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Camaret 2001

Camaret 2001 1 Vom 09.06. bis 17.06.2001 fuhren sechs unerschrockene TaucherInnen (Reinhard, Karin, Brigitte, Rolf, Uwe und Peter) an die Bretonische Küste nach Camaret-sur-Mer. Das Ziel war die Tauchbasis Nautique Club Leo Lagrange, direkt am Hafen der ehemaligen Hochburg der bretonischen Langustenfischerei gelegen. Diese Basis ist vor allem dadurch bekannt, dass sie der VDST seit Jahren als ein Zentrum für seine Tauchlehrerausbildung nutzt.
6 weniger 1 ist 5

Nach der theoretischen Ausbildung wird hier die praktische Prüfung der TL´s absolviert. Meist steht aber noch eine intensive Prüfungsvorbereitungswoche davor. Für uns stand allerdings kein Prüfungsstress auf dem Programm, sondern Wracktauchen und entspannen.

Camaret liegt südlich der Einfahrt zum Hafen von Brest. Die Stadt Brest beherbergt nicht nur einen Handelshafen, sondern auch den ältesten Seekriegshafen Frankreichs am Atlantik. Daher sind hier in den letzten Jahrhunderten eine ganze schöne Zahl von Schiffen gesunken, die in betauchbaren Tiefen liegen. Dazu zählen unter anderem die Finistere, die Swansea Vale, die Marco Polos I-V, die Torpedoplattform Dellec und viele andere Schiffe. Die alle aufzuzählen, würde diesen Rahmen sprengen. Camaret 2001 2

Aber zuerst einmal zur Anfahrt nach Camaret-sur-Mer. Zunächst sind wir über Belgien in Richtung Kanalküste gefahren. Dann die Küste runter in Richtung Normandie. Dort wollten wir nach einer Nacht auf einem küstennahen Parkplatz uns am nächsten Tag die Stellen ansehen, an denen am 06 Juni 1944 die Alliierten ihre Landung unter dem Codenamen Overlord durchgeführt hatten.

Bei Arromanches-les-Bains besichtigten wir die Reste eines alten behelfsmäßigen Hafens, den die Alliierten dort nach der Landung errichtet hatten. Dieser künstliche Hafen war notwendig, da sich kein Tiefseehafen im Bereich der Landungszone befand. Daher erwartete von deutscher Seite auch keiner hier eine Landung. Ein Hafen war aber unbedingt notwendig, um den Nachschub für die gelandeten Truppen sicherzustellen. Es liegen heute immer noch angespülte Pontons am flachen, weiten Sandstrand und in einem Halbkreis vor der Bucht befinden sich noch einige Dutzend weitere Pontons und Schwimmbarken im Wasser. Hinter dem Sandstrand erhebt sich die Steilküste. Einige alte, kleine Wehrmachtsbunker stehen dort auch noch hoch oberhalb des Strandes. Hinter der Bunkeranlage schuf man ein Ehren- und Mahnmal im Gedenken an die britischen Pioniereinheiten, die diesen Hafen errichtet hatten.


Camaret 2001 3


Danach ging es weiter zum Omaha Beach. Das ist einer der Abschnitte, an dem die Amerikaner gelandet sind und die höchsten Verluste erlitten. Der Strandabschnitt hier ist wunderschön. Eine weite Bucht mit herrlichem Sandstrand, der zum Baden geradezu einlädt. Aber oberhalb der Böschung befindet sich einer der größten amerikanischen Soldatenfriedhöfe Colleville-sur-Mer. Hier stehen sauber in exakten Reihen ausgerichtet über 9.000 weiße Kreuze, die als großes Mahnmal errichtet worden sind. Hier spielt die beklemmende Anfangsszene aus dem Film: Der Soldat James Ryan mit Tom Hanks.

Nicht weit entfernt davon liegt der Pointe du Hoc, der angeblich blutigste Ort des gesamten D-Days. Auf über 30 m emporragenden Klippen lugt die Felsküste ein Stück ins Meer hinein und verlässt die gerade Küstenlinie. Auf diesem leicht vorgeschobenen Posten sind Bunker, bzw. eigentlich nur was davon übrig blieb, sowie gewaltige Krater zu sehen. Überhaupt ist das ganze Gelände mit diesen riesigen Kratern, die wohl von Schiffsgeschützen stammen müssen, geradezu übersät. Teile meterdicker Bunkerwände liegen zig Meter vom tiefen Explosionskrater im Gelände verstreut. Wenn man bedenkt, dass der Untergrund aus Fels ist, müssen das gewaltige Explosionen gewesen sein. Amerikanische Eliteeinheiten der Ranger konnten nur unter größten Verlusten dieses doch recht kleine Areal erobern, das noch zum Landungsbereich Omaha Beach zählt.. Auf der Bunkeranlage direkt an der Klippenkante befindet sich ein Gedenkplatz. Dieser war aber leider gesperrt, da der Fels abzubrechen droht.

Wenn man noch etwas Zeit hat, kann man weiter die Küste entlang fahren. Die Halbinsel Contentin mit der Hafenstadt Cherbourg bietet weitere interessante Schauplätze des D-Days. Zu erwähnen ist hier insbesondere die Stadt St. Mère-Eglise als Zentrum der alliierten Luftlandeunternehmen. Der Kirchturm der Stadt wurde dadurch weltberühmt, dass während der Landung einer der Fallschirmjäger mit seinem Fallschirm am Kirchturm hängen blieb und praktisch hilflos neben der Kirchturmuhr hing, während um ihn herum die deutsche Flak wie wild feuerte. Ziel der gesamten Luftlandung war es, den an der Küste gelandeten alliierten Truppen durch Fallschirmjäger im Hinterland einen möglichst schnellen Zugang nach Cherbourg mit seinem Tiefseehafen für den Nachschub zu sichern. Ein eigenes Museum ist diesen Luftlandeeinheiten gewidmet.

Wir hatten aber aufgrund des fortgeschrittenen Tages, nicht mehr die Zeit und fuhren weiter Richtung Bretagne. Vorbei am Mont-Saint-Michel, einer als Klosterburg ausgebauten Abtei auf einem Felsklotz vor der flachen Küste, ging es quer durch die Bretagne Richtung Brest. Etwas südlich davon gelegen, befindet sich der Hafen und die Stadt Camaret-sur-Mer.

Dort angekommen suchten wir erst einmal das Jugendgästehaus oberhalb des Ortes auf, das zum Club Leo Lagrange gehört. Anhand des dortigen Aushanges mussten wir feststellen, dass unsere Quartiere direkt in der Tauchbasis am Hafen lagen.

Dies führte zunächst, angesichts der Annahme, dass wir zum Frühstück dann früh morgens immer erst zur Herberge fahren müssten, bei einem der Mitreisenden (wem wohl ?) zu Unmut. Nachdem uns aber die anderen Gästen aufklärten, das es auch in der Tauchbasis direkt ein Basisfrühstück geben würde, haben sich die Gemüter wieder halbwegs beruhigt.

Die Basis selber ist in einem zweigeschossigen Gebäude untergebracht, das direkt im Hafenbereich liegt. Im Erdgeschoss befinden sich Taucherturm, Empfang, Füllstation, Trockenraum, Werkstatt, 12 Duschen und drei Umkleideräume mit großen Schränken (Vorhängeschloss nicht vergessen). Im ersten Stock sind Ausbildungsräume, mehrere Schlafräume, eine Galerie mit Stühlen und Tischen zum Frühstück, sowie der obere Teil des Taucherturms zu finden. In einem Nebengebäude sind weitere fünf Schlafräume im ersten Stock, sowie ein Lagerraum im Erdgeschoss vorhanden. Dort erhielten wir auch unsere Zimmer. Die Ausstattung ist einfach und zweckmäßig, aber sauber. Zu empfehlen ist aber die Mitnahme eines Schlafsacks, Wecker und Handtücher.

Camaret 2001 4 Am Ankunftsabend, ab 19 Uhr, fand in der Galerie der Basis eine Begrüßung der angehenden TL*, ** und *** statt, zu der wir irrtümlicherweise auch spontan mit eingeladen wurden bzw. eigentlich uns selber einluden. Es gab Wein, Käse und Brot, der uns einfachen Taucher auch gut schmeckte. Danach fanden wir endlich die Zeit, unsere Ausrüstung zu verstauen.



Am nächsten Tag ging es dann mit dem vollem Programm so richtig los. Morgens fand um 09 Uhr der Eingewöhnungstauchgang an der Mur de la Fraternite statt. Ein einfacher Tauchplatz gegenüber der Hafeneinfahrt. Tiefe bis ca. 20 m, schlechte Sicht, Laminarien als Bewuchs und wenig Fisch, stimmte uns erst einmal nicht so positiv auf den Atlantik ein. Aber zum Eingewöhnen, Ausrüstungsscheck und Vertauchen reichte es allemal. Die Fahrt mit dem 175-PS-Schlauchboot war dafür klasse. Glatte See und hohes Tempo machten echt Spaß, waren aber nicht immer bandscheibenschonend.

Am Nachmittag ging es dann nach Tacoud Ville. Leider war es ein ähnlich mäßiger Tauchgang wie am Morgen. Aber jetzt waren wir echt eingewöhnt und genossen die tolle Schlauchbootfahrt.

Der Dienstag brachte uns das eigentliche Ziel der Reise. Es ging zum ersten Wrack, der Swansea Vale. Der Frachter, 1918 gesunken, liegt in ca. 30 m Tiefe und hat eine Länge von knapp 90 m. Vom Wrack sind Bug- und Heckteil noch einigermaßen erhalten. Der Mittelteil ist stark zerstört. Dort ist eigentlich nur noch der riesige Kessel und ne Menge verbogener Stahl zu sehen. Zwischen Bug und Kessel sowie Kessel und Heck stehen große Schwärme von Franzosendorschen. Im Wrack finden sich große Taschenkrebse, Hummer, riesige Conger und einiges an Kleingetier. Camaret 2001 5

Wenn man als Fotograf das richtige Objektiv hätte, könnte man sogar viele schöne Fotos davon machen. Aber entweder stimmte das Objektiv nicht oder der falsche Film war drin oder alles war richtig aber es war zu dunkel oder etwas anderes stimmte nicht. Allein für den Nur-Taucher war es ein wunderschöner TG, der leider viel schnell zu Ende ging, wie uns die Computer mahnten.

Zum Nachmittag gab es dann schlechtes Wetter. Die Dünung war zu stark, so dass wir einen geschützteren Tauchplatz anfuhren. Ein Leuchtfeuer in der Bucht vor Brest war unser Ziel, genannt Mengam. Es grenzt die Fahrrinne zum Goulet ab. Auf dem Sandgrund in 20 m gab es leider nicht so viel zu sehen. Aber am Fuße des Leuchtturms gab es zwischen den Felsbrocken reichlich Krebse und Schwärme von kleinsten Fischen, die sich im Strömungsschatten der Felsen aufhielten.

Am dritten Tag fuhren wir dann mit einem der Tauchkutter und den angehenden TLern zum Wrack der Finistere. Dieser alte, ehemalige Tonnenleger sank 1943 nach einem Angriff durch englische Bomber und liegt in ca. 28-30 m. Der Auslegerkran ist noch sehr gut erhalten. Auch der Bug ist gut erkennbar, das Heck weist aber starke Zerstörungen auf. Viele Dorschschwärme umkreisen das Wrack, in ihm leben zahlreichen Hummer, Krebse und Conger.

Camaret 2001 6 Camaret 2001 7 Mein Mittaucher versuchte doch glatt, einen der riesigen Taschenkrebse dadurch zu packen, dass er ihn von hinten am Panzer fasste. Der Krebs erwies sich jedoch gelenkiger als von ihm erwartet, langte mit seinen großen kräftigen Scheren mal eben zwischen seinen Beinen nach hinten durch und kniff ziemlich kräftig durch den Handschuh in seinen Zeigefinger.

