m. Um so wichtiger ist es fürs Wracktauchen, einen Zeitraum auszusuchen, wo aufgrund der Mondphase der Tidenhub und Koeffizient möglichst gering ist. Diese Bedingungen liegen aber maximal für eine zusammenhängende Woche vor. Außerdem muß man noch die örtlichen Besonderheiten beachten. Der Goulet de Brest ist eine Meerenge. Hinter ihr liegt ein riesiges Deltagebiet, in das verschieden Flüsse münden und das bei jedem Gezeitenwechsel durch den Goulet voll- bzw. leerläuft. Im engen Goulet führt dies zu sehr starken Strömungen. Je nach Tauchplatz kann es zudem zu erheblichen Unterschieden beim Zeitpunkt des Wechsels von Ebbe zu Flut und umgekehrt kommen.

Auch kann die Strömung nach dem Gezeitenstillstand je nach Tauchplatz sehr plötzlich und heftig einsetzen. Man ist daher gut beraten, sich nicht allzuweit vom Anker zu entfernen, Deckung zu suchen und sich den Rückweg genau zu merken. Ein freier Aufstieg, auch nur zur kurzen Orientierung, ist meistens unmöglich, wenn man nicht abgetrieben werden will. Außerdem kommt da noch die Tiefe der jeweiligen Wracks, die ein Auftauchen während des Tauchgangs verbietet. Allerdings sind die Bedingungen in einer Woche mit niedrigem Koeffizienten erheblich besser. Man muss aber genau den Gezeitenwechsel abpassen.

Der Goulet de Brest ist auch die Zufahrt zum Hafen von Brest. Dieser ist der älteste Kriegshafen Frankreichs am Atlantik. Dadurch gibt es eine Vielzahl von Wracks aus unterschiedlichen Epochen. Das diesjährige Tauchen vor Camaret erwies sich als nicht so gut wie der letzte Mal. Das Wetter war nicht so sonnig, sondern mehr bewölkt. Zudem zeigte sich die Sicht unter Wasser am Anfang der Woche ziemlich bescheiden, so dass der Spruch aufkam, die Leute in Brest hätten wohl zu stark geschissen. Camaret 2000 07

Die eigentliche Ursache für die vielen Schwebstoffe war aber wohl das Wetter der Vorwoche gewesen. So soll es ziemlich geschüttet haben. Die Flüsse hatten dadurch viel Sediment ins Seengebiet hineingeschwemmt und es dauerte einfach, bis diese Suppe durch Ebbe und Flut endlich herausgeschaukelt wurde. Insgesamt kamen wir diesmal nur auf 6, statt auf die 11 Wracks des letzten Jahres. Aber das hatte auch noch eine andere Ursache, aber dazu später mehr. Die Höhepunkte des Wracktauchens wie die "Finistere", einem alten Tonnenleger mit riesigem Kran, standen aber auf dem Programm. Auch der Tauchgang zur "Swansea Vale" war wie üblich sehr gut, obwohl es dort aufgrund der Bewölkung schon recht dunkel war. Von der fotografischen Ausbeute her war es daher auch eine mittlere Katastrophe. An Tieren konnte man die übliche Bandbreite von Lippfischen, Conger, Tacos bis zu Sepien sehen.

Camaret 2000 09 An den Wracks wurde dieses Jahr überhaupt nicht mehr geankert. Man setzte nur noch Markierungsbojen, an denen abgetaucht werden musste. Auf dem Boot haben wir uns dieses Jahr mehr im Heck aufgehalten. So hatten wir mit dem Bergen der Boje wenig zu tun, dafür aber mit dem Handling der Bootsleiter, die für Tauchgänge extra eingehängt werden musste. Auch diese Jahr gestaltete sich die Rückfahrt mit dem Boot bei Süßigkeiten oder Rotwein, Camenbert und Baguette meist recht angenehm.
Allerdings hatten Kilpi und ich dieses Jahr ziemlich Pech. An einem plötzlich herauslugenden Nagel rissen wir uns beide die Tauchanzüge auf. Fließendes Wasser im Anzug bei 17°C Wassertemperatur ist keine angenehme Geschichte. Ich war jedesmal froh, wenn ich zitternd wieder an Bord war. Kilpi musste sogar den Anzug wechseln. Sein Trocki benötigt eine Grossreparatur. Camaret 2000 10
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Sepia Conger

Natürlich haben wir nicht nur getaucht. Die Aktivitäten beschränkten sich aber diesmal mehr aufs Relaxen an den Klippen hoch über dem Meer.