Ein heftig die Hand schüttelnder Taucher an dessen Finger ein fetter großer Taschenkrebs locker hin und herbaumelt, ist schon ein ziemlich erheiternder Anblick. Schade, wenn man dann nicht selbst eine Kamera zur Hand hat.

Nachmittags ließen wir den TG dann ausfallen, weil uns angeboten wurde, mit den angehenden TLern ein Nacht-TG zu unternehmen. Dieser fand an der Mur Lieval statt. In 15 bis 10 m befindet sich dort eine fast senkrechte, ca. 100 m lange steile Wand. Danach fällt der Boden langsam auf 20 m ab und endet in Geröll und Sand. Die Wand selber ist toll bewachsen. In den Spalten finden sich Hummer, Krebse und Conger. Im freien Wasser sind wieder Dorsche und Barsche zu finden. Ein schöner großer Juwelenbarsch fand sich direkt unter dem Stein, worum sich die Ankerkette gewickelt hatte. Der TG selbst wurde komplett von den angehenden TLern organisiert. Jeder Blitzer wurde exakt festgelegt, perfekte Gruppeneinteilung, detailliertes Briefing und und und. Aber dann fand der Gruppenführer der zweiten TL-Gruppe die Wand nicht, vielleicht falsche Navigation, dann leichte Hektik, etwas Stress, einige Diskussionen und das alles mit einem Prüfer. Es gab Lack. Gut, das es nur die Vorbereitung war. Später an Bord gab es dann Wein, Käse und Brot, das versöhnte alle wieder.

Am nächsten Tag hieß es dann wieder Wracktauchen. Ziel war das Wrack der Marco Polo II. Dies ist eines von mehreren ehemaligen französischen Schiffen, die im zweiten Weltkrieg von der deutschen Kriegsmarine konfisziert und zu Flakschiffen umgebaut wurden. Diese Schiffe lagen in der Bucht von Brest und wurde im Laufe des Krieges von alliierten Flugzeugen versenkt. Da man nicht mehr genau die Namen feststellen konnte, wurde sie kurzerhand in Marco Polo I bis V umbenannt. Das Wrack liegt in einer Tiefe von 31 m kieloben. Der Rumpf ist bereits stark zerstört. Das Heck, mit abgebrochenem Ruder, die Schraube und ein Teil der Maschine sind noch gut erkennbar. Das Wrack selber bietet Lebensraum für Conger und Co. Der Tauchgang vom Kutter aus war problematisch, da wir starke Dünung hatten. Die TLer mussten auch noch eine Rettungs- und Bergeübung machen. Wir genossen hingegen das schöne Wrack. Am Schluss hatten Uwe und Brigitte noch einen Kraftakt beim Lösen des Ankers vollbringen, der sich unter dem Ruderblatt verkeilt hatte und dessen Kette quer durch die Reste des Rumpfes lief. Aber Uwe erwies sich als alter Ankerlöserfuchs und bekam ihn natürlich aber nach einem höllischen Ritt auf dem Anker los.

Am Nachmittag zwang uns dann die starke Dünung zu einem Dümpeldive im Flachwasser. Am Porz-Naye liegen in 7 m Tiefe die spärlichen Reste eines weiteren Flakschiffes. Es wurde nach Bombentreffern in die Bucht hineingetrieben. Eigentlich sind nur noch einige Trümmer und der Maschinenblock zu finden. Alles ist stark bewachsen und zum Teil liegt es unter Kelpwäldern, so dass ein Teil unserer Gruppe erst einmal daran vorbeigetaucht ist. Das Wrack selber war danach in wenigen Minuten abgetaucht. Wer Glück hatte, sah jedoch zwischen dem Kelp doch glatt einen Heringskönig (Zeus faber).

Der Freitag brachte dann noch mal eine Wetterverschlechterung. Aufgrund der hohen Wellen war ein Ankern am geplanten Wrack unmöglich. Wir fuhren daher quer über die Bucht von Brest (ein gut höllischer Ritt über die Wellen) zum Platz des Wracks Dellec. Hier liegt, einem kleinen Yachthafen vorgelagert, in 12 m Tiefe eine alten Torpedoplattform. Die Seitenwände des rechteckigen Kasten sind noch gut erhalten. Auf der Oberseite ist noch der Rest des Kommandostandes zu finden, sowie drei Torpedorohre zu sehen. Die Deckplanken sind weggefault, so dass man zwischen den Metallstreben ins Innere der Plattform tauchen kann. Man sollte aber zwischen den Streben sehr vorsichtig durchtauchen, da man aufgrund des geringen Abstands der Streben nur an zwei Stellen wieder aus dem Wrack heraus kann. Einige Krebse und Barsche erwarten einen dann im inneren des Wracks. Insgesamt ein entspannender Tauchgang.

Der Nachmittag brachte dann leider auch unseren letzten Tauchgangsversuch. Wacker kämpfte sich das Schlauchboot über mannshohe Wellen. Teilweise hob das ganze Ding komplett ab, so dass der Motor aufheulte, weil die Schraube frei durchdrehen konnte. Erst nachdem die Warnhupe wegen des nachlassenden Öldruck loslegte, ließ es unser Skipper Michelle etwas ruhiger angehen. Am geplanten Tauchplatz, dem Wrack Pen Hir war die Dünung dann 4-5 m hoch. Trotz mehrerer Versuche an verschiedenen Stellen, war das Ankern unmöglich geworden. Das Meer zeigte uns unsere Grenzen auf. Also ging es zurück, halt nur ne Butterfahrt.

Camaret 2001 8 Nach der ganzen Taucherei nutzten wir aber die verbleibenden Nachmittage auch zum Relaxen auf einer recht abschüssigen Wiese an der Steilküste des Pointe de Pen-Hir. Windgeschützt bei Sonnenschein mit Rotwein, Baguette und diversen Käsesorten lies es sich schon aushalten. Auch entdeckte der eine oder andere plötzlich sein Faibel für Möwen und lockte weitere Futterkonkurrenten für unsere Verpflegung an. Nur Kilpi hatte aber leider den Fehler gemacht, am Anfang der Fahrt zu verkünden, dass er während der Woche 5 Kilo abnehmen wollte.

Dieses Ziel, auch Projekt 5 genannt, verfolgte ihn dann die gesamte Woche. Wer Kilpis Appetit kennt, kann einschätzen, wie oft es Gelegenheiten gab, ihn an sein Ziel zu erinnern. Aber im Grunde hatte sich sein Essverhalten in Bezug auf die vertilgten Mengen nicht groß verändert. Was alle anderen außer vielleicht Kilpi vermutet hatten, trat dann auch ein, am Ende der Woche nicht ab-, sondern zugenommen.

Weiter erkundeten wir auch fleißig die Bunkeranlagen zwischen Pointe de Pen-Hir und der malerischen Bucht von Toulinguet. Die Bucht selber liegt unterhalb des sogenannten Chateau Kaputt. Es handelt sich hierbei um ein ehemaliges Herrenhaus, dessen vier Ecken in Türmen enden. Diesem Chateau wurde seine freistehende Lage hoch über der Bucht im 2. Weltkrieg zum Verhängnis. Die alliierten Flieger nutzten das auffällige Gebäude zur Peilung des Kurses nach Brest. Camaret 2001 9

Schließlich verpasste einer von Ihnen dem Chateau eine Bombe und machte eine Ruine daraus. Außer den vier Türmen steht nur noch eine Wand mit großem Fenster und Ausblick über die sanft zur dahinterliegenden Bucht abfallenden Böschung. Bei Sonnenuntergang ein romantisches Erlebnis. Die Bucht selber bietet mit ihrem weiten Sandstrand einen herrlichen Anblick. Auf beiden Seiten wird sie von Steilküste eingerahmt. Auf der einen Seite beginnt die Steilküste zum Pointe de Pen-Hir, auf der anderen Seite erhebt sich der Fels des Pointe du Toulinguet. Sein Ende reicht ein ziemliches Stück ins Meer hinein und hoch oben befindet sich ein Leuchtturm, dahinter Meer. Der Ausblick hat schon was für sich. So schön die Bucht aber aussieht, so tückisch ist sie aber auch. Fließsand erzeugt das Gefühl, auf Pudding zu laufen. Bleibt man stehen, sinken nach kurzer Zeit zuerst die Fersen ein. Im Wasser herrscht zudem ab einer gewissen Entfernung zum Strand eine starke Querströmung, die einen unweigerlich ins offene Meer zieht. Die Einheimischen meiden diesen Strand zum Baden, was auch die relative Ruhe erklärt. Aber zum Seele-baumeln-lassen und Rotweintrinken ist es immer noch ein besonderes Plätzchen.

Als Fazit kann man ziehen:
Der Atlantik ist viel rauer als das Mittelmeer.
Das Wetter kann einem sehr schnell einen Strich durch die Rechnung machen.
Das Tauchen wird dadurch vielleicht ein wenig anspruchsvoller, aber auch interessanter.
Die Basis ist sehr gut organisiert und ausgestattet. Sicherheit ist oberstes Gebot an Bord.
Die Unterkunft ist einfach aber zweckmäßig. Die Vollverpflegung mehr als reichlich.

Also: Camaret ist auf jeden Fall eine Reise wert.

Peter Pleumann

Madeira 2001

Zwischen Baracuda, Umweltministerin und Zackenbarsch

Die Lage:
Madeira, Blumeninsel des ewigen Frühlings im Golfstrom des Atlantiks. Strahlender Himmel, blaues Meer, grünes Land und schroffe Küsten voller Leben. Hierhin reisten 4 Münsteraner Taucher um bei Stefan Maier in der Basis Manta Diving sich von der Unterwasserwelt faszinieren zu lassen.

Madeira 2001 6
 
Das Hotel, zum Galo Resort gehörend, bot dazu jede Menge Abwechslung: Süßwasserpools, Hallenbad, Sauna, Squash, Fitnesscenter, Internetcafe, usw. Das Preis-/Leistungsverhältnis war sehr gut. Die Tauchbasis auf dem Hotelgelände konnte ohne Mühe mit dem Fahrstuhl erreicht werden.

Die Unterwasserwelt:
Die Tauchplätze sind ausführlich vom Manta Diving Center beschrieben. Nach einem Briefing durch den Basisleiter Stefan Maier oder TL Thomas hat man das Gefühl hier schon mal getaucht zu haben, so gut sind die Einführungen. Nach einem kurzen Checktauchgang gehts gleich los zum Lavafinger. Fischschwärme, Krebse, Octopussis, Garnelen, Anemonen, Schwämme, was das Herz begehrt in 1 bis 35 m Tiefe.
 Vom Hotelzimmer im Fahrstuhl zur Tauchbasis
Madeira 2001 2 Madeira 2001 3 Am Tauchgebiet Arena herrschte starke Strömung. Große Fischschwärme locken natürlich Zackis und Baracudas an. Hinter jedem 10. Felsen hocken Tigermuränen und beäugen Papageifische oder Drücker.
Bärenkrebs Zackenbarsch

Ein weiteres Highlight ist die Bärenkrebshöhle. Aus Sicherheitsgründen konnten wir sie nur einmal betauchen. Die Höhle hat am Ende eine Luftblase, die das Auftauchen ermöglicht. Von hier aus ist wie ein kleiner tiefblauer Diamant der Eingang zu erkennen. Kraken, Bärenkrebse und andere Schalentiere haben hier ihr Zuhause.

Madeira 2001 7 Zum Tauchplatz Cap Garajau mit den Riesenzackenbarschen gehts mit dem Schnellboot in 4 bis 5 min. Ausführliches Briefing an der Basis, auf dem Boot voll "angerödelt" und gutes Timing beim Abtauchen machten sich bezahlt. Die Strömung war ziemlich stark und Stefan hatte uns vorhergesagt, dass er uns mit dem Boot wieder einsammeln muß. Beim raschen Abtauchen auf ca. 20 m wären wir schon fast mit den Flossen auf den Zackis gelandet. Einige sperrten ihr Maul zur Begrüßung so weit auf, dass man die Schwanzflosse von innen sehen konnte. Auch an diesem Plätzchen viel Fisch und Krustengetier.
Es gibt noch weitere Tauchplätze, aber die Zeit war zu knapp. Bei Manta Diving kosten 10 Tauchgänge 180 Euro, für Nacht- und Bootstauchgänge ca. 5 bis 8 Euro mehr. An Flaschen kann man 10er oder 12er bekommen. Tauchen kann man wann man will zwischen 10 und 17 Uhr. Sonntag ist Ruhetag, oder Zeit für anderes. Madeira 2001 8
Madeira 2001 1 Die anderen Sachen:
Natürlich kann man auf Madeira nicht nur Tauchen. Schön sind Wanderungen entlang der Levadas, davon gibt es über 2000 km. Auch Bergwanderungen auf 1800ern sind mit warmer Kleidung möglich. In den Botanischen Gärten gibt es Pflanzen aus der ganzen Welt zu bewundern. Oder man geht in Museen, oder relaxt am Felsenstrand, oder man geht gut Essen. Massentourismus oder Megadiscos sind allerdings ein Fremdwort auf den Makronesischen Inseln.
Fazit: Einmal Madeira reicht nicht !

PS.: Und wer tauscht da den bequemen Ministersessel gegen nasse Holzbank, Neopren und Automat? Unsere Umweltministerin Bärbel Höhn läßt sich bei Stefan beim Abtauchen helfen. Will sie BSE und Schweinepest entkommen, oder haben wir demnächst eine populäre Taucherin auf unserer Umweltseite ? Na jedenfalls immer gut Luft, Bärbel.
Madeira 2001 4 Madeira 2001 5

Udo

Lanzarote 2007

Sonne im Dezember und natürlich Christstollen und Dominosteine bei 25°C

Im November erhielten wir vom Tauchshop Schnorchel eine Mitteilung, dass noch Plätze für eine Tauchreise im Dezember nach Lanzarote frei seien. DIE Gelegenheit für uns, der trüben und regnerischen Vorweihnachtszeit in Münster zu entfliehen.

Die Tauchbasis ‚Speedy Diving' in Puerto del Carmen ist vor drei Jahren von Stephan Reiners übernommen worden. Stephan hat im TCM als Jugendlicher das Tauchen erlernt und heute zeigt er uns voll Stolz seine Tauchreviere - schöne Entwicklung. Stephan
Bisher hatte sich für uns noch nicht die Gelegenheit geboten ihn zu besuchen, aber das Angebot von Martin Stenzel passte zeitlich voll in unseren Plan.
Also waren wir dabei: Eine Woche Lanzarote vom 2.-9. Dez. 2007

Am Tag des Abflugs trafen wir uns mit der Gruppe von Martin am Flughafen in Düsseldorf. Die Gruppe bestand aus zwei Tauchschülern (Martin und Alf) und "Schnorchel Martin". Wir checkten dann ein und erreichten nach einem ruhigen Flug am Nachmittag den Flughafen Arrecife auf Lanzarote.

2007 Lanzarote1
Stephan

Stephan holte uns am Flughafen ab und freute sich sehr, dass mal wieder Bekannte aus seinem alten Verein den Weg zu ihm gefunden hatten.
Nach der Begrüßung, eine kurze Fahrt durch eine wüstenähnliche Landschaft, dann schon die ersten Häuser von Puerto del Carmen.
Am auffälligsten war für mich, dass es um 17.30h Ortszeit noch hell war und dass die Leute an der Strandpromenade in kurzen Hosen herumliefen.
Ankunft an unserer Unterkunft Arena Dorada:
Das Tauchgepäck wurde direkt in der Basis abgeladen, die der Anlage angegliedert ist.
Unsere Apartments waren nur ein paar Schritte von der Basis entfernt in einem schönen mit Palmen und Kakteen angelegten Garten gelegen.

Die Einraum-Apartments mit einer kleinen Kochzeile und einem separatem Bad sind sauber und zweckmäßig eingerichtet. Eine kleine Terrasse mit Gartenmöbeln lädt ein zum draußen sitzen. Die milden Abendtemperaturen ließen gar keine andere Wahl zu!
Ein ganz kurzer Weg zum Restaurant der Arena Dorada und wir konnten am Pool unser Abendessen einnehmen. Fisch und auch die Steaks sind sehr zu empfehlen und das Bier ist auch billiger als bei uns zu Hause.

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Der erste Eindruck war perfekt und wir konnten zufrieden in unsere Betten fallen und uns auf die ersten Tauchgänge freuen. Nach einem Frühstück draußen am Pool und einer Einweisung auf der Tauchbasis packten wir unsere sieben Sachen in Stephans Neunsitzer. Nach einer Fahrt von ca. 5 min hatten wir den ersten Tauchplatz an der Playa Chica erreicht: Eine kleine Bucht, eingerahmt von zwei Lavafingern, die auch gut für Anfänger geeignet ist. Vor der Bucht fängt auf etwa 20m eine Riffkante an, die auch schnell auf 30 m und tiefer abfällt.
Ein kurzes Briefing von Stephan (der übrigens immer mittaucht) und dann geht es los.
Als die Riffkante sichtbar wird, begrüßt uns ein kapitaler Zackenbarsch, der nicht weit weg von 1m Länge ist.
Überraschend für uns die guten Sichtverhältnisse von 20 m (angeblich noch schlecht) und auch die Wassertemperatur von 22° (durchgehend, ohne Sprungschicht).
Der Zacki am Playa Chica

Auf dem Weg zur Kathedrale , einer Grotte in 30 m, sehen wir viel Schwarmfisch und neugierige Riffbarsche (schwarz mit blauem Neonstreifen).

Der Bewuchs auf den Lavafelsen ist eher dürftig, aber unter den Überhängen des Riffs finden wir schönen Bewuchs mit vielen Krustenanemonen. In der Grotte halten sich oft Stachelrochen und auch Zackenbarsche auf.
Auf dem Rückweg auf ansteigendem Sandgrund wieder viel Schwarmfisch und jetzt sind auch die ersten Barrakudas zu sehen.
Beim Nachmittagstauchgang zeigt uns Stephan auch die ersten Engelhaie, die unter einer Sandschicht schlafend am Grund liegen. Sehr schön auch die vielen Sepien, die wir bei diesem Tauchgang sehen.

Die nächsten Tauchgänge verlaufen ähnlich. Kurze Anfahrten und kurze Wege zum Wasser über einen Strand oder die Strandpromenade. Dann abtauchen über Sandgrund bis zur Riffkante, die gleich auf 30-40m abfällt
.
Vor dem ganzen Ort Puerto del Carmen zieht sich dieses Riff entlang, so dass es nicht notwendig ist, mit dem Boot raus zu fahren.
Einen Bootstauchgang haben wir dann doch gemacht, nämlich einen Wracktauchgang vor der Einfahrt des alten Hafens. Dort liegen auf 30-35m mehrere Wracks dicht beieinander, an denen der Zahn der Zeit schon recht stark genagt hat. Eigentlich ein großes Trümmerfeld. Sehr schön aber ist ein kleiner Frachter (30m lang) der auf der Riffkante in 17m Tiefe liegt und dessen Rumpf die Riffkante um einen Teil überragt - besonders schön im Gegenlicht beim Aufstieg vom Trümmerfeld zu sehen.

Am 6.12. war es dann soweit:
Der überraschte Stephan stellt beim Tauchen plötzlich fest, dass er von mehreren Nikoläusen umgeben war. Die erste Vermutung ‚Tiefenrausch im Flachwasser' erwies sich dann bei der nachfolgenden Adventsfeier auf der Basis als nicht haltbar. Christstollen, Spekulatius und Dominosteine verschwanden dann auch rasend schnell in die Bäuche der Anwesenden, was auf Entzugserscheinungen hindeutete.

An zwei Abenden in dieser Woche gab es die Gelegenheit zu einem Nachttauchgang, die wir natürlich nutzten. Viele Krabbeltiere, Sepien und ein wunderschöner Zylinderrosenbewuchs auf dem Sandgrund brachten bei diesen Tauchgängen viel Abwechselung.
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Einige schöne Tauchplätze im Norden der Insel konnten wir leider nicht besuchen, da die Windverhältnisse zu ungünstig waren. Dort geht man nämlich über felsigen Grund ins Wasser, was aber bei auflandigem Wind nicht möglich ist.

Das Fazit dieser Woche:
Zum Jahresende noch einmal richtig schönes Wetter. ( 20°-25°)
Gute Sicht (20m) und angenehme Wassertemperatur (22°)
Die Unterkunft in der Arena Dorada ist gut und das Frühstücksbuffet für 4€ kann man empfehlen.
Die Tauchbasis von Stephan ist klein aber gut organisiert, es läuft alles sehr ruhig und gelassen ab und Stephan zeigt einem auf Wunsch auch das lange ersehnte Seepferdchen.
Das Tauchen ist natürlich anders als im Mittelmeer oder im Roten Meer.
Der Bewuchs hält sich zurück, aber viele Schwarmfische und auch größere Einzelexemplare (Rochen, Barrakudas, Engelhaie oder Zackis) weisen darauf hin, dass wir uns im Atlantik befinden, wo es eigentlich Alles gibt.

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Engelshai Sepien

Der Ort Puerto del Carmen hat alles das zu bieten, was einen Touristenort ausmacht:
Schöne weite Strände, kleinere Buchten, Nachtleben und Einkaufsmeilen, alles ist auf
8 km Länge zu finden.
Und was hat Lanzarote sonst noch zu bieten?
Das müsst Ihr dann im Reiseführer nachlesen, denn die Zeit für Sightseeing reichte bei 12 Tauchgängen in dieser Woche dann doch nicht.

Da uns die Woche sehr gut gefallen hat, planen wir für dieses Jahr im November oder Anfang Dezember eine Clubfahrt nach Lanzarote. Die Größe der Gruppe sollte 20 Taucher nicht überschreiten.
Auf der Mitgliederversammlung können wir vielleicht schon näheres mitteilen, es wird aber auch noch einen eigenen Lanzarote-Info-Abend geben. Buchungen für diese Reise werden wir ab Ende März vornehmen. Bitte E-mail, Aushänge und Flossenblatt beachten. Voranmeldungen könnt Ihr aber schon bei uns abgeben (denn wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!).

Übrigens hat Speedy-Diving ein sehr treffendes Motto: Wer uns findet, findet uns gut.
Finden wir auch!

 



Reinhard und Karin

2007 Lanzarote banner

Madeira 2008

Die Vulkaninsel im Atlantik

Nicht nur für Wanderer, Naturfreunde und Fans von Sissifilmen hat die Insel im Atlantik einiges zu bieten. Nein, auch Taucher können hier voll auf ihre Kosten kommen. Wild, zerklüftet, Fisch- und Artenreich ist der Atlantik. Wer den Blick noch nicht durch Tauchgänge in Ägypten oder den Malediven eingeschränkt bekommen hat, wird hier durch eine wunderbare vielfältige Unterwasserwelt belohnt werden.