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Allerdings "verdankten" wir diese Trägheit einem Umstand, der uns während des Urlaubs ereilte, die Streikfreudigkeit der Franzosen. Mitten in der Woche erfuhren wir die Überraschung. Es gab keinen Sprit mehr, da die LKW-Fahrer wegen der hohen Dieselpreise streikten. Daher versuchten wir den Tankinhalt unserer Fahrzeuge zu schonen, um noch möglichst weit bis zur belgischen Grenze zu kommen. Auf den letzten Tauchgang am Samstag wollten wir dann verzichten, um uns gegenseitig per Schleppstange ziehend nach Belgien durchzuschlagen. Wahrscheinlich würde so unser Sprit am Längsten reichen. Kurz vor dem Abreisetag fand sich in Camaret aber dann doch noch eine versteckte Tankstelle, die Super hatte. Diesel war aber total ausverkauft, da die Franzosen Diesel fahren und nur die Touris Benzin und Super benötigen. Nun kamen aber noch Probleme mit Strassenblockaden dazu. Na prima, wir überlegten schon, über Brest per Fähre nach England zu flüchten, um nach Hause zu kommen. Dann entspannte sich jedoch am Freitag die Situation. So traten wir samstags mit einem vollgetankten Wagen die Heimreise an, während das andere Dieselfahrzeug zu 1/3 leer war. Unterwegs gab es immer wieder die Möglichkeit 20 bis 25 L Benzin oder Super nachzukaufen. Diesel war jedoch überhaupt nicht zu erhalten. So wurde ein Wagen immer nachgetankt, während der Diesel immer leerer wurde. Kurz auf der Höhe des Mont-Saint-Michel kam dann noch eine Strassenblockade hinzu, die uns dazu zwang, die Normandie auf Schleichwegen zu durchqueren. Wir durchfuhren kleine Orte, an Kreuzungen Gendamerie mit Pumpguns in den Händen, um weitere Blockaden der Bauern zu verhindern. Doch hatte dieser gezwungene Ausflug in die Pampa auch seine gute Seite. Wir kamen zwar streckenmäßig auf den engen Strässchen kaum voran, erwischten aber unterhalb von Caen eine Tankstelle, die nach dem beendeten Streik schon wieder mit Sprit beliefert worden war. So konnte das Dieselfahrzeug endlich vollgetankt werden. Danach machten wir an einem zuvor passiertem See bis zum Abend Pause und relaxten in der Sonne. In der Hoffnung, dass die Strassenblockaden nachts nicht aufrecht erhalten wurden, setzten wir die Heimfahrt dann fort. Wir fuhren nur noch Landstrassen und kamen ohne weitere Blockaden aus Frankreich heraus. Nur Zeit kostete diese Aktion. Als wir dann um 6 h morgens kurz vor Dülmen unser Ziel schon vor Augen hatten, erwischte es uns noch völlig unerwartet. Massenkarambolage kurz vor der Ausfahrt Dülmen unmittelbar vor uns, Autobahn gesperrt und wir kommen nicht mehr herunter. Ständig Blaulicht, Abschleppautos und wir hungrig und hundemüde zwischen wartenden Autos. Sch... Heimfahrt. Nach diesen Erlebnissen hielt sich die Begeisterung verständlicherweise in Grenzen. Da kann es nächstes Jahr eigentlich nur wieder besser werden. Von blockierten Fahrbahnen - von wem auch immer - haben wir jedoch die Schnauze voll.
    

Rolf

   
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