Madeira gehört zu Portugal und liegt im Atlantik vor der nordwestafrikanischen Küste, etwas nördlich von den Kanaren. Madeira bildet mit den Kanaren und den Azoren die so genannten Makaronesischen Inseln. Madeira ist eine Vulkan- und Felseninsel. Dementsprechend gibt es nur sehr wenige Sandstrände. Dafür aber schroffe Steilküsten, bizarre Felsformationen, Schluchten und Berge. Durchzogen von den alten Levadas die das Land bewässern und urbar machen, hat sich eine wunderbare üppige und vielfältige Blumen- und Pflanzenpracht entwickelt. Madeira wurde so bedingt durch das milde Klima zur Frühlingsinsel.

2008 Madeira 1 Aber nicht nur über Wasser auch unter Wasser hat Madeira einige zu bieten. Wir waren zu Gast bei Mantadiving. Der Barakudatauchclub liegt im Hotelresort Galo in Canico de Braixa an der Südostseite der Insel. Die Hotelanlage besteht aus einem Drei- und einem Viersternehotel, sowie einigen Appartements und Studios. Es verfügt über einen Fitnessclub, ein großes Vitalzentrum, mehrere Saunen, Innen- und Außenschwimmbad sowie mehrere Restaurants und zwei Bars. Unmittelbar am Lido mit Meerwasserpool liegt auch der Tauchclub. Diesen erreicht man entweder über einen Lift oder eine steile Treppe im Fels.
Die Tauchbasis vom Hotel aus gesehen

Der Naturstein erhaltene Lido wurde durch verschiedene künstliche Ebene ergänzt, so dass man genügend Liegeflächen erhält. Die Tauchbasis selbst besteht aus einem Büro, Unterrichtsraum, Werkstatt mit Kompressorraum und einem Nassraum. Daneben gibt es einen Außenbereich zum Trocknen der Tauchanzüge.

Herzlich und persönlich begrüßt wurden wir von Stefan Maier, Rainer und Sittika sowie Dominik, der dieses Jahr als "Assi" auf der Basis arbeitet und seinen TL machen wird. Jeder Taucher wird zunächst einmal komplett auf der Basis herumgeführt und erhält eine intensive Einweisung in die Abläufe. Das eigene Equipment kann man in praktischen Boxen im Trockenraum verstauen. Daneben bietet die Basis auch moderne Tauchausrüstung und als "Gimmick" drei UW-Scooter im Verleih an.

Getaucht wird an dem Hausriff oder an nahe gelegenen Tauchspots. Aber das Hausriff bietet schon fast alles was das Taucherherz begehrt. Lavafinger, Arena, Pico und Höhle sind die vier Tauchspots direkt vor der Basis. Vor allem der Lavafinger ist ein idealer Tauchplatz für alle Leistungsstufen. Eine kleine Höhle, ein kleiner Tunnel, Steilwand, viele Spalten und Löcher, sowie eine ruhige Bucht zum Austauchen.
2008 Madeira 2

Zu sehen gibt es allerlei. Eine fast zahme Maskenmuräne "Esmeralda", Tiger- und Mittelmeermuränen, Bärenkrebse, selten gewordene rote Riffhummer, Riesenseespinnen, Tänzergarnelen, Weißstreifenputzergarnelen, Goldschwämme, unzählige Schneckenarten, Drachenköpfe, Grundeln, Bleniiden, Papageifische, Lippfische, kleine Ansaugerfische, Kugelfische und seltene Dreiflosser. Schwärme von Doraden, Ährenfischen, Brassen, Goldstriemen, Meerbarben und Grunzern. Daneben einzelne Zackenbarsche, Riffbarsche, Barrakudas und Trompetenfische. Ein seltener gelber großer Zackenbarsch, fast handzahm begleitet er die Taucher am Garajauriff. Einzelne Barrakudas beäugen die Taucher, begleiten uns ein paar Meter und drehen dann ab. Schwärme von Riffbarschen teilen sich vor uns.

Ein besonderes Highlight ist sicherlich die Höhle, etwa 100 Meter von der Basis entfernt. Dabei handelt es sich um eine ca. 40 Meter lange Höhle, die durch eine große Öffnung in 10 Meter Tiefe betaucht werden kann. Am Ende der Höhle kann man auftauchen. Mit viel Glück findet man hier eine der selten gewordenen Mittelmeermönchsrobben schlafend. Ansonsten sind am linken Ausgang einige seltene sehr feine schwarze Korallen zu entdecken. Beim Rückweg ist dann Zeit die Steilwände genauer zu untersuchen. Denn auch hier finden sich in zahllosen Spalten und Löchern allerlei interessantes Unterwassergetier.

2008 Madeira 3 Das Tauchen auf Madeira im Unterwassernationalpark bietet dem Taucher, der entspannte ruhige Tauchgänge machen möchte, der auch mal wieder gerne die Artenvielfalt im Kleinen sucht, der nicht nur nach Großfisch Ausschau hält, der sich einfach an der wunderbaren vielfältigen Unterwasserwelt erfreuen will, ein ideales Tauchrevier auf einer wunderschönen Insel.

Wer mehr von der Basis wissen möchte findet weitere Informationen unter: www.mantadiving.com oder bei www.qualitydivers.com

Peter Pleumann

Ägypten
Marsa Shagra Red Sea Diving Safari 1000 und 1 Nacht.....

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No maden, Marsa Shagra

Der Zielflughafen war Hurghada, und wir waren mächtig gespannt, was uns denn wohl erwarten würde. Erstmal fuhren wir ca. 4 Stunden an der Küste des Roten Meeres entlang Richtung Süden. Die Städte verwandelten sich in Dörfer, später in einzelne Häuser, links das Rote Meer auf das wir sehnsüchtig starrten, und rechts die Wüste - und nichts als die Wüste.

Dann endlich, ca. 120 km südlich von El Qusier wie ein Nomaden-Zeltlager unser Domizil der nächsten 14 Tage . Das Tauchcamp Marsa Shagra der Red Sea Diving Safari. Zuerst sahen wir nur weiße Zelte, dann einige Steinbungalows und einige offene Palmenhütten mit Strohdächern direkt am Wasser.

So einfach wie es aussieht ist es aber nicht ganz. Es gibt einige ziemlich komfortable Bungalows mit eigenem WC und Dusche. Weiterhin stehen kleine Steinhütten für die Geimeinschaftsduschen und WC´s zur Verfügung. Nicht zuletzt natürlich auch jede Menge Zelte. Die offenen Palmenhütten waren unser Aufenthaltsraum unser Speisesaalund Tauchbasis, alles war offen und es herrscht ein großes Vertrauen zwischen Gästen und den Angestellten sehr angenehm! Dies Versprach ein tauchreicher, ruhiger, erholsamer Urlaub zu werden. Zumindest war es auch die ersten 3 Tage so und dann kam Rolf....
Scherz bei Seite, war wieder klasse Tauchen und viel Fun mit Rolf.

Nun komme ich zum Wesentlichen, nämlich dem TAUCHEN: Es gibt drei verschiedene Arten des Einstiegs zum Tauchen, da das Rote Meer komplett von einem Saumriff umzogen ist. Einmal in den Marsa´s hier ist das Riff völlig gebrochen, so daß man über den Sandboden leicht, teilweise jedoch recht lange in geringer Tiefe, hinweg taucht. Zum Zweiten in den Sharm´s was eine leichte Einkerbung in Form eines V im Riff darstellt. Leider muss man hierbei machmal etwas länger oder kürzer über das Riffdach gehen (bei Wind und Wellen nicht ganz einfach). Doch dann gelangt man oftmals in ein kleines Gängesystem (wie ein Mini-Canyon), echt toll!

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Und dann natürlich die Bootstauchgänge teilweise echt hoher Wellengang, so daß das größte Problem war, vom Boot ins Zodiak und wieder zurück zu kommen. Aber jeder Tauchgang hat uns immer wieder entschädigt. Zu Anfang war ich von jedem Blaupunkt-Stachelrochen völlig fasziniert, bekam so ein Grinsen ins Gesicht, daß mir die Maske mit Wasser voll lief. (Es waren mind. 5 pro TG, so daß man sie ab dem 4. Tag gar nicht mehr wahr nahm). Clown- und Anemonenfische ohne Ende, Drücker, Papageienfische, Rotfeuerfische, große Napoleons, Muränen - freischwimmend - ,Kroko´s, Zacki´s, Kofferfische, Octopussi´s...., Korallen, Korallen über alles. Harte, weiche, Tischkorallen, riesige Korallengärten, und alles in den schönsten Farben einfach unglaublich. Dann mein erster Nachttauchgang - Garnelen, Rotfeuerfische, Riesenschnecke, eingeschleimte Papageienfische und ganz viel interessantes Kleinzeugs (ich weiß soooo viele Namen einfach noch nicht). Es ist total beeindruckend, wenn man während eines Tauchgangs einen Barrakuda-Schwarm sieht, kurz darauf einen Thunfisch-Schwarm und zwei ziemlich interessierte Weißspitzen-Riffhaie. Ganz zu schweigen von all den vielen kleineren und größeren bunten Fischen und Korallen.

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Auch das ach so bekannte Elphinstone-Riff hat uns nicht enttäuscht: 4 Delfine jagten einen Hai in die Tiefe, eine Schildkröte zwang mich zur Eifersucht, als sie versuchte, Berle zu küssen. Hier noch eine freischwimmende Mega-Muräne, und dann kam der Hammer: Hammerhaie !!!

Ein weiterer Bootstauchgang der Superlative war das Dolphinhouse. Und wie der Name es schon verrät, Delfine, Delfine, Delfine, ... und wir mittendrin.
Es war eine Delfinschule von, ich will nicht übertreiben, ca. 70 Delfinen. Sie schwammen mit uns, unter uns, um uns herum, ... mir fehlen die Worte.

Sandra Althen

Ägypten

Südlich, südlicher, am südlichsten...

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So weit wie möglich in den Süden sollte uns unser 2. Ägypten-Tauchurlaub im Juni 2001 führen. Und weil wir mit Tom und Gelske in unserer 2. Woche das Zeltcamp Wadi Lahami –derzeit der südlichste Ort, von dem von Land aus getaucht werden kann- gebucht hatten, wollten wir uns in der 1. Woche verwöhnen lassen. Das Shams Alam –südlich von Marsa Alam gelegen- sollte es sein.

Der Flughafen Marsa Alam war noch nicht fertig. Also durften wir uns auf 4-6 Stunden Transfer freuen – je nach Heizermentalität der Fahrers. Darüber, dass niemand von unserem Reiseveranstalter am Flughafen auftaucht, machten wir uns zunächst keine Gedanken. Meine Reise- und Lebensgefährtin hat das Problem sofort im Griff und wir fanden einen Kleinbus, der uns bis zum Hotel „Shams Alam“ bringt. So weit alles vom Feinsten.

1. Woche: Hotel Shams Alam (südl. von Marsa Alam):
Erste Probleme im Shams
Dort angekommen stellen wir fest, dass das nicht unbedingt die beste Entscheidung gewesen ist. Der Hotelfritze macht uns nämlich klar, dass unsere –OFT-Reisen-Vouchers dort nicht akzeptiert werden können. Die hätten am Flughafen gegen Vouchers von Travco (einer ägyptischen Reisegesellschaft) umgetauscht werden müssen. Wenn wir nicht umtauschen würden, müssten wir noch einmal bezahlen.

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Das Hotel vom Strand aus...

Das gleiche sagten uns übrigens auch die Leute von der Tauchbasis. Große Freude bei Althen / Berlemann. Unser ägypt. OFT-Reisebetreuer (oder wie nennt man das ?) hätte zwar eigentlich in der Zeit mind. 1-2 mal eh dort auftauchen müssen, tat dies aber trotz eines Telefonates und eines Faxes (je 40 US$ Kosten) nicht. Suuuuuper.Unterkunft und Essenwar den 4 ½ Sternen entsprechend. Die Zimmer waren bequem und sauber,Telefon, Air Condition und Minibar standard. Das Essen war üppig, lecker, dem mitteleuropäischen Gaumen angenähert und trotzdem lecker exotisch. Fand ich wirklich gut. Auf die Handtuch-Krokodile, -Schwäne, -Schlangen und –Herzen auf dem Bett hätte ich allerdings auch gut verzichten können.Dass die Preise für Getränke nicht gerade niedrig sind, ist auch normal. Kosten für Softdrinks sollte man mit einkalkulieren, bei den Temperaturen gehen so einige Liter Wasser durch. Aber die Frechheit mit dem Bier vergesse ich denen nicht (du kennst mich ja). Das Bier kostete nämlich im Restaurant 3 US$ pro ½ Liter, in der Mini-Bar im Zimmer 2,50 US$. Dieser Preisunterschied scheint den Herren aufgefallen zu sein. Nach etwa 3 Tagen fand ich plötzlich 0,33-Liter-Dosen in der Bar vor. Sandra sagt noch: „Die Preise sind ja vielleicht auch angepasst ?!“ Und tatsächlich. Die 0,33 l Dose kostete jetzt 3,50 US$. Keine feine ägyptische ArtTauchenZiemlich verwöhnt von den Tauchgängen in Marsa Shagra 2000 erwarteten wir im noch südlicher gelegenen Shams Alam so einiges – und wurden völlig enttäuscht.Tauchbasis...Die Vielfalt der Flora und Fauna war mit Marsa Shagra nicht zu vergleichen, der Dive-Guide hatte immer „Kopfschmerzen“ und hat selbst unerfahrene Taucher (mit 20-30 TG) völlig alleine tauchen lassen. Er ging gar nicht erst ins Wasser. Und seine Kenntnis der Spots war echt enorm. „Da unten sind Super-Korallen, ein echtes Erlebnis !“ Wir fanden dann einen Tauchplatz vor, der vom Dynamit-Fischen zu 70-80% kaputt war. Jaja, wenn Kopfschmerzen chronisch werden.Die im Katalog angekündigten Fahrten zum Dolphin-House kamen komischerweise auch nicht zustande, und die Frage nach dem Hausriff wurde uns beantwortet mit: „Das lohnt sich eigentlich nicht !“. War wohl zu viel Arbeit für die Jungs. Ach ja, die Nachttauchgänge sollen dort auch ein echtes Erlebnis sein. Wenn mal einer zustande kommt (am Hausriff), wird der TG geführt und mit X-Megawatt –Strahlern flutlichtmäßig erhellt. Die Taucher dürfen dann den Guides folgen, so wurde uns erzählt. Wir haben das dann stecken lassen.Fazit:Wenn alles gut läuft (Stichwort: Voucher) ist das Hotel völlig o.K., die Tauchbasis allerdings nicht zu empfehlen.

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Tamara..., immer den Schalk im Nacken

2.Woche: Wadi Lahami:

Erst mal klären, wie das mit den Vouchern läuft. Kein Problem. Alles wird akzeptiert und von Beginn an ist hier gute Stimmung. Tamara –unsere italienische Basisleiterin und Dive-Guide- hat ständig einen dummen Spruch auf den Lippen und ein schmergeln im Gesicht. Ross –ihr australischer Lebens- und Tauchgefährte- zwar etwas verschlossener und brummeliger, aber auch ein ganz Entspannter.

English-spoken !!! Etwas gewöhnungsbedürftig, aber für so ein „Sprachgenie“ wie mich „natürlich überhaupt kein Problem“. Ich bewundere da immer die Holländer, die das mit den Sprachen einfach drauf haben.

Unterkunft und Essen
in Zelten –16 Zelte für max. 32 Gäste- für meinen Geschmack super. Nachts viel Luft und wenn man morgens eh früh genug aufsteht kein Problem. Naja, die Handtuch-Schwäne auf den Betten habe ich etwas vermisst. Das Essen war natürlich wesentlich einfacher. Kein Buffet, man lässt sich überraschen, was es denn so gibt. Auf eine abendliche Frage nach Erdnüssen bekamen wir Oliven gebracht. Aber Softdrinks, Bier und Eis (?) kein Problem. Komfort oder gar Luxus kann man in Wadi Lahami nicht erwarten. Aber es ist alles da, was man braucht. Wir hatten Chemie-Toiletten und Wasserkanister (zum duschen) erwartet, wurden aber sehr positiv überrascht. Die festen Duschen und Toiletten waren sauberer als seinerzeit in Marsa Shagra und die Stranddusche war einfach spitzenmäßig.

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Unsere Appartements... Aauuufsteeehn...

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Tauchen
war echt hart. Morgens um 6 h aufstehen, kurzes Frühstück, 7 h mit dem Zodiac auf die bis zu 20 km entfernten Spots. Auch bei leichtem Wellengang ein Ritt auf einem wilden Stier. Aber nicht selten hatten wir auch Ententeich. Ca. 8 h der 1. Tauchgang (fast ein Early-Morning-Dive) , danach 1 Stunde Oberflächenpause auf dem Zodiac. Da merkt man erst wie schnell eine Stunde vergeht.

morgens ca. 9:30... Das hatten wir uns viel schlimmer vorgestellt. Und beim Schnorcheln in der Pause war es nicht ungewöhnlich, Haie, Barrakudas und vieles mehr zu sehen. Ca. 10 h der nächste Tauchgang und gegen 12 h waren wir schon wieder zurück an der Basis und hatten schon 2 Off-shore-TG hinter uns, die von Tamara spitzenmäßig begleitet wurden.

Das gesamt Gebiet –die Fury Shoals- sind inzwischen schon recht bekannt. Aber betaucht sind die Gebiete in der Gegend wohl erst seit ca. 2 Jahren. Die Tauch-Spots, die wir anfuhren hatten zum großen Teil erst 1 Jahr zuvor ihre Namen erhalten. Claudi z.B. läßt sich auf die “Entdeckerin” Claudia zurückführen. Und „Bloumen“ ist ein herrlicher Korallengarten, der die entdeckenden Holländer an Blumen erinnerte.

Gegen 15 h Uhr wurde ein dritter TG angeboten, der küstennäher war.

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Vier alle...

Und Nachttauchgänge vom Feinsten. Jeden 2. Tag haben Tom und ich uns dieses Vergnügen angetan. Wir wurden –ohne zu murren- mit dem Zodiac ein Stück rausgefahren und konnten dann am super Hausriff tauchen. Wir sahen jedes mal spanische Tänzerinnen, einmal eine Schildkräte, einen Barrakuda, einen Weißspitzen-Riffhai, der an meine Lampe dängelte (da hatte der Berleman doch etwas Respekt; komisches Gefühl, wenn der Hai weg ist und man nicht weiß wie weit) und so weiter, und so weiter.

Ich sage nur:

 

   Shams Alam 5 Tauchtage 10 Tauchgänge
   Wadi Lahami 6 Tauchtage 20 Tauchgänge

und schlage 3 Kreuze, dass wir zuerst im Shams Alam waren und später im Wadi Lahami. Denn der letzte Eindruck ist für einen Urlaub doch immer wieder der entscheidende.

Frank Berlemann

Sharm El Sheik 2004

Flughafen Münster- Osnabrück, März 2004: Regen, Kälte, Dunkelheit... klar, es ist auch noch mitten in der Nacht!
Einige Stunden später Landung in Ägypten. Zwar ist es bewölkt, aber uns empfängt eine warme Brise und die Gesichtszüge entspannen sich: Urlaub, Tauchen, alles ist gut!Na ja, fast alles! Unser Hotel "Sharming Inn" hatte seinen Namen sicher nicht von "Charme" abgeleitet! Elliott und ich mussten bald feststellen, dass All Inclusive nicht bedeutete, dass einem die Füße geküsst werden! Vor allem die Barkeeper der Pool Bar waren meistens etwas mürrisch. Oft waren bestellte Getränke mal wieder "finished", man bemühte sich frühestens am nächsten Tag um Nachschub. Das Essen war reichhaltig aber nicht wirklich lecker. Nur der Zimmerservice bemühte sich redlich, uns mit Handtuch- Origami zu erfreuen!
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Als Tauchbasis hatten wir den Sinai Dive Club gewählt. Der war wirklich gut organisiert! Was zunächst nach Chaos aussah hatte offenbar System. Wir wurden morgens abgeholt, unsere Klamotten waren immer auf dem richtigen Schiff und es gab einfach keine Probleme.

Dive Guides verschiedenster Nationalitäten zeigten uns die Tauchgebiete und sorgten für gute Stimmung an Board.Am ersten Tag testete Mohammed, ein ägyptischer Guide in der Mittagspause unsere tänzerischen Fähigkeiten. Getaucht wurde von den Booten "Angelina I und II" aus, in der Regel in geführten Gruppen mit 4 bis 8 Tauchern. Auf Anfrage durften wir nach 2 Tagen auch selbständig tauchen. Für ca. 2€ gab´s alkoholfreie Getränke soviel man wollte, für weitere 2€ auch ein wirklich gutes Mittagessen an Board.

Die Riffe bei Sharm El Sheik sind wirklich wunderschön, große Korallenfächer, viele Fische und hübsche Nacktschnecken zeichneten unsere Wege. Aber die etwas weitere Tour zum Ras Mohammed lohnt sich auf jeden Fall. Fasziniert von Korallenschönheiten und einer fetten, frei schwimmenden Muräne erfüllte sich dort eine meiner langersehnten Hoffnungen: Eine Schildkröte! Geht doch!

Am letzten Tag stand die Fahrt zur Thistlegorm an. Bin ja kein Wrack Fan, aber das Schiffchen ist schon ziemlich beeindruckend! Der Tag beinhaltete zwei TG am Wrack und einen dritten am Ras Mohammed. "Jetzt noch so´n kleinen Riffhai zum Abschied!" scherzten wir noch. Immerhin hatten wir die ganze Woche keinen Hai gesehen. Doch der TG schien eher langweilig zu werden. Irgendwann kam ein großer Napoleon, den ich eine Weile mit dem Photoapparat verfolgte. Bis mein Body mir kräftig an der Flosse zog, damit ich den Adlerrochen hinter mir endlich sehe. Grins!

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Guide Mohammed musste dann bald mit der Gruppe raus, Elliott, Yoko, eine quirlige Japanerin und ich durften unsere Restluft noch auskosten. Wir ließen uns weiter treiben, schauten am Riffende noch kurz um die Ecke und wollten umkehren. Yoko machte eine Rolle im Wasser und bekam plötzlich ganz seltsame Zuckungen im Gesicht. Heftig deutete sie auf etwas hinter uns. Und da war er. Ein Walhai! Unglaublich!

Wir ließen ihn fasziniert vorbeiziehen, danach stürzte Yoko auf uns zu und umarmte uns. Danach haben wir nur noch gelacht, unter Wasser, über Wasser, an Board... gut, dass wir Beweisphotos hatten, sonst hätte uns wohl keiner geglaubt!

Die Abende haben wir meistens in Naama Bay verbracht, da unser Hotel auch hier nicht viel hergab. Bisschen schoppen, mal ne Wasserpfeife rauchen, aber immer in die Camel Bar! Der Laden war echt urgemütlich: Die Decke voller Flaggen, die Wände voller T-Shirts, der Boden voller Erdnussschalen, entspannte Gäste, entspannte Barkeeper und gut gemischte Musik!

Und dann wieder den Tatsachen stellen. Urlaub vorbei, zurück ins kalte Deutschland... hatte nicht jemand was von Schnee in seiner SMS geschrieben? !? Egal, von so einer Walhai Begegnung kann man noch ne´ ganze Weile zehren! 

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Karin Sander

Bundesjugendtreffen 2004

Tauchreise zum VDST Bundesjugendtreffen in Hurghada

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Die Hotelanlage

Am 10.04.2004 sollte es endlich losgehen: 11 TCMler versammelten sich an einem viel zu frühen Samstagmorgen bei stattlichen 7°C (!!!) auf dem Pendlerparkplatz an der Autobahn, um der ersten, großen, einwöchigen Tauchsafari im warmen Ägypten über Ostern entgegen zu treten.
Super gut gelaunt und mit riesiger Tauchurlaubsvorfreude ging's nach der Verladung des Gepäcks und der Tauchsachen in einem Kleinbus ab in Richtung Düsseldorfer Flughafen. Nach einer relativ kurzen Fahrt, erreichten wir in aufregender Stimmung unseren Abflugschalter und konnten auch schon kurze Zeit später einchecken.

Erleichtert, endlich unser Reise- und Tauchgepäck los zu sein, unsere Flugtickets in der Hand zu halten und dem Urlaub entgegen zu fiebern, mussten wir dennoch zwei Stunden im Düsseldorfer Flughafen ausharren, bis sich unser Flieger endlich um genau 11:22 Uhr in die Lüfte gen Hurghada erhob.
Nach einem lustigen, 5-stündigen Flug landete unsere Maschine endlich auf dem Hurghada Airport und das erste Highlight einer warmen Brise in der knalligen Sonne bei mindestens 27 Grad war perfekt! Erstaunt von den eher primitiven Umständen der Flughalle und begrüßt von dem VDST-Leiter des Bundesjugendtreffens, nahmen wir super gelaunt unser Reisegepäck entgegen.

Vor der Halle warteten auch schon andere Jugendtauchgruppen aus ganz Deutschland, die für eine Woche zum Bundesjugendtreffen am Roten Meer zusammen kamen, um sich kennen zu lernen und natürlich einen ereignisreichen Tauchurlaub zu erleben!
Schließlich waren 150 Jugendliche auf 3 Busse verteilt, die uns nach einer rasanten Fahrt durch die Hotelmeile sicher zum *** Hotel El-Samaka brachte.

 

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Sonnenbad an Deck

Dort angekommen, bekamen wir den ersten Eindruck von einem gepflegten Hotel und einem idyllischen Innengarten unter Palmen mit Pool (Zitat: "Alles sau geil!"). Mit der Information, dass außer deutschen Gästen nur Russen das Hotel bewohnten, zogen wir gespannt auf unsere kleinen 3-Bett-Zimmer, die außer dreckigen Bädern und von außen zu öffnenden Fenstern überraschend gut waren; dafür gab's einen Safe und einen leistungsstarken Super-Kühl-Schrank!!!
Abends hieß es dann erst einmal "Treffen aller Jugendlichen mit den Leitern und Begleitern an der Tauchbasis für die Lagebesprechung der Tauchwoche" und jeder Truppe wurde eine Nummer der insgesamt 9 zur Verfügung stehenden Tauchboote erteilt; unseres war die Maria Gon. Nach einer gemütlichen Sitzrunde bei Wasserpfeife, einigen genießbaren Schlucken des ägyptischen Bieres und erster Bekanntschaft mit einer Osnabrücker Tauchgruppe, waren wir auf den ersten Tauchtag gespannt, der am nächsten Morgen (gottseidank erst um 10 Uhr) mit einem gemeinsamen Treffen aller Tauchfreunde begann. Über die Woche hieß es nämlich für die TCMler um 7 Uhr Frühstück im Hotel und halb acht Ausfahrt mit dem jeweiligen Tauchboot - doch nach diesem kleinen Schock konnte das Tauchen endlich losgehen.
TCM komplett, bestieg nacheinander unter der brennenden Sonne ihr Tauchschiff und wie es der Zufall so wollte, wurde uns das größte, sauberste und schönste Tauchboot erteilt, mit der besten Crew und dem tollsten Essen! Auch Glück hatten wir mit dem Wind, der am ersten Tauchtag mit der aufgehenden Sonne verschwunden war und nach unserer Tauchwoche beim Abflug wieder stark zunahm!

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Nun ging's aber erwartungsvoll auf dem glatten Roten Meer Richtung 1. Tauchplatz am Korallenriff "Fanous-Ost". Nach einem ausgiebigen Sonnenbad auf dem geräumigen Sonnendeck der Maria Gon gab's von Harry (unser Tauchguide auf unserm Schiff für die Tauchwoche) ein Briefing und nach der Tauchgruppeneinteilung hieß es anrödeln! Völlig aufgeregt sprangen nach und nach die Gruppen am Korallenriff mit den langen 12L-Geräten auf dem Buckel ins kristallklare Wasser und tauchten mit dem Abschiedswinker von Harry "und schön' Urlaub" und dem OK-Zeichen in die fantastische Unterwasserwelt des Roten Meeres.

 

 

 

Die Farben- und Fischpracht toppte mit jedem weiteren Blick zur Riffkante: Papageienfische, Doktorfische, Drückerfische, Kaiser-, Wimpel- und Falterfische, Flötenfische, Zackenbarsche, Rotfeuerfische, Blaupunktrochen (…..) und natürlich auch viele kleine "Nemos". Überbeeindruckt von Artenvielfalt und Korallenbau unter Wasser und der gigantischen Sichtweite beendeten wir unseren ersten und bisher schönsten Tauchgang und konnten den zweiten an diesem Tage natürlich nicht mehr abwarten.
Nach einem reichhaltig leckeren Buffet (es hieß vorher: kleines Lunchpaket!!), Sonnenbäder, und Faxen mit der ägyptischen Crew (alle fünf Minuten wurde jemand von Bord geschmissen) wechselten wir den Tauchplatz und der zweite Tauchgang stand bevor. Mit den gleichen Gruppen ging's wieder hinein ins angenehm kühle Nass: Kugel- und Kofferfische, Clownsfische, einige Großfische, Krokodilsfisch, Fledermausfische, Süßlippen, Seenadeln, Soldatenfische, Muränen, Röhrenaale, Blaupunktrochen (…), schöne Korallenformationen und das Blau des Wassers verleiten uns dazu, beinahe nie wieder aufzutauchen! Ein wenig enttäuscht, dass der letzte Tauchgang des ersten Tauchtages schon vorbei war, freuten wir uns umso mehr auf die nächsten Tauchgänge, die uns noch bevorstanden und etwas erschöpft trafen wir gegen spät Nachmittag wieder im Hotel ein. Danach war Schnorcheln angesagt oder man genoss das kühle Wasser im Pool. Das Abendessen begann etwa gegen 19 Uhr und bestand aus einem reichhaltigen Büffet.


Die folgenden Tage verliefen unhecktisch und problemlos und mit allem, was fürs easy diving dazugehörte: Die Sonne brannte bei fast 40 Grad vom Himmel, die Stimmung toppte von Tag zu Tag und das Tauchen wurde immer besser. Leider gab es aber auch einen kleinen Zwischenfall bei dem ersten Tauchgang bei Britta, die nach längerem Versuchen keinen Druckausgleich mehr bekam. Unser VDST-Arzt "Hanjo" stellte im Nachhinein eine akute Ohrentzündung fest, die bei ihr zu einem Tauchausfall der ganzen Woche führte!"Gabba Gabi"
Entsprechende Highlights verfolgten die übrigen Taucher des TCMs' über die tollen Tauchtage an immer verschiedenen Tauchplätzen an den Riffen wie "South Abu Ramada", "Shab Disha Erg" oder "Gotha Abu Qualawa" (…): Großer Napoleon, Schildkröte, große Barrakudas und einen Tauchgang mit Nesseltierchen, die bei Berührung mit der Haut ein kurz anhaltendes Brennen verursachten; mit einem Aufschrei von der Crew: "shark, shark!!!" erlebten wir unser erstes Date mit einem freischwimmenden Hai an der Wasseroberfläche (mit voller Erwartung unter Wasser dann leider doch keinen gesehen!) und nach einer geglückten Bekanntschaft mit einem Delfin am letzten Tauchtag ging es mit einem beruhigten Gefühl, mal einen Delfin gesehen zu haben, durch das türkis-grüne Wasser und zum letzten Male auf der Maria Gon vom Tauchplatz "El Aruk" zum Hotel zurück.

Natürlich gab es "an Land" auch einige Highlights wie der Besuch eines Abgeordneten des ägyptischen Präsidenten, eine Nachtfahrt nach Hurghada (-"Downtown"), einen angebotenen Biologiekurs, indem die Teilnehmer Referate zum Roten Meer vortrugen, eine witzige Tauchertaufe für alle Jugendlichen des Bundesjugendtreffens und die Geschichte "Timo alias Gabba Gaby": Auf dem Schiff gab es Jemanden von den TCMlern, der ein neon-gelbes, neon-pink gestreiftes und lilanes Stirnband mit einer pinken Aufschrift GABY trug. Dieses Stirnband erhielt dieser Jemand vor der Abreise nach Ägypten von seiner Mutter. Seitdem hörte er über den Rest der Woche (und zurzeit noch immer) auf den Namen Gabba Gaby. Spässken muss sein: Die Krönung war eine Verkleidung unserer frisch gebackenen "Taucherin".

 

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Mit einer braviosen Verabschiedung der Crew und mit einem dicken Lob von unserm Tauchguide, dass mit uns alles so super easy geklappt hat, ging's mit der Einstellung: "Wir kommen wieder, spätestens Ostern 2008 beim nächsten Bundesjugendtreffen in Ägypten!" ein letztes Mal begeistert von Bord.

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Die Krönung zum Schluss war ein Gruppenfoto aller Teilnehmer des Bundesjugendtreffens auf drei Tauchschiffen mit allen Bootsbesatzungen.
Damit ging eine erlebnisreiche und tolle Tauchwoche im Roten Meer mit zehn wunderschönen Tauchgängen zwischen den Korallen und vielen Tropenfischen zu Ende und alles in allem war es einfach nur: "sau geil!"

 

Britta, Marvin, Matthias

 

 

 

Die Truppe
(v.l.) Simon, Marvin, Daniel, Britta, Thorsten, Timo (alias Gabba Gaby), Svenja, Jeff
Matthias, Siggi, Ulli

Der 9-tägige Schwäbisch-Kurs in Safaga...

Safaga2004 1

Als ich 2000 den Übungsleiter machte, hätte ich mir nicht träumen lassen, dass mich erst 4 Jahre später, nämlich am 06.04.2004 um vier Uhr der Wecker aus dem Schlaf riss, um endlich die TL*-Praxis machen zu können. Ich trank also noch ein letztes Mal einen echten deutschen Schaumkaffee aus der Senseo, nahm meine 50 kg Gepäck und fuhr zum FMO. Von dort aus ging es mit dem Flieger nach Stuttgart, wo ich weitere 16 TL*-Kandidaten plus 6 hochdekorierte TL traf, bis auf eine Ausnahme alle aus dem Schwabenländle.

Orca Basis

 

Gemeinsam flogen wir weiter nach Marsa Alam - und von dort aus noch weitere 2 Stunden mit dem Bus nach Safaga zum Lotus Bay. Wegen der krummen Teilnehmeranzahl hatte ich das Glück ein Doppelzimmer zur Alleinnutzung zu bekommen. Nachdem das Gepäck im Zimmer verteilt war, ging es zur Begrüßung und Einweisung zur angeschlossenen Orca-Basis, die zu meiner Zufriedenheit super organisiert war. Die Ausrüstungen wurden untergebracht und uns die Alia II (unser Boot) gezeigt. Das wars auch schon für den Tag. Erschöpft wurde das Buffet getestet und jeder von uns fiel müde ins Koma.

Ab jetzt hieß es täglich 6.30 Uhr wecken, 7 Uhr Frühstücksbuffet, 7.45 Uhr Treffen an der Basis, 8.15 Uhr Ausfahrt. Wenn man bedenkt, dass ich sonst erst 8.30 aufstehe...

An den ersten 2 Tagen gab es Eingewöhnungs- und Übungstauchgänge (Bleimenge optimieren usw.). Natürlich ständig begleitet von Referaten bis zum Abwinken. Ab dem dritten Tag wurden auf dem Weg zum Tauchgebiet weitere Referate verteilt und gehalten, dann folgte ein Tauchgang. In der Mittagszeit gab es weitere Referate, dann wieder ein Tauchgang. Auf dem Rückweg (leicht zu erraten, oder?) wieder Referate.

Nachdem die Ausrüstung hektisch verstaut war, gab es z.B. Medizinthemen für den ÜL-B, denn den musste ich auch gleich mitmachen, was man mir erst zwei Wochen vorher offerierte. Und das hieß, dass ich nächtelang zuhause an zwei Ausarbeitungen gesessen habe und einen dicken Ordner voll ÜL-B-Stoff lernen musste... Abends stand dann noch Unterricht für Seemannschaft (Voraussetzung TL**), Nitrox* und Apnoe** auf dem Programm.

 

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Alia II (unser Boot)

Die Tauchgänge fanden an den Tauchgebieten Ras Abu Soma, 7 Säulen (Tobia Arba), Gama Kebir, Middle Reef, und sehr oft Panoramariff statt. Die Übungen bestanden z.B. aus: Aufstieg ohne Flosseneinsatz, Aufstieg unter Wechselatmung, Retten eines bewusstlosen Gerätetauchers inkl. Rettung ins Schlauchboot, Rettungsschlinge, HLW, O²-Koffer usw., Gruppenführung mit natürliche OT und mit technischen Hilfsmitteln, Kompasskurs in Form einer Eieruhr mit Hilfestellung bei Problemfall UW und natürlich ein toller Nachttauchgang, bei dem ich mal wieder die Gruppenführung hatte. Bei manchem Tauchgang sind wir ohne Maske erst mal bis auf 15 m abgetaucht. Bei jedem Tauchgang wurde ein genauer Stopp eingehalten, die Maske mehrmals geflutet, ohne Maske minutenlang herumgetaucht oder es wurden weitere kleine "Schweinereien eingebaut". Zum Ende des Tauchgangs wurde grundsätzlich zu Übungszwecken die Tauchboje gesetzt, was auch jedes mal besser klappte. Alle Tauchgänge waren einfach ganz anders, als man es von den "normalen" Prüfungstauchgängen her kannte. Ach ja, und anders heißen tun sie auch: man sagt jetzt Übungstauchgänge.

Aber wir hatten zwischendurch auch Glück: Eine fast zahme Schildkröte, einen schlafenden Hai, schöne Muränen, Delfine und viele farbenfrohe Fischschwärme und Korallen.

Natürlich gab es auch noch 650m Schnorcheln in kompletter Ausrüstung; wir glaubten, es waren erheblich mehr, denn das Schlauchboot, um das wir wenden sollten, setzte immer wieder um. So mussten wir "zick-zack" schwimmen... Aber die Sicht war absolut super. Genauso wie am Middle Reef, wo wir (oder 2 ? oder 3 ?) km mit ABC schnorchelten.

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Sofern wir nach dem Abend-Buffet nicht zu erschlagen waren, trafen wir uns immer noch auf ein Stella oder Sakara (lokale Biersorten) an der Strandbar, um die Tauchgänge und damit verbundenen Übungen vorab zu besprechen. Außerdem war jeder mal als TLvD (Tauchlehrer vom Dienst) dran. D.h. man war für die Zeit sozusagen "der Boss vom Ganzen". Auf Sicherheit wurde wohl von den Prüfern der größte Wert gelegt.

Ostersonntag hatte ich einen Osterhasen der besonderen Art. Als ich morgens in meinen Schuh schlüpfte, krabbelte etwas an meinem Fuß. Ich schmiss den Schuh in die Ecke, da ich sofort an eine Kaki, einen Skorpion oder eine Mörderspinne dachte, aber heraus kletterte ein Gekkobaby, dass darin übernachtet hatte. Sogar Schokoladeneier waren in den Tauchboxen.

Brez´n essen

 

 

Es folgten Apnoe-Silber-Übungen in Neopren: 1:30 min Zeittauchen, 15m tieftauchen, 40m Streckentauchen (5m abtauchen - 20m weit tauchen - 5m wieder rauf) und so weiter.

Passend zum Ostermontag tauchten wir den Kompasskurs in Form einer Eieruhr. Gar nicht so einfach aber wir haben die vorher gesetzte Boje souverän wiedergefunden. Der letzte Tauchgang "Tieftauchen und alternative Luftversorgung" war am geliebten Panorama-Riff. Hier war ich wieder Gruppenführer. Wir tauchten auf MOD 39 m ab, begleitet von einem Napoleon und bekamen Aufgaben auf unseren Tafeln gestellt, mussten die Maske fluten und einen Knoten machen (Palstek, was sonst). Sobald der erste Tauchcomputer Deko anzeigte durften wir austauchen. Ab 6 m Tiefe durfte ich die Gruppenführung an den Prüfer abgeben und wir konnten das erste mal ein bisschen Funtauchen. Es folgte noch der schriftliche Nitrox- und Apnoe- Test und dann hieß es schnell den Koffer packen und die Ausrüstung verstauen, denn es war vollbracht!

Wir trafen uns am Hotelempfang und fuhren mit den Minibussen nach Safaga-Downtown zu einem versteckten einheimischen Fischrestaurant. Dort war es geduldet, eigenen Wein mitzubringen, denn die Ägypter schenken in den "Nicht-Touristen-Restaurants" keinen Alkohol aus. Ich entschloss mich für ein Fläschchen Weißen, der gut zu der georderten Fischplatte passte, die ausgezeichnet schmeckte! Vor dem Essen wurden die Tauchpässe, Urkunden und Tauchlehrertaschen mit Inhalt an die Prüflinge verteilt, die es geschafft hatten. Es wurde dann noch mal bestätigt, dass ich es ja eigentlich doppelt so schwer hatte, weil ich eben immer nur die Hälfte von dem Schwäbisch verstanden habe. Angedudelt ging es dann zurück zum Hotel, wo wir bis 3 Uhr weitere Sakara an der Strandbar tranken und uns (fast alle) über unseren Erfolg freuten.

Morgens wachte ich angezogen und bei voller Beleuchtung auf dem Bett neben diversen noch ungepackten Sachen auf. Ich hatte nicht mal den Wecker gestellt und malte mir aus, wie es wohl wäre, wenn ich 2 Stunden später aufgewacht wäre... Nach einem Gruppenfoto am Bootssteg fiel mir beim Frühstück auf, dass ich mein Flug-Ticket gar nicht mehr hatte. Nach verzweifeltem Suchen fiel es mir dann doch in die Hände, puh. Also gaben wir während des Wartens auf den Bus den letzten Zaster für Kaffee aus. Nun ging es wieder 2 Stunden bis Marsa Alam und von dort aus nach München.

 

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Prüflinge und Prüfer

Dort haben sich dann die Schwaben auf einen Stand gestürzt um "rohe Bratwürste" mit süßem Senf, Brez´n und ein Weizen zu bestellen. Ein Brez´n und ein Weißbier habe ich natürlich auch zu mir genommen, aber diese komische Weißwurst, die man aus seiner Pelle schabt und genüsslich in den Mund schiebt, ist nun wirklich für uns Münsteraner ungenießbar! Das habe ich nach einer Zwangs-Probe feststellen müssen.

Nun ging der Schwabenflieger nach Stuttgart und meiner nach Düsseldorf. Bald darauf ging es fix über die autofreie Bahn nach Münster. Ich schlief bis zum nächsten Mittag durch...

Alles in allem habe ich sehr viel dazu gelernt: tauchtechnisch, menschlich und nicht zuletzt auch schwäbisch. Allerdings war´s nix mit Bräune, denn im Schulungsraum waren wohl die Neonröhren zu schwach...


Andreas Wächter

Tauchen in Südafrika

Der weiße Hai...
Nach längerer Planung war es im Juli diesen Jahres endlich soweit. Ich hatte einen Standby-Platz auf der Lufthansa-Maschine nach Kapstadt ergattert und mein Tauchurlaub in Südafrika konnte beginnen. Nach einem 12 Stunden Flug schlug mir dann am Flughafen in Kapstadt das südafrikanische Winterwetter, 14 Grad und Regen, ins Gesicht. Man sollte wissen, dass die Jahreszeiten in Südafrika genau gegensätzlich zu unseren sind. Das Wetter im südafrikanischem Winter fördert zwar nicht gerade die Urlaubsstimmung, jedoch ist der Winter die beste Zeit für die Dinge, die ich beim Tauchen sehen wollte. Kapstadt hat ca. 250.000 Einwohner und wird aufgrund seiner herausragenden Landschaft und seiner multikultureller Zusammensetzung oft mit San Francisco verglichen. Die älteste europäische Siedlung begann ihre Geschichte 1652, als Jan van Riebeeck im Auftrage der Holländisch-Ostindischen Handelskompanie mit dem Aufbau einer Versorgungsstation begann.
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Suedafrika2002 02 Allmählich entwickelte sich das spätere Kapstadt zu einem „Garten Eden“ für die Seeleute, die sich auf dem langen Weg von Asien nach Europa und umgekehrt befanden. Schon aus 150 km Entfernung signalisierte an klaren Tagen der Tafelberg, dass man bald den Schutz des Hafens erreichen würde. Der Hafen von Kapstadt ist der größte Passagier- und Posthafen des Landes. Insgesamt gibt es 35 Anlegestellen für Ozeanriesen.
Der Hafen bietet heute vielfältige Möglichkeiten zum Bummeln und Einkaufen. Er dient auch als Ausgangsstation für Ausflüge, zum Beispiel zur ehemaligen berüchtigten Gefangeneninsel, Robben Island. Hier verbrachte Südafrikas politischer Gefangener Nr. 1, Nelson Mandela, den Hauptteil seiner Gefangenschaft. Mit der Victoria & Alfred Waterfront erschuf man einen multikulturellen Stadtteil im Hafen.
Neben unzähligen Restaurants, Cafes, Theaterbühnen und Geschäften gibt es ein Seefahrermuseum und ein großes Aquarium, welches gerade für Taucher ein Muss ist. Nachdem ich einen Tag durch Kapstadt gebummelt bin, holte ich meinen Schwager Thomas am nächsten Tag vom Flughafen ab.
Wir übernahmen dann den schon in Deutschland bestellten Mietwagen und der Urlaub konnte beginnen. An einen sonnigen und wolkenlosen Tag sollte man in Kapstadt unbedingt den Tafelberg besuchen. Denn nur zu oft ist er in Wolken gehüllt.

Auf über 300 Wegen kann man auf den Tafelberg gelangen. Die Schwierigkeitsgrade reichen vom relativ leichten Aufsteigen bis zum Erklimmen mit Seil und Haken. Am schnellsten geht es natürlich mit der Seilbahn, die 1244 m lang ist und innerhalb von drei Minuten auf den1067m hohen Berg führt. Da wir beide ja zum Tauchen nach Südafrika gekommen waren und nicht zum Bergsteigen, so nahmen wir natürlich die Seilbahn. Der Tafelberg besteht aus Granit, Schiefer und Quarz. Oben ist er eben, man kann herum wandern und den herrlichen Ausblick auf Kapstadt genießen.
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Wie schon erwähnt hat Kapstadt ein sehr schönes Aquarium. Das 1995 erbaute Two Ozean Aquarium beherbergt über 50 Schauaquarien mit mehr als 300 verschiedenen Arten. Alles was im südlichen Afrika am oder im Wasser lebt wird durch die insgesamt mehr als 3000 Tiere repräsentiert. Am spektakulärsten ist sicherlich das große Raubfischbecken (2,2 Millionen Liter), das sogenannte Predator-Becken. In diesem ziehen die verschiedenen Raubfische ihre Bahnen. Besonders eindrucksvoll sind sicherlich die fünf großen Sandtigerhaie. Das Two-Ozean Aquarium bietet für Taucher eine besondere Attraktion. Nach vorheriger Anmeldung dürfen bis zu drei Taucher für eine halbe Stunde im Predator-Becken mit den Haien tauchen. Jeder kann sich nun vorstellen, dass wir sofort am nächsten Tag einen Tauchgang in dem Haifischbecken gebucht haben.

Ein unvergessliches Erlebnis, wenn diese über drei Meter großen Haie mit halboffenem Maul in Armlänge an einem vorbeischwimmen.
Nachdem Erlebnis Kapstadt ging es nun zu unserem ersten Tauchziel. Dies liegt in der False Bay. Die Unterwasser Flora und Fauna sind geprägt von dem Aufeinandertreffen des warmen Agulhas-Stromes mit dem kalten Benguela-Strom. Die wechselhaften Wetterbedingungen mit Regen und auch viel Wind haben leider keinen positiven Einfluss auf die Sichtbedingungen Unterwasser. Die starke Meeresdünung ist selbst in Tiefen über 15m noch deutlich zu spüren und erschwerte mir mein Arbeiten mit der Kamera. Die Unterwasserlandschaft der False Bay ist geprägt von ihrer Kelp-Landschaft und somit eine typische Kaltwasser-Landschaft.

Wer jedoch meint, Kaltwasser-Landschaften sind nicht farbenprächtig, der wird in der False Bay eines Besseren belehrt. Die unzähligen Anemonen, Seescheiden, Kaltwasser-Korallen, Schwämmen und anderen sesshaften Tieren lassen keinen Fleck Fels frei. Dazwischen huschen Katzenhaie, manchmal nur in Handgröße über die Sandböden. Es lohnt sich auch immer ein Blick in die unzähligen Felsspalten, die als Versteck für Langusten und andere Krebse dienen.
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Getaucht wird in der False Bay sowohl vom Boot als auch von Land. Ein besonders interessanter Landtauchplatz ist Boulder Beach. Dieser Strand ist für seine dort lebenden Pinguine berühmt geworden. Die Pinguin-Kolonie hat sich hier am Strand in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Menschen angesiedelt. Mit etwas Glück sieht man die kleinen flinken Gesellen auch Unterwasser. Da die Wassertemperaturen im Juli nie 14 Grad übersteigen, empfiehlt sich hier auf jeden Fall ein Trockentauchanzug.

Neben den Tauchen lohnt sich auf jeden Fall ein Besuch der Kaphalbinsel. Am Ende dieser Halbinsel liegt das berühmte Kap der Guten Hoffnung, welches seit 1939 ein Naturschutzgebiet ist. Hier im Naturschutzgebiet sind mit Glück, die hier lebenden Antilopen und Strauße zu beobachten. In Acht nehmen sollte man sich bei einem Besuch des Kaps vor den Pavianen, die dort leben. Sie haben schnell gelernt, dass die Touristen immer etwas zu essen dabei haben. Mit einer großen Dreistigkeit versuchen sie dann den Menschen die essbaren Sachen zu entreißen. Man sollte entweder überhaupt keine essbaren Dinge mit sich führen und wenn es doch zu einem Diebstahlversuch der Paviane kommt, es nicht verteidigen. Denn Paviane haben ein sehr kräftiges Gebiss und können schwere Verletzungen zufügen.

Zu Fuß gelangt man dann zu dem 244m über dem Meer liegendem Leuchtturm. Der alte Leuchtturm ist heute nicht mehr in Betrieb. Weiter unterhalb steht ein moderner Leuchtturm, einer der lichtstärksten der Welt. Die nächste Station unserer Reise war Gansbaai. Gansbaai ist der Ausgangspunkt für das Beobachten des wohl berühmtesten Hai, der Große Weiße. Die naheliegende Dyer Islands sind einer der wenigen Punkte in der Welt, wo Weiße Haie regelmäßig zu beobachten sind. Als wir ankamen, zeigte sich das Winterwetter von seiner besonders wohlfühlenden Seite. Regen, kalt, starker Wind und schön hohe Wellen ließen den Gedanken an die nächsten Tage mit bis zu 7 Stunden auf einem kleinen Boot erst richtig angenehm erscheinen. Und schien dann mal die Sonne, so mussten wir auf dem Boot immer noch mit einer teilweise bis zu 5m hohen Dünung leben. Mit der Swallow von André Hartmann, ein für diese Bedingungen besonders geeignetes Boot, ging es dann zu den Robbenkolonien von Dyers Island, dem bevorzugten Jagdrevier der Weißen Haie. Nach einer mehr oder weniger stürmischen Überfahrt lag die Swallow dann vor Deyer Island vor Anker. Nachdem die Köder ins Wasser geworfen worden waren, hieß es einfach warten. Manchmal kann es bis zu einer Stunde dauern, bis der erste Weiße Hai ans Boot kommt. Es gibt natürlich auch keine Haigarantie, denn die Natur hat ihre eigenen Regeln. Aber irgendwann kam dann doch endlich ein Weißer ans Boot. Und es ist schon unglaublich diese Tiere, die man sonst nur aus dem Fernsehen kennt, live zu sehen. Als zu erkennen war, dass der Weiße vielleicht etwas länger am Boot bleiben würde, bekam ich das O.k. zum Einsteigen in den Käfig. Auch kein schlechtes Gefühl, wenn man mit einem Fuß in eine Seilschlaufe tritt, den anderen Fuß auf das in den Wellen tanzende Käfigdach setzt und dann mit beiden Beinen in die Käfigöffnung springt. Denn während dieser Aktion schwimmt der Weiße weiterhin ums Boot, man selber hat keine Flossen an, (braucht man im Käfig auch nicht) und hat so etwa 12-15 kg Blei um, damit man im Käfig gut steht. Die Luftversorgung im Käfig geschieht mit einem sehr langen Automatenschlauch vom Boot aus. Im Käfig selber glaubt man schnell, bedingt durch den Seegang, in einer Waschmaschinentrommel zu sitzen.

Jedoch vergisst man schnell den Seegang, wenn der große Räuber der Meere plötzlich am Käfig auftaucht. Und nun erkennt man, dass die teilweise über 5m großen Haie keine blutgierigen Monster sind, sondern sich ihrer Beute, in diesem Fall den Ködern sehr vorsichtig nähern. Erst nach mehrmaligen Antesten, versuchen sie in den Köder zu beißen. Nachdem man den ganzen Tag auf See verbracht hat, geht es wieder zurück zum Hafen. Zurück in der Unterkunft waren wir froh, unsere durchfrorenen Körper wieder aufzuwärmen, besonders Thomas der nur einen normalen Nasstauchanzug hatte. Unsere Unterkunft, das Anlo Guesthouse, hatte alle Annehmlichkeiten um die Lebensgeister wieder zu wecken. Während wir im Wohnzimmer am knisternden Kamin einen heißen Kakao tranken, schauten wir den Buckelwalen in der Bucht von Hermanus zu. Nicht weit von Gansbaai liegt der südlichste Punkt Afrikas, das Kap Agulhas. Ein Besuch lohnt sich, denn hier kann man mit einem Bein auf der Atlantischen Ozean Seite und mit dem anderen Bein auf der Indischen Ozean Seite stehen.

Nachdem wir von Kapstadt aus in das 1000 km entfernte Durban geflogen waren, erreichten wir unser letztes Ziel, das Aliwal Shoal Riff. Hier sind im Winter die Sandtigerhaie anzutreffen, welche sich dort zum Paaren treffen. Wir hatten uns ja mit den Sandtigerhaien schon im Aquarium von Kapstadt anfreunden können, jedoch war die Aussicht auf ein Rudel von bis zu 20 Haien im Freiwasser doch etwas Besonderes. Das Riff gehört zu den ganz wenigen Plätzen auf der Welt, wo man diese Tiere sehen kann. Das Tauchen in Durban hat für Taucher eine besondere Attraktion, die Tauchausfahrt. Es rollt ständig eine teilweise sehr hohe Dünung, die über den gesamten Indischen Ozean ohne Widerstand Anlauf nehmen kann, auf die Küste von Durban. Mit den Schlauchbooten müssen die erfahrenen Skipper dann jedes Mal erst durch diese Wellen, um dann nach ca. 15-20 Minuten Fahrt das Riff zu erreichen.

Suedafrika2002 07 Nachdem die Füße in extra dafür eingebaute Schlaufen gesteckt werden, suchen die Skipper nach einer passenden Welle, um diese dann, mit den 2 x 90 PS Schlauchbooten, zu durchbrechen. Es passiert immer wieder, dass man mit Vollspeed vor einer zusammenbrechenden Welle abdreht, um es dann bei der nächsten zu versuchen. Ein super Spaß, aber nichts für Bandscheiben-Geschädigte. Auch die Schlauchbootfahrt kann, je nach Wetter sehr rau sein. Man sollte aber nie vergessen, dass man zwar auch „Ententeich“ im Winter haben kann, jedoch in Südafrika gutes Tauchausfahrtwetter herrscht, da würden die meisten Tauchbasisbesitzer im Mittelmeer schon lange nicht mehr herausfahren (außer vielleicht bei Paul).
   

Nach dem Abtauchen erwartet einen dann die Artenvielfalt des Indischen Ozeans. Bedingt durch den im Winter oft wolkenverhangenden Himmel und den dunklem Riffgestein wirkt alles etwas düster. Was auffällt ist, dass trotz der vielen tropischen Riffische es nur wenige Korallen gibt. Der Grund hierfür liegt in dem Umstand, dass im Winter die Wassertemperaturen oftmals unter 20 Grad liegen und damit keine Voraussetzungen für ein ideales Korallenwachstum herrschen. Wir ließen uns in der immer vorhandenen Strömung treiben und wurden von der Dünung auch noch in Tiefen von 20 Metern hin und her geschoben, als plötzlich die ersten Sandtigerhaie auftauchten. Ein faszinierender Anblick, als diese bis zu 3,5 großen Haie selbstbewusst ihre Bahnen um uns zogen.

Haie haben keine Schwimmblasen und müssen sich deshalb ständig bewegen um nicht auf den Meeresboden zu sinken. Anders die Sandtiger, die schnappen an der Oberfläche nach Luft und behalten diese im Magen. Sie können somit auch bewegungslos über dem Meeresboden stehen. Trotz des gefährlichen Aussehens stellt er eigentlich keine Gefahr für Taucher da. Jedoch sollte man ihm immer Raum zum schwimmen lassen und keines Falls versuchen ihn anzufassen oder anderweitig zu provozieren. Nach dem Tauchen hat man ohne Mietwagen in den 500 Seelen Dorf Umkommas wenig Möglichkeiten. Mit Mietwagen kann man jedoch einige, in der näheren Umgebung gelegene Sehenswürdigkeiten, besichtigen. Aber nach 2-3 Tauchgängen am Tag ist man eigentlich auch ziemlich kaputt, vor allen, wenn man sich zum erstenTauchgang um 06:15 Uhr an der Basis trifft. Dann reicht meist auch schon das Bier an der Hotelbar, besonders wenn es nur ein Euro kostet. Zum Abschluss muss ich sagen, dass das Tauchen in Südafrika, selbst für Leute mit meiner Taucherfahrung, wirklich etwas Besonderes ist.

Dirk Biebert (+ 2011)


   
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